Kaiserstraße

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Historisches[Bearbeiten]

Straßenverbindungen vom Dorf Urbach zum Dorf Porz bzw. zum Rhein wird es schon seit der Gründung der Dörfer gegeben haben. Wann die heutige Kaiserstraße (L99) ihren heutigen Verlauf erhalten hat und wann sie zur wichtigsten Verbindungsstraße wurde, ist unklar. Sie hieß wohl in Urbach Porzer Weg, seit der Errichtung der Eisenbahnstation Urbach dann auch Bahnhofstraße. Am 8. August 1906 traf Kaiser Wilhelm II. am Bahnhof Urbach ein, um den Schiessplatz auf der Wahner Heide zu besuchen. Die Strecke legte er in einem offenen Kraftwagen zurück, sie führte über Urbach in den Grengel. Dem Kaiser zu Ehren wurde die Verbindungsstraße zwischen Bahnhof und Frankfurter Straße ab der Jahresmitte 1907 zur Kaiserstraße. Sie behielt diesen Namen bis zum heutigen Tag.

Noch zur Zeit des Kaiserbesuchs querte die Straße ebenerdig die damals bereits viergleisige Eisenbahntrasse, gesichert durch eine Schrankenanlage, die ein Schrankenwärter hier bediente, und führte in weitgehend geradem Weg nach Urbach. Auch durch die rasch wachsende Zahl von Industriebetrieben, die nördlich und südlich der Kaiserstraße über eigene Gleisanschlüsse verfügten, vervielfachte sich die Zahl der passierenden Güterzüge und die Schranke war oft geschlossen. 1910 fasste daher der Bürgermeister den Beschluss, eine Unterführung zu bauen. Das Dorf Porz gehörte damals zur Gemeinde Heumar, doch schon seit einigen Jahrzehnten lag der Amtssitz in Porz. Die Unterführung entstand 1911, ihren Bodenaushub verwendeten die Porzer zum Ausbau der neuen Rheinpromenade. Nun zweigte die Kaiserstraße - wie auch heute noch - in Höhe der Hauptstraße 53 von dieser ab und unterquerte die Eisenbahntrasse. Direkt dahinter nahm die Kaiserstraße nun neu eine scharfe, aufwärts führende Kurve nach Süden, um zu ihrem ursprünglichen Verlauf zurückzufinden. Zugleich mit diesen Arbeiten erhielt die Kaiserstraße auf ihrer gesamten Länge Trottoirs, Bordsteine, Rinnen und ein Basaltpflaster.
Der scharfe Knick nach der Bahnhofsunterführung wurde in der ersten Jahreshälfte 1968 durch eine Begradigung ab der Unterführung beseitigt. Der Aufgang zum Bahnhof Porz und die Bushaltestellen entstanden erst im Zuge des Baus der ICE-Schnellbahnstrecke Köln-Frankfurt in den Jahren 2010/12.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

  1. Ab Frankfurter Straße bis Abzweige Schmale Gasse bzw. Elsdorfer Straße; die Zählung südlich beginnt erst hinter der Kupfergasse, 1-7 (S) 2-24 (N)
  2. bis Kreuzung Marienburger Straße / Unter den Erlen; 9-19 (S) 32-48 (N)
  3. bis Kreuzung Egmontstraße / Heinrich-Lob-Weg (Fußweg); 50-62 (N)
  4. bis Abzweig Dorotheenstraße; 27-55 (S) 74-94 (N)
  5. bis Abzweig Brucknerstraße; 57-69 (S)
  6. bis Abzweig Humboldtstraße; 73-93 (S)
  7. bis Fußweg Ohmstraße; 95-129 (S)
  8. bis Unterführung Eisenbahntrasse; 194-206 (N) in der heutigen Sackgasse
  9. bis Einmündung in die Bahnhofstraße; keine Nummernvergaben

Historische Abzweige[Bearbeiten]

  • Abschnitt 7: Bis zur Begradigung der Straßenführung in den Abschnitten 7 und 8 mündeten die Helmholtzstraße und die Ohmstraße von Norden kommend in die Kaiserstraße. Im Zuge der Straßenabsenkung 1968 wurde die Ohmstraße hier zur Sackgasse, von der nur noch ein Fußweg mit Treppen zur Kaiserstraße führt. In der früheren Einmündung der Helmholtzstraße entstand eine Bushaltebucht.

Historische Bauwerke[Bearbeiten]

Auf der Kaiserstraße gibt es keine denkmalgeschützen Bauwerke.

  • Abschnitt 1: Nr. 20-24 - Schwanebitzer Hof (1966 abgebrochen).
  • Abschnitt 8: Gasthaus Nr. 202, errichtet um 1910 als "Gastwirtschaft Schützenhof"

Frühere Industrieunternehmen[Bearbeiten]

(Text)