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„Starke Veedel Büro“ in Finkenberg eröffnet

Heute wurde das „Starke Veedel Büro“ für das Soziale Stadt-Gebiet „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“  in den Räumlichkeiten der Evangelischen Kirchengemeinde, Theodor-Heuss-Straße 1, Finkenberg, eröffnet. Das Quartiersmanagement begleitet die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, soll die lokalen Akteure vernetzen und die Bewohner*innen zur aktiven Mitarbeit motivieren. Hier können Sie sich zudem über das Programm und die Maßnahmen informieren und eigene Ideen einzubringen.

Barbara Zillgen und Philipp Dreger vom Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH stehen montags von 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr für Anfragen zur Verfügung. Im Monat November ist der Kontakt coronabedingt ausschließlich telefonisch unter 0172 / 5411786 möglich.

„Natürlich ist es schade, dass die Eröffnung nicht gebührend gefeiert werden konnte. Wir hätten uns gerne persönlich im Veedel vorgestellt und auch die Bewohnerinnen und Bewohner zum Gespräch und zu einer kreativen Aktion eingeladen“, so Barbara Zillgen. „Wir werden aber das Beste aus der Situation machen und freuen uns, nun ein Zuhause in Finkenberg gefunden zu haben. Schon bei unserem ersten Besuch im Veedel wurden wir von vielen Menschen angesprochen und herzlich aufgenommen. Wir freuen uns einfach darauf, mit den Menschen gemeinsam Projekte und Aktivitäten auf die Beine zu stellen, die das Zusammenleben bereichern.“

Das Quartiersmanagement betreut auch den Verfügungsfond in Höhe von 66.666 Euro für Projektideen (bis Mitte 2022). Bewohnerinnen und Bewohner sowie Akteure können eine Finanzierung für Projekte und Mitmachaktionen, wie beispielsweise Workshops, Feste, Pflanzprojekte, beantragen. Selbstverständlich müssen dabei die jeweils aktuell geltenden Corona-Vorgaben beachtet werden. Erste Vorhaben wurden bereits bewilligt und befinden sich in der Umsetzung.

Bezirksvertreter*innen schauen vorwärts (1)

Die Bezirksvertretung Porz hat sich konstituiert. Sabine Stiller (CDU) ist neue Bezirksbürgermeisterin, Lutz Tempel (SPD) ihr erster Stellvertreter, Thomas Werner (GRÜNE) ihr zweiter.

CDU und GRÜNE sind für den Zeitraum 2020 bis 2025 eine Koalition eingegangen. Das kommentiert der Fraktionsvorsitzende der Porzer SPD, Dr. Simon Bujanowski so: „Es ist bedauerlich, dass die Grünen sich für eine weitere Zusammenarbeit mit der CDU und gegen einen neuen Aufbruch mit uns entschieden haben. Aber das ist Demokratie und völlig legitim. Wir sind sehr froh, dass wir Sozialdemokraten nun wieder einen stellvertretenden Bezirksbürgermeister stellen.“

Die Leitlinien des Kooperationsvertrags von CDU und GRÜNEN  vom 2. November lauten: „Porz wächst und das ist gut so. Aber mit dem Neubau von Wohnungen allein ist es nicht getan. Gleichzeitig ist es zwingend erforderlich, dass die Infrastruktur mit wächst, und das bedeutet mehr Schulen, mehr Kindergärten, mehr und bessere Verkehrsinfrastruktur. Dabei stehen für uns die Revitalisierung von Flächen sowie die Nachverdichtung vor der Inanspruchnahme neuer Flächen. Auch der Verkehr ist hierbei ein wichtiger Faktor. Wir wollen eine Gleichberechtigung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen, um sowohl dem berechtigten Anspruch auf Mobilität als auch dem Schutz der Umwelt gerecht zu werden. Die Entwicklung in Porz muss verantwortungsvoll, ressourcenschonend und nachhaltig erfolgen. Das heisst auch, dass bei jeder baulichen und verkehrstechnischen Entscheidung der Schutz und Erhalt unserer knappen Ressourcen berücksichtigt werden müssen.“ Sie werden in den drei Abschnitten „Bauen und Stadtentwicklung“, „Verkehr“ sowie „Bildung, Jugend, Sport“ präzisiert.

Im ersten Abschnitt „Bauen und Stadtentwicklung“ sticht die Prüfung der Verlagerung des renovierungsbedürftigen Rathauses an den Kreisverkehr Phillipp-Reis-Straße/Friedrichstraße mit neuem Veranstaltungssaal heraus. Dann könnte mit einem Umbau des heutigen Rathauses die Rheinpromenade belebt werden. Weitere Ziele sind neben anderen: das Erlauben der Aufstockung älterer Häuser, um den Flächenverbrauch im Wohnungsbau zu vermindern; ein Verbot von Steinvorgärten und kompletter Flächenversiegelung von Grundstücken; die Förderung von Entsiegelungen; bei neuen Wohngebieten die parallele Fertigstellung der notwendigen öffentlichen Infrastruktur.

(Wird fortgesetzt)

Sabine Stiller (CDU) neue Bezirksbürgermeisterin

Im Ablauf der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung Porz gab es diesmal keine Überraschungen: In 44 Minuten waren die Wahlen und die Verpflichtungen der neuen Mandatsträger bewältigt. Die Pressefotos der Mandatsträger entstanden sogar schon vor der Sitzung…

Sabine Stiller

Bezirksbürgermeisterin Sabine Stiller (Foto: CDU)

Überraschend (gut – es gab gestern schon erste Berichte) dafür ist für die Porzer die Bürgermeister-Personalie: Erstmals hat Porz mit Sabine Stiller (CDU) eine Bezirksbürgermeisterin.  Stellvertretende Bürgermeister sind Lutz Tempel (SPD) und Thomas Werner (DIE GRÜNEN). Sabine Stiller war erst vor wenigen Tagen für den zurückgetretenen Henk van Benthem in die Bezirksvertretung nachgerückt.

In der Sitzung, die von Helmuth Krämer (DIE LINKE) als Altersvorsitzendem geleitet wurde (Jg. 1949), stand zunächst die Zahl der stellvertretenden Bürgermeister zur Abstimmung. Ein Antrag von SPD, Die LINKE und Die PARTEI auf drei Stellvertreter scheiterte, der Antrag von CDU und GRÜNE auf zwei Stellvertreter wurde angenommen.

Zwei Listen bewarben sich sodann um die zu vergebenden Bürgermeister-Positionen: CDU und GRÜNE stellten Sabine Stiller (CDU) und Thomas Werner (DIE GRÜNEN) auf, SPD, Die LINKE und Die PARTEI die Kandidaten Lutz Tempel (SPD) und Jonas Hallmann (Die PARTEI). Die erste Liste erhielt sodann in geheimer Wahl 12 Stimmen, diese Zahl verweist auf alle Stimmen von CDU (6) und DIE GRÜNEN (4) sowie die Stimmen von FDP und AfD. Die zweite Liste erhielt 7 Stimmen, also alle SPD-Stimmen (5) sowie die Stimmen von DIE LINKE und Die PARTEI.

Sabine Stiller erklärte in ihrem kurzen Abschluss-Statement: „Ich strebe eine teamorientierte und wertschätzende Führung meines Amtes an.“ Sie ist bereits seit 2011 in der Bezirksvertretung tätig. Vorher hat sie die Kölner CDU-Ratsfraktion als sachkundige Einwohnerin im Gesundheitsausschuss beraten. Beruflich war die gebürtige Münchenerin (Jg. 1958) bis vor ihrem Ruhestand vor einigen Monaten Pflegedirektorin am Krankenhaus Porz.

Den Kooperationsvertrag zwischen CDU und Die GRÜNEN in der BV Porz für die Jahre 2020 bis 2025 finden Sie hier.

 

Schülerverkehr: KVB weitet Busangebot aus

Die KVB setzt mehr als 180 zusätzliche Busfahrten pro Tag auf insgesamt 23 Linien an. Auf diese Weise soll die Situation auf besonders ausgelasteten Strecken entspannt und das Ansteckungsrisiko für die Fahrgäste verringert werden. Bereits seit dem 8. September sind auf insgesamt 14 Buslinien 28 Busse privater Unternehmer für 32 Verstärkerfahrten im Einsatz.

Die zusätzlichen Busse werden dabei nur auf den Abschnitten mit einer besonders hohen Auslastung eingesetzt. Die Zusatzbusse, überwiegend Reisebusse, fahren jeweils unmittelbar hinter den regulären Bussen her. Zu den Ausnahmen gehört die Linie 164, die nach Schulschluss ab der Haltestellen Zündorf bzw. eine eigene Abfahrtszeit erhält. Die Zeiten sind in den Aushangfahrplänen vor Ort, der Fahrplanauskunft und in der APP zu erfahren. Die Situation im Schülerverkehr wird weiter intensiv beobachtet. Die Maßnahme soll komplett aus den Mitteln finanziert werden, die die NRW-Landesregierung zur Verbesserung des Infektionsschutzes im Schülerverkehr zur Verfügung stellt. Die zusätzlichen Fahrten sind im Internet unter www.kvb.koeln/schuelerverkehr aufgeführt.