Porz (Mitte)

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Vorbemerkungen[Bearbeiten]

Die in historischen Quellen zu findende herausgehobene Stellung von Porz ist heute durch Bauwerke nicht mehr nachzuweisen, auch weil die hier vorherrschende einfach und niedrige Fachwerkbauweise erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts durch Backsteinbauten abgelöst wurde. Auffällig ist lediglich die geringe Fläche der Flurstücke und historisch das Fehlen von großen Gutshöfen, wenngleich auch hier die Landwirtschaft insgesamt dominierte. Beides dürfte miteinander verknüpft sein. Die Bewohner von Porz haben im Mittelalter ihren Lebensunterhalt nicht nur mit Ackerbau und Viehzucht verdient. Entsprechend tragen bereits die Flurstücke östlich der heutigen Friedrich- und Schillerstraße den Gemarkungsnamen von Urbach, einem Ort mit mehreren großen Höfen und großem Ackerflächenbedarf.
Weder für ein Zentrum der regionalen Verwaltung und Gerichtsbarkeit als Amt Porz, noch für einen Hauptplatz des Handels finden sich heute noch sichtbare Zeugnisse: Obwohl von Porz aus viele Güter im Lauf von Jahrhunderten verschifft wurden, gab es zu keiner Zeit einen befestigten Hafen. Ebenso fehlt ein früher Marktplatz. Porz hat sich von einem wichtigen Ort des Mittelalters zu einem armseligen Dorf im 18. Jahrhundert zurückentwickelt. Blütezeiten gab es dann ab der Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert bis zum Beginn des Ersten Weltkrieg sowie in den 1950er bis 1970er Jahren. Leider war diese letzte Phase auch die Phase des bauhistorischen Kahlschlags, wodurch heute die ältesten Gebäude kaum mehr als 120 Jahre alt sind:

"Es wurde vor allem abgerissen. Abgerissen wurden Gebäude, die über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte organisch in das Uferbild hineingewachsen waren. Abgerissen wurden auch zahlreiche Treffpunkte der Bürger. Abgerissen wurde das, was an die ländliche Vergangenheit der stolzgewordenen jungen Stadt erinnerte. Abgerissen wurden Fachwerkhäuser und Ziegelbauten, die noch nach dem uralten Muster mit ihren Fronten auf den wahrscheinlicheren frühen Mittelpunkt am Rhein hin ausgerichtet waren. Abgerissen wurde nach und nach und später mit Blitzeschnelle alles, was dem neuen Uferbild von Porz im Wege sein konnte. Das zeitgemäße Mittel für das optische Porzer Uferbild ist Beton und wird es auch noch lange Zeit sein."[1]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

(Bearbeitung erwünscht)

Erste Erwähnungen[Bearbeiten]

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Der Namen: Ursprung und Varianten[Bearbeiten]

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Stadtteil- und Flurgrenzen[Bearbeiten]

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Charakteristika des Stadtteils[Bearbeiten]

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Historischer Abriss[Bearbeiten]

Das Dorf Porz am Rhein hat in seiner Geschichte vielfach gelitten. Im Mittelalter war es "ein Hauptplatz des niederrheinischen Handels und der Sitz des obersten Gerichtes für das Land zwischen Sieg und Wupper"[2]. Doch auf den frühen Kartierungen des Rheins aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind zwar Lülsdorf und Wesseling verzeichnet, nicht aber das Dorf Porz. Kriege zerstörten das Dorf mehrmals: Im Truchsessischen Krieg 1588 und durch die Franzosen 1702 wurde es niedergebrannt. Im Jahr 1732 vermerkte der Preussische Kriegs- u. Domänenrat Müntz: "Amt Portz: Dieses Amt führet den Namen von der Stadtfreiheit Portz, welche durch den Rhein und sonsten dergestalt ruiniret worden, dass selbige der schlechtsten Bauerschaft ähnlich geworden." Nach den erneuten Zerstörungen des Siebenjährigen Krieges zählte das Dorf Porz im Jahr 1770 nur noch 131 Einwohner in 25 Häusern. 1846 bildeten dann 56 Häuser mit 336 Einwohnern das Dorf, die Häuser standen ganz überwiegend entlang des Rheins sowie westlich der erst um 1770/80 geschaffenen Hauptstraße im Bereich zwischen der heutigen Steinstraße und der heutigen Bergerstraße.

(Fortsetzung erwünscht)

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. Alexander Wirtz: Anlauf zum Sprung in die Großstadt. In: Unser Porz 14.1972, S. 192f.
  2. von Zuccalmaglio, Vincenz: Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a.R., 1846, S. 378