Wortmann & Co.

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Vorgeschichte[Bearbeiten]

Carl Wortmann gründete 1882 in Köln als persönlich haftender Gesellschafter gemeinsam mit Paul Maaßen die Kommanditgesellschaft Carl Wortmann & Cie (NR. 2433, ab 1890 Nr. 5499)[1]. Die Gesellschaft betrieb in den folgenden Jahren am Carthäuserwall 30, später unter der Nr. 40, eine Gummiband-Weberei. Auch seine Ehefrau Maria, geb. Kreutzer, erhielt Prokura. Das Sortiment gummielastischer Bänder wurde bald durch eine Seidenband-Weberei und die Fabrikation von Hosenträgern erweitert, die Näherinnen waren teilweise in Heimarbeit tätig. Um 1903 zog sich Wortmann aus dem Geschäft in den Ruhestand zurück, es entstand die Firma Carl Wortmann & Co. Nachf. mit Arnold Koch als neuem Inhaber.

Inserat Kölner Lokal-Anzeiger v. 11.08.1911
Inserat, Abendblatt der Frankfurter Zeitung, 13.10.1918, S. 3

Die Fabrik in Porz-Urbach[Bearbeiten]

Koch verlagerte die Firma Anfang des Jahres 1911 nach Porz auf ein gemietetes Grundstück an der Kaiserstraße nahe dem Bahnhof und ließ sie in das Handelsregister Mülheim (A332) eintragen. Vorher war hier eine Gewehrfabrik ansässig, die Schießstände wurden nun in eine Gummibandweberei umgebaut. Procura erhielt auch seine Frau Auguste geb. Thum und der Handlungsgehilfe Alfred Bertsche. Im Jahr 1913 übergab Arnold Koch das Unternehmen an Gustav Koch, 1914 erhielt zudem Cuno Koch Procura. Zwei Jahre später erloschen die Procura für Cuno Koch und Alfred Bertsche. Im Krieg stellte die Fabrik auch Gurte für Tornister, Gewehrriemen, Rucksäcke und Geschoßkörbe her. Im Jahr 1919 installierte der Vermieter dem Werk eine Lokomobile als Dampfkraftanlage für das Unternehmen. Im Jahr 1922 erwarb eine Aktiengesellschaft aus Barmen das Unternehmen mit sämtlichen Gebäuden, Lagerbeständen und Markenrechten. Hierfür zahlten die Vereinigten Textilwerke Mann & Reinhard AG die Summe von 4.250.000 Mark. Vermutlich wurde der Betrieb kurz darauf in Porz eingestellt und die Herstellung nach Barmen überführt. Daraufhin wurde das Gelände von der bisher benachbarten Tapetenfabrik mitgenutzt.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. vgl. Allgemeiner Anzeiger für Rheinland-Westfalen v. 17.11.1882.