SPD

SPD-Ortverein: Bettina Jureck in Poll bestätigt

Der neue SPD-OV (Foto: S. Linde)

Der SPD-Ortsverein Poll, Ensen, Westhoven hat auf seiner Jahreshauptversammlung seine bisherige Vorsitzende Bettina Jureck bestätigt. Unter 3G-Bedingungen wählte er als stellvertretende OV-Vorsitzende wurden Martina Heukrodt, Ingo Jureck und Madeleine Helmrich. Neu gehören dem geschäftsführenden Vorstand Petra Wallraff-Becker als Schriftführerin und Marion Weck als Kassiererin an. Thomas Schneemann übernimmt vom SPD-Ratsherrn und neuen Beisitzer Lukas Lorenz den Job des AK-Leiters Poll. Das ehemalige Mitglied der Bezirksvertretung Porz, Karl-Heinz Pepke, übernimmt den AK Ensen/Westhoven.

Aufgrund des hohen Interesses stockte die Mitgliederversammlung die Anzahl der Beisitzer um zwei Plätze auf. Besitzer sind nun Simon Bujanowski, SPD-Fraktionsvorsitzender in Porz, sowie Beate Hens-Huppertz, Andrea Brühl und Magnus Krüger. Als Revisoren*innen wurden Claire Melchior, Silke Strecke und Fabian Kösters gewählt. Damit ist der OV-Vorstand auch weiterhin mehrheitlich „in weiblicher Hand“.

Bettina Jureck, die den Ortsverein seit drei Jahren führt, sprach in ihrem Vorstandsbericht die zwei anstrengenden, aber für die SPD erfolgreichen Wahlkämpfe im letzten Jahr an und hob die zahlreichen öffentliche Veranstaltungen und Aktionen des mitgliederstärksten SPD-Ortsvereins im Stadtbezirk hervor. Kommunalpolitische Themen wie die Zukunft des Lehrschwimmbeckens in Ensen, das für Poll wichtige Verkehrskonzept Deutzer Hafen oder aber auch die Ansiedlung eines Vollversorgers am Poller Marktplatz werden auch weiterhin die politische Agenda bestimmen. Traurig stimmte die Sozialdemokrat*innen allerdings der Verzicht von Jochen Ott auf eine erneute Landtagskandidatur im kommenden Jahr. „Für die Bürger*innen in Poll, Ensen, Westhoven und auch unsere Belange als Ortsverein hatte er stets ein offenes Ohr und vieles politisch angestoßen, was wir sehr an ihm geschätzt haben“, so die Vorsitzende Bettina Jureck.

REWE kommt 2024 nach Poll

An der Stelle des leer stehenden Poller Hauses an der Siegburger Straße wird in Zukunft ein REWE Supermarkt mit Frischetheke entstehen. Der Immobilienentwickler WvM teilte nun mit, dass es mit REWE den Abschluss eines Mietvertrages gebe. Demnach beginnt der Abriss des Poller Hauses noch im Jahr 2021. Fertig gestellt sein soll der Neubau im Jahr 2024.

Das örtliche Ratsmitglied Lukas Lorenz begrüßt die Neuigkeit: „Das ist die wichtigste Neuigkeit für Poll in den letzten zehn Jahren. Endlich werden die Poller*innen wieder ein Angebot für den täglichen Bedarf in der Poller Ortsmitte finden. Zudem entstehen dort über 30 neue Wohnungen und auch der Marktplatz bekommt dann hoffentlich ein ‚freundlicheres Gesicht‘. Für Poll ist das eine sehr gute Nachricht.“ Der Porzer SPD-Fraktionschef Simon Bujanowski ergänzt: „Endlich zahlt sich die langjährige Arbeit aus. Der Abriss des Poller Hauses bietet eine große Chance. Dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft haben wir genug Druck machen können, damit hier kein Discounter, sondern ein echter Supermarkt, ein Vollversorger, entsteht. Nun muss die Stadt alle Genehmigungen so schnell wie möglich erteilen, damit der Neubau auch wirklich 2024 stehen kann und einen neuen Aufbruch für Poll ermöglicht.“

Lambert Trompetter verstorben

Lambert Trompetter (Foto: SPD)

Der langjährigen SPD-Genosse und ehemalige SPD-Bezirksvertreter Lambert Trompeter verstarb Ende Juni im Alter von fast 87 Jahren in Porz-Ensen. Bettina Jureck würdigte ihn: „Lambert war ein wahres SPD-Urgestein, unserem Ortsverein über viele Jahrzehnte eng verbunden und in vielen Funktionen aktiv. Sein ehrenamtliches Engagement begann er bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Gewerkschaftsarbeit. Schon mit 23 Jahren wurde er zum Betriebsratsvorsitzenden beim Porzer Unternehmen Dielektra gewählt. Von 1962 bis 1977 war er 2. Bevollmächtigter der IG Metall.

Der SPD trat er 1968 bei und war ihr weit über 50 Jahre hinaus solidarisch verbunden. Auch im Vereinsleben war Lambert Trompetter fest verwurzelt, 10 Jahre zum Beispiel als Vorsitzender der Begegnungsstätte Engelshof, dem heutigen Bürgerzentrum Engelshof. Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde er bereits 1984 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Mit Lambert verlieren wir einen unserer erfahrensten und engagiertesten Genossen. Er war bis zuletzt in unserem Ortsvereins politisch aktiv und gab uns noch im letztjährigen Kommunalwahlkampf wertvolle Ratschläge. Sein Tod hat uns tief betroffen. Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Familie. “

Jürgen Schumann verstorben

Porz verliert einen seiner engagiertesten Söhne

von Pascal Pütz, Stadtbezirksvorsitzender Porz/Poll

Am Wochenende ist Jürgen Schumann im Alter von 84 Jahren friedlich entschlafen. Unser Freund und Genosse, der den Aufbau der Porzer Sozialdemokratie in den 60er und 70er Jahren maßgeblich prägte, setzte sich bis zuletzt zum Wohl von Porz und Köln nachhaltig ein. Dies tat Jürgen aus den unterschiedlichsten Rollen heraus. Neben vielen Pateiämtern wirkte er über Jahrzehnte vor allem in den kommunalen Vertretungen der Städte Porz und Köln mit, zuletzt 25 Jahre im Rat der Stadt Köln. Unvergessen bleiben seine zahlreichen Bürgersprechstunden und sein direkter Kontakt in die Wahlkreise. Bürgernähe war immer seine Mission.

In der Porzer Bevölkerung waren vor allem seine filmischen Dokumentationen über die Entwicklung der Stadt Porz und ihrer Stadtteile geschätzt. Seine Filme und Vorträge füllten regelmäßig die Säle in Porz und waren beliebte Heimatgeschenke. Ganz besonders lagen ihm dabei schon früh ökologische Aspekte sehr am Herzen. Zuletzt arbeitete er gemeinsam mit dem Forstamt der Stadt Köln an einer Dokumentation über den Kölner Wald. Als gelernter Journalist hat Jürgen Schumann aber auch auf der Gesamtkölner Ebene bleibende Spuren hinterlassen. Unzählige Male hat er seine filmischen Dokumentationen der Kölner Städtepartnerschaften in der Piazetta des Historischen Rathauses einem stets begeisterten Publikum vorgestellt. Damit ist er über viele Jahre einer der wichtigsten Dokumentatoren dieser kommunalen „Außenpolitik“ geworden. Gerne erinnern wir uns aber auch an die langen und ausgiebigen Wanderungen mit Jürgen durch die Wahner Heide. Bei jeder Wanderung lernte man stets neue Details über dieses besondere Naturschutzgebiet sowie dessen Flora und Fauna.

Marktplatz Ensen: SPD kritisiert Verwaltung

SPD-Fraktionschef Dr. Simon Bujanowski übt erhebliche Kritik an der Verzögerung und der Verfahrensdauer für die Umgestaltung des Ensener Marktplatzes. Erste Pläne wurden der Bezirksvertretung 2015 vorgestellt, 2019 kündigte die Verwaltung einen Baubeginn für 2021 an. Nun lautet die Antwort auf eine SPD-Nachfrage, man stehe „kurz vor der Finalisierung der Entwurfsplanung“, Baubeginn nicht vor 2023/2024.

„Da ist ja jede Schnecke schneller. Völlig unverständlich, dass trotz gesicherter Finanzierung eine Planung so lange dauert. Die Gestaltungswünsche wurden in den vergangen Jahren mit den Anliegern und vor allem auch der sehr aktiven Bürgervereinigung Ensen/Westhoven ausgiebig erörtert und abgestimmt. Eine Realisierungsdauer von fast 10 Jahren für die Aufwertung einer Platzfläche mit Bänken, Pflanzinseln, Beleuchtung und neuer Pflasterung ist nicht hinnehmbar. Das ginge linksrheinisch und in der Innenstadt schneller. Ich frage mich, warum Porz immer hinten ansteht. Nach Schließung der Zentrums für Therapeutisches Reiten, der Verzögerung des Gutachtens zum
Lehrschwimmbecken und dem Stillstand in Sachen Leinpfad ein weiterer Beweis, dass der Blick aus dem Kölner Rathaus nicht bis Porz reicht. Ich fordere deshalb, dass der zuständige Baudezernent in der Bezirksvertretung zu den ‚Nicht-Bauprojekten‘ einmal Rede und Antwort steht.“

SPD: Stillstand bei Linie 7-Verlängerung

Auch in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Porz kann die Stadtverwaltung nichts Neues zur Verlängerung der Linie 7 berichten. Dies hat sie den Fraktionen mitgeteilt. In ihrer Sitzung am 4. März hatte die Bezirksvertretung auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig einen Sachstandsbericht gefordert. Zuvor hatte die Bezirksvertretung den Druck erhöht und bereits am 07. Mai 2020 ebenfalls auf Initiative der SPD beschlossen, den Rat der Stadt Köln zu bitten, die Planung für die Verlängerung an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG zu übertragen.

Dazu erklärt Dr. Simon Bujanowski, SPD-Fraktionsvorsitzender in der BV Porz: „Seit dem Beschluss ist schon wieder fast ein Jahr ins Land gezogen. Es ist unerklärlich, dass sich die Verwaltung nicht in der Lage sieht, einen aktuellen Projektstand mitzuteilen. Das kann doch nur bedeuten, dass sie ihre Hausaufgaben nicht erledigt und die KVB immer noch nicht beauftragt hat.“