Redaktion

Tanzgruppe Immer in Schwung für Engagementspreis nominiert

Die Tanzgruppe. An den Bildrändern vorn das Ehepaar Wittko (Foto: privat)

Der Deutsche Engagementspreis wird jährlich vom Bündnis für Gemeinnützigkeit vergeben.Für 2022 wurden bundesweit 463 Personen und Gruppen nominiert, davon kommen 90 aus Nordrhein-Westfalen. Sie alle haben die Chance, einen der 5 Jurypreise oder den Publikumspreis zu erhalten. Über die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Jurypreise wird Anfang September entschieden, über den Publikumspreis entscheiden bis 19. Oktober die abgegebenen Stimmen.

Unter den diesjährigen Nominierten ist auch die Finkenberger Tanzgruppe Immer in Schwung. Sie besteht seit Januar 1987 für ältere Menschen, ist nicht als Verein organisiert und tanzt im Bürgerzentrum Finkenberg in der Stresemannstraße. Alles erfolgt ehrenamtlich unter Leitung von Rosemarie Wittko als Choreographin und ihrem Mann Gernot als DJ. Beide wurden hierfür im letzten Jahr durch den Ehrenamtspreis der Stadt Köln ausgezeichnet. Durch die Pandemie ist die Gruppe, die regelmäßig öffentliche Auftritte hat, von rund 40 Personen auf nahezu die Hälfte geschrumpft, neue Tänzer und Tänzerinnen sind erwünscht und könnnen sich gerne unter gernotwittko@aol.com näher informieren oder einfach beim Tanztee Ü 60 vorbeischauen, der jeden ersten Freitag im Monat von 15 bis 18 Uhr im Bürgerzentrum Finekenberg, Stresemannstr. 6a, stattfindet.

Artenschutz konkret: Kammmolch-Aufzucht

Die Biologin Michelle Etienne leitet das Aufzuchtprojekt auf Gut Leidenhausen (Foto: porzerleben.de)

In den 1960er und 1970er Jahren war es noch einfach: Wer Eidechsen, Frösche, Kröten oder Molche sehen wollte, begab sich in die Wahner Heide und wurde rasch fündig. Etliche Jugendliche legten sich im Garten Aqua-Terrarien an oder versorgten den elterlichen Teich mit Amphibien aus der Wahner Heide. Mitunter bestehen diese Populationen noch heute.

Doch inwischen hat sich vieles geändert: In der Wahner Heide dürfen die markierten Wege nicht verlassen werden, der aktuelle Bestand an Amphibien ist unbekannt. Viele Kinder und Jugendliche kennen sich mit Amphibien überhaupt nicht mehr aus – wie auch, Begegnungen sind selten geworden. Allgemein führen zudem wohl aus Asien eingeschleppte Pilzinfektionen seit drei Jahrzehnten zu einem Artensterben bei unseren heimischen Fröschen, Kröten, Feuersalamandern und Molchen.

Heute stehen alle Amphibien in Europa unter Naturschutz –  in Deutschland ist es seit 1987  streng verboten, diese Tiere zu fangen, in ihren Habitaten zu stören oder umzusiedeln. So ist auch das Sammeln von Laich oder Fangen von Kaulquappen heute nicht mehr erlaubt. Zudem dürfen gezüchtete Tiere nicht ausgewildert werden, weil sie Krankheiten in Biotope einschleppen könnten. Sogar das Beseitigen eines privaten Teichs ist verboten, wenn hier heimische Amphibien leben. Denn dies würde eine Zerstörung des Lebensraumes besonders geschützter Arten darstellen. Da auch Verkauf und Erwerb verboten sind, hilft bei einem neu angelegten Teich heute nur Geduld, bis sich Amphibien von selber ansiedeln.

Kammolchlarve im Aufzuchtbecken (Foto: porzerleben.de)

Als Beitrag für eine Stabilisierung der Kammmolch-Bestände rund um Köln führt das Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen ein zunächst zweijähriges Projekt durch. Finanziert vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln und unterstützt von der hiesigen NABU-Naturschutzstation, findet in drei Becken die Aufzucht unter Leitung der Biologin Michelle Etienne statt. Während die „besonders geschützten“ Teichmolche sich auch in vielen Gartenteichen tummeln, brauchen „streng geschützte“ Kammmolche anspruchsvollere Lebensräume. Sie werden auch mit bis zu 18 cm deutlich größer als Teichmolche. Ein Weibchen legt mehrere hundert Eier mit Hilfe der Hinterbeine einzeln in umgefaltete Blätter von Wasserpflanzen ab.  Für die Aufzucht in Leidenhausen werden adulte Tiere aus Gewässern der Umgebung „ausgeliehen“. Sie kehren nach erfolgreicher Eiablage zu ihrem Ursprungsgewässer zurück. Die schlüpfenden Jungtiere sollen hingegen in geeigneten Gewässern im Kölner Raum angesiedelt werden. Zum Projekt gehört auch Vermittlungsarbeit mit Schulen und interessierten Bürgern. Ein Austellungsaquarium mit einer Infotafel ist in Vorbereitung.

Kurzweiliger Kabarettabend im Engelshof

Alle Stühle sind besetzt… alle Fotos: porzerleben.de

„Endlich mal wieder Kabarett“ dachten sich rund 280 Besucher aus Porz und dem Umland und strömten am vergangenen Sonntag in den Engelshof. Geladen hatte Christian Bechmann zu „Escht Kabarett“, diesmal bei freiem Entritt, finanziert durch Stadt Köln und SK Stiftung Kultur der Sparkasse im Rahmen des SommerKöln ’22. Zwei Künstler und zwei Künstlerinnen traten bei strahlendem Sonnenschein auf und unterhielten das Publikum vortrefflich durch Wort und Gesang.

Grünepfeile für den Radverkehr

Die Stadt Köln weitet nach einer erfolgreichen Erprobungsphase den Grünpfeil für Radfahrende auf weitere Standorte aus. Die Beschilderung „Grünpfeil für den Radverkehr“ wurde durch eine Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung 2020 möglich. Anwendungskriterien schließen den Pfeil in bestimmten Fällen aus, z.B. wenn dem entgegenkommenden Verkehr ein konfliktfreies Abbiegen nach links signalisiert wird (grüner Ampelpfeil). Von den 37 bisherigen Standorten befindet sich kaum einer im Bezirk Porz. Wer das ändern möchte, kann dem Fahrradbauftragten der Stadt seinen Vorschlag einreichen: fahrradbeauftragter@stadt-koeln.de

Galakonzert Alte Musik am 5. Juni – Friedenskirche

Am Sonntag, den 5. Juni findet in der Friedenskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide ein Jubiläumskonzert statt. Denn vor 25 Jahren, im Jahr 1997, wurde in die neu erbaute Kirche eine Orgel mit 13 Registern vom Schweizer Orgelbauer und Organisten Bernhardt Edskes installiert und in Dienst genommen. Zu diesem Anlass lädt Kantorin Kay Ohara zum Konzert Alter Musik mit Orgel und dem Streicher-Ensemble Pleyel Quartett Köln. Gespielt werden Werke von Händel, Bach und Mozart.

Beginn 18 Uhr, Friedenskirche, Porz-Urbach, Kastanienweg 12, Parkplatz: Mühlenweg.

Kopernikusschule wird Sieger bei KVB-Busgestaltung

Die Klasse 9 der Kopernikusschule und ihr Siegerdesign. Ganz links Elfi Schoo-Antwerpes und rechts daneben KVB-Chefin Stefanie Haaks (Foto: KVB)

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) zeichneten heute die Sieger in ihrem diesjährigen Kreativ-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler aus. Eine achtköpfige Jury hatte zuvor die besten Entwürfe ausgewählt. Bei der Busgestaltung (Teilnehmer aus der Sekundarstufe 1) setzte sich die Klasse 9 der Kopernikusschule in Porz unter insgesamt zwölf Entwürfen mit ihrer Idee „KVB – nicht nur am PC zuhaus, auch Bewegung und mal raus“ durch. Mit diesem Entwurf wird ein kompletter Bus gestaltet, der zwei Jahre lang in Köln unterwegs sein wird. Die Sieger wurden am heutigen Mittwoch durch die Schirmfrau des Projektes, Ratsfrau Elfi Scho-Antwerpes, sowie die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks ausgezeichnet.

In der Erklärung der Kopernikusschule zu ihrem Entwurf heißt es: „Bei dem Brainstorming zur Gestaltung für unseren Bus nannten die Schüler*innen u.a. das Thema PC- und Handysucht. Äußerungen zu dem damit verbundenen Bewegungsmangel ließen nicht lange auf sich warten. Weniger „am PC zuhaus“ und dafür mehr „Bewegung und mal raus“ kann gesundheitlichen Beschwerden vorbeugen und ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine positive
Entwicklung im Kindesalter. Deshalb sind auf unserem Bus viele sportliche Aktivitäten zu sehen. Die Schüler*innen haben sich diese nicht nur selbst ausgedacht, sondern standen dafür auch Modell.“