Lavendel-Ernte in Urbach

Nachdem der Verkauf von Lavendelsäckchen zu Gunsten des Urbacher Hospizes im vergangenen Dezember trotz Corona Pandemie ein voller Erfolg war, fertigt der Urbacher Bürgerverein auch in diesem Jahr wieder kleine selbst genähte Baumwollsäckchen an, die mit Urbacher Lavendel aus eigener Ernte gefüllt sind.

So wurde trotz wechselhaftem Wetter am vergangenem Sonntag eigener wohlduftender Lavendel in den Urbacher Günflächen geerntet. Für diese Grünflächen hat der Urbacher Bürgerverein vor fünf Jahren die Patenschaften übernommen. Der Verein kümmert sich mit viel ehrenamtlichen Engagement um die Instandhaltung, Pflege und Bewässerung dieser Flächen.

Der Lavendel wurde in Bündel zusammen gefasst und muss zunächst über mehrere Wochen trocknen. Dann werden die Blüten händisch von den Stielen getrennt und in Baumwollsäckchen aus eigener Herstellung gefüllt. Die Baumwollsäckchen werden von Gertrud Kratsios (Vorstandsmitglied) genäht.

Es ist geplant, dass die Lavendelsäckchen auf dem Weihnachtsmarkt in Urbach, der zu Gunsten des Hospizes stattfindet, verkauft werden. Sollte der Weihnachtsmarkt aufgrund der Corona Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden, so werden die Lavendelsäckchen wieder im Änderungs-Atelier Kratisos verkauft.

„Wir freuen uns, dass wir eine so wichtige Institution wie das Urbacher Hospiz finanziell unterstützen können. Die Lavendelsäckchen konnten wir im letzten Jahr zu einem fairen Preis verkaufen. Sie gingen weg wie warme Semmel“, freut sich Simin Fakhim 1. Vorsitzende des UBV.

Insgesamt waren viele Vereinsmitglieder am Sonntag bei der Ernte aktiv und es konnte mit viel Freude eine ausreichende Menge Lavendel geerntet werden.

Historisches: Porzer Straßen zur NS-Zeit

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Porz zahlreiche Straßen umbenannt. Die meisten Änderungen wurden nach 1945 schnell wieder rückgängig gemacht, aber längst nicht alle. Haben Sie Ergänzungen zu unserer Liste?

Die Kaiserstraße in Urbach, so 1906 benannt nach dem Besuch des Kaisers Wilhelm II., wurde nach 1939 in Hermann-Göring-Straße umbenannt. Die Waldstraße wurde nach 1939 in von Klugestraße – dem damaligen „erfolgreichen“ Generalfeldmarschall – umbenannt. 1945 erfolgten die Rückbenennungen.

Die Weststraße in Wahnheide (Kasernengelände) hieß ebenfalls Hermann-Göring-Straße.

Die Heidestraße in Wahnheide, bis 1934 als Schießplatzstraße bezeichnet, hieß  Adolf Hitler-Straße.

Das heutige Friedrich-Ebert-Ufer in Porz-Mitte hieß Adolf-Hitler-Ufer.

Die heutige Zollturmstraße in Zündorf hieß Schlageterstraße.

Bis in die Gegenwart blieb die 1941 erfolgte Änderung der Meirowskystraße in Georg-Ohm-Straße (heute: Ohmstraße).

NRW-Goldmedaille für Poller Maifischförderung

Verleihung

Hans Burgwinkel, Ministerin Ursula Heinen-Esser (Foto: privat)

Hans Burgwinkel hat eine Goldmedaille des Umweltschutzministeriums NRW als Reihmeister des Poller Maigeloogs für die zentrale Öffentlichkeitsarbeit für das Maifischprojekt in Deutschland und die Maifischzucht in Frankreich erhalten. Sie wurde ihm Ende Juni durch NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Rahmen der Auftaktveranstaltung für das sechste NRW-Wanderfischprogramm verliehen. Das jährliche Poller Maispill mit seinem „Maifischangeln“ und dem „Fischerspiel“ gilt als Anstoß für das Wiederansiedlungsprogramm von Maifisch im Rhein, das 2003 seinen Anfang nahm. Das Poller Maigeloog nimmt seit 2008 an vielen Veranstaltungen der verschiedenen Maifischprogramme teil.

Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ ist das nordrhein-westfälische Wanderfischprogramm ein Kooperationsprojekt des Landesumweltministeriums mit dem Fischereiverband NRW und seinen angeschlossenen Angelvereinen. Zahlreiche Angelvereine, Fischereiverbände, Genossenschaften und weiteren Kooperationspartnern unterstützen das Programm. Deswegen wurden 13 Gewässerinitiativen und Kooperationspartner für Ihre Arbeit mit der Zucht und der Wiederansiedlung der Wanderfische in Nordrhein-Westfalen ebenfalls mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Bis ins Jahr 2027 sind gemeinsam mit dem Fischereiverband und zahlreichen Angelvereinen mehr als 10.000 Maßnahmen an Gewässern zum Schutz der Fische und Lebensräume vorgesehen.

Neues vom Bürgerverein Porz-Langel e.V.

Zeitnah nach dem Ende des Lockdowns im Frühjahr 2021 hatten wir zur ordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Nachdem plötzlich und unerwartet unser 2. Vorsitzender, Herr Gerd Matthiae, im 92. Lebensjahr verstorben war, standen Vorstands-Wahlen an. Herr Thomas Ropers wurde zum 2. Vorsitzenden und Herr Georg Melchers zum Schriftführer gewählt, Frau Elfriede Thoma und Herr Thomas Katzemich wurden wiedergewählt.

Mehr dazu können Sie unter http://buergerverein-porz-langel.de/ nachlesen. 

Lambert Trompetter verstorben

Lambert Trompetter (Foto: SPD)

Der langjährigen SPD-Genosse und ehemalige SPD-Bezirksvertreter Lambert Trompeter verstarb Ende Juni im Alter von fast 87 Jahren in Porz-Ensen. Bettina Jureck würdigte ihn: „Lambert war ein wahres SPD-Urgestein, unserem Ortsverein über viele Jahrzehnte eng verbunden und in vielen Funktionen aktiv. Sein ehrenamtliches Engagement begann er bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Gewerkschaftsarbeit. Schon mit 23 Jahren wurde er zum Betriebsratsvorsitzenden beim Porzer Unternehmen Dielektra gewählt. Von 1962 bis 1977 war er 2. Bevollmächtigter der IG Metall.

Der SPD trat er 1968 bei und war ihr weit über 50 Jahre hinaus solidarisch verbunden. Auch im Vereinsleben war Lambert Trompetter fest verwurzelt, 10 Jahre zum Beispiel als Vorsitzender der Begegnungsstätte Engelshof, dem heutigen Bürgerzentrum Engelshof. Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde er bereits 1984 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Mit Lambert verlieren wir einen unserer erfahrensten und engagiertesten Genossen. Er war bis zuletzt in unserem Ortsvereins politisch aktiv und gab uns noch im letztjährigen Kommunalwahlkampf wertvolle Ratschläge. Sein Tod hat uns tief betroffen. Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Familie. “

Sonntag öffnet Greifvogelschutzstation wieder

Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzvorgaben können die Greifvogelschutzstation und das Haus des Waldes auf Gut Leidenhausen unter Auflagen ab Sonntag den 13. Juni 2021 wieder öffnen. Gleichzeitig laufen die vielfältigen und waldbezogenen Veranstaltungen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. und des Freundeskreises Haus des Waldes Köln e.V. wieder an. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Zum Programm geht es hier.

Marktplatz Ensen: SPD kritisiert Verwaltung

SPD-Fraktionschef Dr. Simon Bujanowski übt erhebliche Kritik an der Verzögerung und der Verfahrensdauer für die Umgestaltung des Ensener Marktplatzes. Erste Pläne wurden der Bezirksvertretung 2015 vorgestellt, 2019 kündigte die Verwaltung einen Baubeginn für 2021 an. Nun lautet die Antwort auf eine SPD-Nachfrage, man stehe „kurz vor der Finalisierung der Entwurfsplanung“, Baubeginn nicht vor 2023/2024.

„Da ist ja jede Schnecke schneller. Völlig unverständlich, dass trotz gesicherter Finanzierung eine Planung so lange dauert. Die Gestaltungswünsche wurden in den vergangen Jahren mit den Anliegern und vor allem auch der sehr aktiven Bürgervereinigung Ensen/Westhoven ausgiebig erörtert und abgestimmt. Eine Realisierungsdauer von fast 10 Jahren für die Aufwertung einer Platzfläche mit Bänken, Pflanzinseln, Beleuchtung und neuer Pflasterung ist nicht hinnehmbar. Das ginge linksrheinisch und in der Innenstadt schneller. Ich frage mich, warum Porz immer hinten ansteht. Nach Schließung der Zentrums für Therapeutisches Reiten, der Verzögerung des Gutachtens zum
Lehrschwimmbecken und dem Stillstand in Sachen Leinpfad ein weiterer Beweis, dass der Blick aus dem Kölner Rathaus nicht bis Porz reicht. Ich fordere deshalb, dass der zuständige Baudezernent in der Bezirksvertretung zu den ‚Nicht-Bauprojekten‘ einmal Rede und Antwort steht.“