Redaktion

Zwei Porzer Schulen bei KVB-Kreativwettbewerb erfolgreich

Einen E-Bus der KVB oder ein KVB-Rad zum Thema „Respekt“ 2026 bis 2028 zu gestalten, dazu waren Kölner Schulen aufgerufen. 23 Klassen weiterführender Schulen und 17 Grundschulklassen hatten sich mit je zwei Entwüfen beteilgt.

Klasse 9c – 3. Platz

Ihr E-Bus Design „Geschenke ohne Geld, ein Wert der für immer hält“ sicherte der Klasse 9c der Kopernikus Hauptschule Porz den dritten Platz:

„Wir beschenken Menschen vorwiegend zu Geburtstagen, Weihnachten oder vielen sonstigen schönen Anlässen und Festen. Die Geschenke sind zum Teil selbst hergestellt (gebastelt), aber in den meisten Fällen kosten sie uns jedoch Geld. Mit unseren kleinen Geschenkpaketen mit Anhängern wollten wir bei den Betrachtern einen positiven Impuls auslösen.

Gerade in unserer leistungsorientierten und hektischen Welt kommt das Zwischenmenschliche oft zu kurz. Wenn jeder ein wenig auf seine Mitmenschen achtet und nicht nur sich selbst in den Mittelpunkt stellt, können wir viel bewegen.“ (-> ausführlich)

 

Der E-Bike Entwurf „Achtsam unterwegs – mit offenen Augen, Ohren und Herzen!“ der Klasse 3c aus der Gemeinschaftsgrundschule Adolph-Kolping-Straße Wahn erreichte den 2. Rang. Damit werden die kommenden zwei Jahre 20 E-Bikes in Köln in diesem Design unterwegs sein:

„❤️ Das Herz: Im Zentrum steht ein großes Herz – als Zeichen für „alle sollen lieb sein“, Rücksicht nehmen und Mitgefühl haben. Der Mensch hält das Herz wie an einem Faden in der Hand. Er hat es in der Hand. Das bedeutet: Jeder Mensch trägt Verantwortung für das, was um ihn herum passiert. Das Herz – es ist verbunden mit dem Handeln des Einzelnen. Ob man vorsichtig über die Straße geht, freundlich Platz macht oder aufmerksam bremst. 🌍 Die Welt im Inneren: Im Inneren des Herzens ist die Erde zu sehen – denn achtsames Verhalten betrifft nicht nur unsere Stadt, sondern die ganze Welt. Der Mensch im Zentrum zeigt: Jeder kann etwas bewirken. 🚲🚗Verkehrssymbole rund ums Herz: Ein bunter Mix aus Fortbewegungsmitteln umkreist das Herz (Autos, Lkws, Roller, Fahrrad, Motorrad). Diese Vielfalt steht für ein respektvolles Miteinander im Verkehr – egal wie man unterwegs ist.“ (-> ausführlich)

 

Kleine Bevölkerungsstatistik 2025

Zum 31.12.2025 hat die Stadt Köln laut Melderegister 1.100.076 Einwohner. Die Stadt wächst weiterhin durch Zuzüge deutscher (56%) und nichtdeutscher (44%) Staatsangehöriger, wobei die Zuwanderung nichtdeutscher Staatsangehöriger sich 2025 abgeschwächt hat. Die stärksten innerstädtischen Umzüge führten in den Stadtbezirk Porz. Der Stadtbezirk Porz wuchs 2025 insgesamt im Jahresvergleich um 1.069 Personen – überwiegend durch Umzüge innerhalb von Köln – auf 117.504 Personen. Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund liegt im Stadtbezirk Porz bei 50,1 Prozent. Höher ist dieser Anteil in Kalk und Chorweiler. Im Durchschnitt aller Stadtbezirke beträgt dieser Anteil 43,1 Prozent.

Bebauungplan Urbacher Weg: Stellungnahmen erwünscht

100 neue Wohneinheiten, davon 30 Prozent im öffentlich geförderten Wohnungsbau sind auf einem 10.000 Quadratmeter großen Areal mit reichlichem Baumbestand zwischen Hauptstraße und Urbacher Weg nördlich des Krankenhauses geplant. Auf dem Grundstück stehen aktuell über zwei Dutzend große Bäume. Als Ausgleichsfläche wird ein Feld in Köln-Rondorf ausgewiesen. Der Bebauungsplanentwurf hierzu wird nun veröffentlicht:

„Dabei sollen möglichst viele Bäume erhalten werden, insbesondere drei einzelne Bäume, die als Naturdenkmäler ausgewiesen sind und weitere wertvolle Vegetation.“

„Die vier- bis sechsgeschossigen Häuser sollen über Gemeinschaftsgärten und Photovoltaikanlagen verfügen und werden unter Einhaltung der Leitlinien für Klimaschutz geplant. Die Einfahrt zur Tiefgarage ist im nordwestlichen Bereich des Grundstücks geplant, damit der eigentliche Wohnbereich frei vom Autoverkehr bleiben kann. Die geplanten Gebäude bilden durch ihre Randstellung auf dem Grundstück einen geschützten Innenbereich, der eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.“

Bürger*innen können vom 7. Mai bis 12. Juni 2026 den Entwurf der ausgearbeiteten Planung im Rahmen der Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Köln unter http://www.beteiligung-bauleitplanung.koeln einsehen und direkt dort oder per E-Mail an bauleitplanung@stadt-koeln.de Stellungnahmen zur Planung abgeben.

Zusätzlich werden die Planunterlagen mit Begründung sowie weiteren Unterlagen im genannten Zeitraum von Montag bis Donnerstag: 9 bis 15 Uhr, Freitag 9 bis 13 Uhr im Stadtplanungsamt (Stadthaus West), Raum 09 B 44 (Ebene 09 / Gebäuderiegel B), Willy-Brandt-Platz 2, Köln-Deutz öffentlich ausgelegt. Für eine Einsichtnahme außerhalb dieser Zeiten wird um vorherige Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0221/221-22853 oder der E-Mailadresse bauleitplanung@stadt-koeln.de gebeten.

Inwischen sind alle relevanten Pläne online. Die Fläche wurde vom Krankenhaus Porz an die Vivawest Wohnen GmbH verkauft. Zwei Visualisierungen aus dem entsprechenden Grünordnungsplan veranschaulichen das Gelände vorher/nachher:

Poller „Theater Das Spielbrett“ gibt „Onkel Wanja“

Probe zu „Onkel Wanja“ (© Theater Das Spielbrett)

Ulrich Marx inszeniert Anton Tschechows „Onkel Wanja“ – die Träume der Akteure, ihr heiteres und auch tragisches Ringen um einen Aufbruch. Die Handlung eskaliert:

Wanja bewirtschaftet mit seiner Nichte Sonja und seiner Mutter ein Landgut. Seinem Schwager, Sonjas Vater, gehört das Gut, er lebt als Professor in der Stadt, ist aber ein Blender und Hypochonder. Doch davon weiß Wanja noch nichts. DAnn quartiert sich der Schwager mit seiner hübschen Ehefrau Helena bei ihnen ein. Sie weckt die Liebe gleich zweier Herren, der Schwager beginnt derweil zu trinken und arbeitet nichts mehr. Eine eigentümliche Lethargie breitet sich aus. Wanja realisiert die Wahrheit, als der Professor das Gut verkaufen möchte, um wieder in der Stadt leben zu können.

Das Ensemble: Ludwig Eichinger, Michael Harkämper, Aylin Hartmann, Christiane Hartmann, Verena Jütte, Christian Knull, Stella Schürholz, Robert Schumacher, Lia Tsironi-Hanisch.
Die Aufführungen finden statt im Theatersaal des Bürgeramts Kalk, Kalker Hauptstraße 273.

Premiere ist bereits am Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr. Nach Beginn der Vorstellung ist kein Einlass möglich. Der Eintritt kostet 18, ermäßigt 12 Euro. Kartenbestellungen und Vorverkauf unter info@theater-das-spielbrett.net sowie telefonisch unter 0221 – 830 13 93. Die Abendkasse öffnet 30 Minuten vor der Vorstellung. Dauer: ca. 90 Minuten.

Die weiteren Aufführungstermine sind alle im Mai: 9./ 10. / 22./ 23./ 24. / 29./ 30./ 31. Mai, wobei die Vorstellungen freitags und samstags um 19.30 Uhr beginnen, sonntags bereits um 18.00 Uhr.

Erinnerung und Mahnung am Hochkreuz

„Erinnerung verpflichtet“, Fassadengestaltung des Künstlers AKUT, 2026 (Foto © porzerleben.de)

Seit einigen Tagen schmückt die Wand einer neu errichteten Logistikhalle am Hochkreuz im Norden von Eil ein Fassadenbild. Es ist von der Frankfurter Straße aus gut sichtbar. Was hat es damit auf sich? Das Gelände ist ein historisch belastetes Areal. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand hier eine der zu ihrer Zeit größten Sprengstoff-Fabriken Europas. Diese Dynamitfabrik Eil lieferte international Granaten, auch in Kolonialgebiete. Und 1933 nutzten die Nazis das inzwischen leerstehende Fabrikgelände für ihre SA-Führerschule, die zeitweise auch ein Schutzhaftlager umfasste. In diesem wurden bis zu 100 Männer, zumeist Kommunisten und Sozialdemokraten, über teils mehrere Wochen festgehalten und schwer mißhandelt. Viele Mittäter kamen aus dem Raum Porz, viele Opfer wohnten in deren Nachbarschaft. Erlittene innere Verletzungen führten zum Tod eines Gefolterten aus Eil. Nur sechs Täter wurden 1947 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, die Hintermänner nicht einmal angeklagt. Seitens der Stadt Porz gab es zu keinem Zeitpunkt das Bestreben, an diese Verbrechen zu erinnern.

Das Areal gelangte 2021 in den Besitz der Stadt Köln. Sie lehnte die Aufarbeitung der Geschehnisse in den noch vorhanden historischen Gebäuden ab. Das östliche und das südliche Nachbargrundstück gehörte der Immobilienholding OSMAB. Sie plante auf knapp 60.000 qm ein neues großes Logistikzentrum. Im Januar 2023 wurden gegen lokale Proteste die letzten Gebäude im Auftrag der Stadt Köln abgebrochen, sie hatte sich hierzu bereits beim Kauf gegenüber der OSMAB verpflichtet.

Die mittelständische OSMAB Holding AG hat ihren Sitz in Rösrath, ihre Anteile halten vier Personen. Über viele Tochterfirmen erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 48 Mio. Euro. Alle Aktivitäten führt der Webauftritt transparent auf, das Unternehmen hat Richtlinien zur Nachhaltigkeit, zum sozialen Engagement und zur Unternehmenskultur, welche auch „Kunst am Bau“ einschließt. Vor diesem Fassadenbild sind daher bereits vier andere Großbilder an anderen Orten entstanden. Es war der Wunsch des Gründers und Vorstandsvorsitzenden der OSMAB, Anton Mertens, in Porz einen Bezug zur Historie des Geländes zu schaffen.

2026: Maibaum-Verkauf in Porz und Umgebung

MaibaumEs ist mal wieder soweit – hier kommt die aktualisierte Liste von Verkaufsstellen für Maibäume in Porz und Umgebung:

Forstbetriebe

Das Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen bietet Maibäume aus nachhaltigen Biotopflegemaßnahmen in Schutzgebieten zur Erhaltung des Offenlandes an. Es gibt geschnittene und auch getopfte Bäume, die nach den Maitagen wieder eingepflanzt werden können. Verkauft wird am 30.4. zwischen 8 und 18:30 Uhr solange der Vorrat reicht, Der laufende Meter kostet 10€ (mindestens 25€), Kreppband 4€. Ein geschmückter, getopfter Baum kostet 15€ und kann ab sofort erworben werden. Die PKW-Zufahrt zur Abholung ist erlaubt.

Ein weiterer Verkaufsplatz ist der Hof der Forstverwaltung Rath am Königsforst, Dornarstraße Ecke Forsbacher Straße. Die Bäume liegen am 30. April zwischen 10 Uhr und 18 Uhr bereit und kosten ab 10 €.

Etwas weiter in Brück gibt es auch Bäume auf dem Parkplatz Erkermühle am Brücker Mauspfad (hinter der Kreuzung Rather Mauspfad/Lützrathstr. rechts). Die Bäume haben eine Länge von drei bis fünf Metern. Wasserfestes Kreppband in unterschiedlichen Farben und Maiherzen stehen auch zum Verkauf. Die Bäume stehen am 30. April von 9 bis 21 Uhr bereit. Der Preis beträgt 10 Euro je laufendem Meter.

In südlicher Richtung am Kreisverkehr Altenrath (Kölner Straße / Altenrather Straße) verkauft der Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, Betriebsbereich Wahner Heide, ebenfalls am 30. April zwischen 10 und 17:30 Uhr Maibäume. Die Preise beginnen bei 20 Euro pro Baum und variieren je nach Größe.

Privatverkäufe

Privatverkäufe im Porzer Raum wurden uns bisher nicht gemeldet, aber in Libur verkauft die Familie Becker Maibäume auf ihrem Bauernhof in der Pastor-Huthmacher-Straße 8. Die Bäume werden vom 28. April bis zum 30. April täglich von 10 bis 19 Uhr angeboten, auch Zubehör ist hier erhältlich. An Vortagen ausgesuchte Bäume können zudem bis zum 30.4. hier gelagert werden.

Das Floristik-Unternehmen BLUMI Bergerstraße Ecke Humboldstraße hat fleißig schon geworben. Hier werden am 29. April ab 12 bis 20 Uhr und 30. April von 8 bis 22 Uhr Bäume von 2 bis 5 Meter Länge angeboten, ab 10 Euro der Meter. Hinzu kommen evtl. gegen Aufpreis Schmuck + Herz. Zusätzlich kann auch ein Liefer- und Aufstellservice vereinbart werden.

Ansonsten bieten auch Anbieter aus der Region (z.B. Lohmar) auf ebay-kleinanzeigen oder Kalaydo Maibäume zur Abholung an.

Übrigens: Wer aufstellt, baut Ende Mai den Baum auch wieder ab! Dafür darf er/sie vom Herzenspartner eine Belohnung erwarten. Das mögliche Spektrum reicht allerdings je nach vorhandener Gunst vom Abendessen über den Kasten Bier bis zum Glas Senf.

Falls Sie Fragen zum Maibaumverkauf haben, wenden Sie sich bitte an das Forstamt der Stadt Köln (0221-221-26224) oder den Bundesforstbetrieb (02246-9154820).