Stadt Koeln

Schulen testen CO2-Messgeräte

Alle Kölner Schulen erhalten innerhalb der kommenden drei Wochen sukzessive ein CO2-Messgerät. Diese liegen  in den Bezirksämtern vor und werden von dort an die Schulen ausgeliefert. Die Geräte messen den CO2-Gehalt der Raumluft. Dieser ist ein Indiz für die Aerosol-Last der Umgebungsluft. Die Erfahrungen wird die Verwaltung Ende November stichprobenartig bei den Schulen erfragen. Von dem Ergebnis hängt ab, ob und in welchem Umfang weitere Messgeräte beschafft werden.

Zur Funktionsweise: Die Aerosol-Last der Umgebungsluft gilt bis zu einem Wert von 1000 ppm (Parts pro Million) CO2 als unkritisch. Wird dieser Wert überschritten, signalisiert eine rote Anzeige, dass der Raum stoßgelüftet werden muss.

Verlängerung Linie 7 – Es tut sich was

Die Verwaltung legt dem Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 1. September 2020, eine Beschlussvorlage zur Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 in zwei Baustufen vor. Die Federführung wird dabei an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG übertragen. Der Rat soll am Donnerstag, 10. September 2020, über die Beschlussvorlage entscheiden.

 In einer ersten Baustufe soll die bestehende Stadtbahnanbindung von der Endhaltestelle „Zündorf“ bis zur Ranzeler Straße mit zwei Haltestellen verlängert werden. Dazu ist die vorliegende Planung zu aktualisieren und anschließend muss das seit 2003 ruhende Planfeststellungsverfahren neu durchgeführt werden. Nach grober Zeitplanung könnte das Planfeststellungsverfahren in 2021 beginnen und ab 2023 wäre ein Baubeginn der 1. Baustufe möglich. Voraussetzung hierfür ist der Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans mit anschließendem städtebaulichen Wettbewerb für die Siedlungserweiterung „Zündorf Süd“. Der prognostizierte Kostenorientierungswert liegt für die 1. Baustufe bei rund 13 Millionen Euro netto und für die 2. Baustufe bei rund 30 Millionen Euro netto. Die Stadt Köln geht von einer Bezuschussung von Bund und Land aus, wodurch sich die Belastung für den städtischen Haushalt und den Wirtschaftsplan der KVB reduzieren kann.

Als zweite Baustufe wird die Verlängerung bis Langel gleichzeitig mitgeplant. Durch die Bestrebungen des Rhein-Sieg-Kreises zur Schaffung einer neuen Rheinquerung zwischen Lülsdorf und Godorf besteht die Möglichkeit, die Verlängerung der Linie 7 bis zu einem Verknüpfungspunkt mit dieser neuen Stadtbahnstrecke ebenfalls zu realisieren.

 

Neue Grünanlage – Ideen und Vorschläge erwünscht

Im Zentrum von Porz soll der Bereich zwischen Philipp-Reis-Straße, Glashüttenstraße, Bergerstraße und den Stadtbahngleisen als zusammenhängende Grünanlage entwickelt und ausgebaut werden. Die derzeit noch als Parkplatz genutzte Fläche liegt in einem hoch verdichteten Bereich, der von Geschosswohnungsbau umgeben ist. Es gibt in diesem Bereich nur wenige nutzbare Grünflächen. Die Stadt möchte diesem Missstand entgegenwirken und hat die Entwicklung der Parkanlage als Baustein in das städtebauliche Entwicklungskonzept „Porz Mitte“ aufgenommen.

Für das Projekt steht ein finanzieller Rahmen von rund vier Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt erhofft sich einen finanziellen Beitrag des Landes aus Städtebaufördermittel, ein entsprechender Antrag wird in Kürze gestellt.

Der geplante Grünbereich soll zum Verweilen und Erholen einladen, außerdem sind Spiel-, Sport- und Bewegungsräume, auch für Trendsportarten, vorgesehen. An der Planung will die Stadt die Bevölkerung intensiv beteiligen. Die ursprünglich vorgesehene offene Bürgerbeteiligung vor Ort, mit direkter Begegnung und einem intensiven Austausch, kann aufgrund der Corona-Schutzverordnung derzeit leider nicht stattfinden.

Die Stadt hat dennoch eine breit angelegte Bürgerbeteiligung unter Mitwirkung des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung auf die Beine gestellt. Interessierte können ihre Anregungen, Ideen und Wünsche schriftlich oder online äußern. Auch haben sie die Möglichkeit bei sogenannten „Siedlungsgesprächen“ persönlich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Dialog zu treten und ihre Ideen mündlich vorzutragen. Alle Vorschläge werden von einem von der Stadt beauftragten Landschaftsarchitekturbüro gesammelt und so aufgearbeitet, dass auf dieser Grundlage eine zweite Phase der Bürgerbeteiligung durchgeführt werden kann.

Drei Schulen in Porz dürfen hoffen

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat eine Beschlussvorlage über 1,7 Milliarden-Euro-Programm für den Kölner Schulbau unterzeichnet. Über den schnelleren Weg der Beauftragung von General- oder Totalunternehmern sollen in diesem zweiten Paket 48 Einzelprojekte umgesetzt werden. Bis Ende 2027 sollen dabei im auch Stadtbezirk Porz drei Schulen profitieren:

  • Beim Schulzentrum Heerstraße ist der Neubau oder die Generalsanierung des Bestandsgebäudes geplant, ein Interimsbau wird zwischenzeitlich nötig.
  • Die Gemeinschaftsgrundschule Hohe Straße 77-79 soll einen Neubau oder die Generalsanierung des Bestandsgebäudes, der Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens erhalten, auch hier ist ein Interimsbau notwendig.
  • Für die Katholische Grundschule Kupfergasse 31 ist ein Erweiterungsbau für 100 zusätzliche Schüler vorgesehen.

Es ist vorgesehen, dass das zweite GU/TU-Sonderprogramm in der Sitzung des Rates am 18. Juni 2020 beraten wird.