SPD

SPD Porz/Poll mit neuem Vorstand

v.l. Sigita Gelbach, Birgit Kaven und Pascal Pütz (© SPD Porz)

Der SPD-Stadtbezirk Porz/Poll hat auf seiner Stadtbezirkskonferenz einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende ist Sigita Gelbach. Sie ist Lehrerin an einem Kölner Gymnasium und gerne im Porzer Vereinsleben vernetzt. Als Mitglied der Bezirksvertretung Porz sowie dem Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration engagiert sie sich in der SPD, um dazu beizutragen, unsere Welt sozialer, gerechter und solidarischer zu machen. Zu stellvertretenden Vorsitzenden im neuen Vorstand wurden Nils Berner und KarlHeinz Pepke gewählt. Das Amt des Kassierers übernimmt künftig Klaus Blöck. Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören dem neuen Vorstand an: Katrin Blohm, Sara Färber, Beate Hens-Huppertz, Christian Joisten, Ingo Jureck und Lutz Tempel. Ebenfalls weiterhin als Beisitzer im Vorstand vertreten sind Pascal Pütz sowie Birgit Kaven. Als Revisoren wurden Andreas Albrecht, Christian Haist und Peter Gelbach gewählt.

Sigita Gelbach dankte ihrem Vorgänger Pascal Pütz sowie Birgit Kaven als scheidender Geschäftsführerin ausdrücklich für ihre wichtigen Impulse für den Stadtbezirk in den vergangenen sieben Jahren. Pascal Pütz verzichtete auf eine Wiederwahl wegen seiner neuen Verpflichtungen als Ratsherr und Geschäftsführer der Kölner SPD-Fraktion. Der neue Vorstand traf sich unmittelbar nach seiner Wahl zu einem Workshop. „Wir wollen die SPD vor Ort weiter stärken und sichtbar machen. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir das als SPD geschlossen und engagiert schaffen werden. Wir möchten die Gremien stärken, aber auch nutzen, um konkrete Missstände sichtbar zu beseitigen“, erklärte Gelbach. Ziel sei es, die Vernetzung in den Stadtteilen weiter auszubauen und die sozialdemokratischen Themen nah an den Menschen zu vertreten.

Bettina Jureck neue SPD-Fraktionsvorsitzende

Bettina Jureck (Foto © SPD Porz)

Zur neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz wurde Bettina Jureck aus Ensen gewählt. Seit 2020 gehört sie der Bezirksvertretung an und ist zugleich Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Poll, Ensen/Westhoven: „Kommunalpolitik ist spannend, hier kann man Dinge vor Ort bewegen. Es gibt große und kleine Themen, für die es sich lohnt zu kämpfen.“

Die Industriekauffrau möchte ihr politisches Augenmerk auf die Themen bezahlbarer Wohnraum und verlässlicher Nahverkehr und mehr Chancengleichheit richten. Dabei sieht sie große Potenziale im Stadtbezirk: „Wir haben in Porz ein quirliges Vereinsleben und ein enormes soziales Engagement. Dieses Potential muss genutzt werden. Soziale Teilhabe für Jung und Alt, mehr Wertschätzung des Ehrenamts und soziale Gerechtigkeit sind mir wichtige Anliegen.“

Unterstützt wird Bettina Jureck von den neu gewählten stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Jutta Komorowski und Nils Beuthert.

Bezirksvertretung beschließt Radstreifen auf Kölner Straße

spdporzGegen die Stimmen von CDU, AFD und FDP fasste die Porzer Bezirksvertretung in ihrer vergangenen Sitzung einen erweiterten Planungsbeschluss zur Einrichtung eines separaten Radstreifens auf der Kölner Straße zwischen Berliner Straße und Friedrich-Ebert-Ufer. Die ursprüngliche Planung von 2022 wurde mehrfach in Verkehrsausschuss und Bezirksvertretung diskutiert und auch mit Stimmen der CDU angepasst.

Die SPD in Poll, Ensen, Westhoven begrüßt die Entscheidung und sieht in ihr einen wichtigen Schritt für sicheren Fahrradverkehr. Bettina Jureck, SPD-Bezirksvertreterin in Porz, lobt die Hartnäckigkeit auch der Verwaltung: „Unsere Vorschläge wurden durch die Verwaltung im Runden Tisch Radverkehr Porz ernst genommen und in die Planung aufgenommen – etwa beim Erhalt der Parkplätze am Ensener Friedhof. Für die Leistungsfähigkeit des Autoverkehrs und zur Vermeidung von Staus sind wir Kompromisse eingegangen, z. B. an der Gremberghovener Straße, wo der Radstreifen nicht auf der Fahrbahn weitergeführt werden kann. Für uns steht fest: Alle Verkehrsarten brauchen eine sichere und möglichst eigenständige Führung. Ohne einen Beschluss wird auch die Straße nicht saniert. Die SPD steht hinter der gefundenen Lösung und setzt sich zusätzlich für eine Radverbindung über den Blauen Stein als RadPendlerRoute unabhängig vom Autoverkehr ein.“

KVB-Shuttle ISI wird zum Jahresende eingestellt

Die den Londoner Taxis ähnelnden ISI-Autos verschwinden nach dem Auslaufen des
Pilotprojekts aus dem Straßenbild Porz. Sehr zum Nachteil der vielzähligen Nutzerinnen und Nutzer. SPD-Fraktion in der BV Porz fordert die Aufrechterhaltung des Dienstes in der kommenden Sitzung.

Mit einer lapidaren Mitteilung im vergangenen Monat setzte die Verwaltung die politischen Gremien in Porz und Köln darüber in Kenntnis, dass das On-Demand-Angebot „ISI“ von Seiten der KVB nicht über den Dezember 2024 hinaus angeboten werden kann. Der Abschlussbericht zeigt deutlich: In Porz ist ISI gut nachgefragt und deckt weiße Stellen des regulären ÖPNV-Angebots gerade für die ältere und weniger mobile Bevölkerung ab. Somit bedeutet die Einstellung des autonomen On-Demand-Verkehrs vor allem wieder ein Nachteil für den Stadtbezirk Porz.

Marktplatz Ensen: Neugestaltung kommt 2026

Die lang erwartete Neugestaltung des Marktplatzes in Ensen als Ortsmittelpunkt wird wieder aufgenommen. Personalmangel in der Stadtverwaltung verzögerte sie mehr als ein Jahr, erst nach der Einstellung neuer Mitarbeiter im April wurde sie fortgesetzt. Wie SPD-Bezirksvertreterin Bettina Jureck aus der Stadtverwaltung erfuhr, sind inzwischen bereits einige offene Fragen mit verschiedenen Ämtern geklärt. Aktuell wird geprüft, ob es mögliche Änderungen der Versorgungsträger berücksichtigt werden müssen. Die überarbeiteten Pläne sollen bald in der Bezirksvertretung Porz vorgestellt zu werden.

Bettina Jureck: „Der erste Planungsbeschluss stammt aus dem Jahr 2016. Natürlich hätten wir uns schnellere Fortschritte gewünscht, da ja auch die Finanzierung der Umgestaltung längst geklärt ist.“ Der Baubeginn soll im Jahr 2026 erfolgen.

SPD Poll kritisiert geplante Sparkassen-Schließung

Die Sparkasse KölnBonn beabsichtigt zwölf weitere Filialen zu schließen, darunter auch die Filialen in Poll, Humboldt und Deutz. Bettina Jureck, örtliche SPD-Bezirksvertreterin, kritisiert: „Durch die Schließung der Sparkassen in Poll, Humboldt und Deutz wird es Umkreis von Poll keine erreichbare Filiale mehr geben. Dass in einzelne Filialen die Kundenfrequenz möglicherweise tatsächlich reduziert sind, kann durchaus sein. Mit der erneuten Schließung der Filialen entfernt sich diese kommunale Institution weiter von ihren Kund*innen.“

Daher fordert die SPD Poll die Aufsichtsgremien auf, diese flächendeckende Schließung zu überdenken und alternative Einsparvorschläge zu prüfen.