Friedrich-Ebert-Ufer

Aus porzerleben.de/porz-wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Historisches, veränderte Straßennamen[Bearbeiten]

Über die Geschichte dieser Straße deutlich vor dem 20. Jahrhundert gibt es offensichtlich kaum Quellen. Bei einer Rheinbesichtigung 1755 zu den Schäden durch Rheinhochwasser notierte der jülisch-bergische Ingenierhauptmann Mansfeld für das Dorf Porz: Er habe das Rheinufer so weit eingerissen gefunden, daß der Weg überwiegend abgesunken war. Der Rhein drohe die Häuser jenseits des Weges abzutreiben. Das hohe, faule Ufer sei nur unter Gefahr und Schrecken zu befahren. Er empfahl den Bau eines neuen Weges ostwärts des Dorfes. Doch auch in den nächsten zehn Jahren wurden weder der Uferweg instand gesetzt noch eine östlicher Weg geschaffen[1]

Der Weg tritt erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts als "Uferstraße" aus den Aufzeichnungen. 1933 wird die Uferstraße gleich nach der Machtübernahme der Nazis in "Adolf-Hitler-Ufer" umbenannt. Nach dem 2. Weltkrieg erhielt sie dann ihren heutigen Namen "Friedrich-Ebert-Ufer".

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

  1. Ab Hochhaus Lindenhof bis Fischerweg; 18-20 (O)
  2. bis Bennauerstraße; 22-34a (O)
  3. bis Bahnhofstraße; 49 (W) 40-48 (O)
  4. bis Hackenbroischsgäßchen; 50-54 (O)
  5. bis Rathausstraße; 58-70 (O)
  6. bis Steinstraße; 102-116 (O)

Veränderte Hausnummern, historische Abzweige[Bearbeiten]

Die Hausnummern in der Straße wurden nach 1957 verändert. Anstelle der heutigen geraden Nummern wurden vorher zunächst fortlaufende Nummern vergeben. Dabei begann die Zählung an der Bennauer Straße. Das Haus Nr. 1 wurde 1938 neu gebaut, heute ist hier die Nr. 22 zu finden.

Denkmalgeschützte Bauwerke[Bearbeiten]

Unter Denkmalschutz steht:

  • im Abschnitt 3-5: die Uferanlage; ihre Gestaltung begann im Jahr 1907 mit dem Bau einer Dampfer-Anlegebrücke (eröffnet am 25.09.1907). Sie wurde in den Folgejahren bis ca 1913 u.a. durch die Wiederherstellung und Befestigung des Leinpfads, Planierungen und der Pflanzung von 400 Linden fortgesetzt. Um 1923/24 ergänzte dann ein Kriegsdenkmal mit Treppenaufgängen und eine steinerne Ufermauer das Bild der Rheinpromenade.

Weitere historische Bauwerke[Bearbeiten]

  1. zit. nach Jürgen Huck: Der Rhein und seine Ufer. In: Unser Porz 14.1972, S. 29.