Brauerei Immendorf

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Historie[Bearbeiten]

Inserat, Kölnische Zeitung v. 28.4.1847

1847 findet sich erstmals in der Kölnischen Zeitung ein Inserat des Niederzündorfer Gastwirts und Brauers Jacob Immendorf (1822-1887). Der Gutsbesitzer hatte ein stattliches Gebäude Ecke Gütergasse und Leinpfad erworben, das von der Kaufmannsfamilie Boullé gebaut worden war - aus dem Haus Boullé wurde nun die Villa Immendorf. Hier gründete Immendorf auch gegenüber der Klosterkapelle seine Brauerei. 1866 entstand seinem Haus gegenüber ein Bier- und Eiskeller. Das Unternehmen expandierte in den folgenden Jahrzehnten östlich der Hauptstraße. Auf einer Fläche zwischen heute Westfeldgasse und Schmittgasse[1] entstanden 1874 zunächst ein zweiter Bier- und Eiskeller, 1879 eine Mälzerei, im Winter 1884 eine dampfgetriebene Eismaschine.

Nach dem Tod von Jacob Immendorf führte zunächst seine Witwe Adelheid, geb. Früh (+1908), das Unternehmen fort. 1905 übernahm der Sohn Peter Immendorf die Leitung und ließ die Firma erstmals im Handelsregister eintragen[2]. Die Brauerei firmierte drei Jahre später als "Hubertus-Brauerei Peter Immendorf". Bereits wenige Jahre später trat 1913 der Enkel des Gründers, Jacob (1885-1966), in das Unternehmen ein, er hatte bereits 1911 die Brauertochter Netty Früh geheiratet. Jacob belebte 1918 durch die Gründung der Firma Sternbrauerei Jacob Immendorf, Wahn auch kurzzeitig den Wahner Brau-Standort. 1922 fusionierte die Hubertus-Brauerei mit zwei anderen Unternehmen, hieraus entstand die "Kölner Union Brauerei". 1938 wechselte der Namen zurück zu "Hubertus Brauerei". Jacob Immendorf blieb bis zu seinem Tod Mehrheitseigner der Brauerei, die später von der Küppers Brauerei aufgekauft wurde. In den achziger Jahren wurde die Produktion von Hubertus Pils zugunsten von Sion Kölsch eingestellt.

Doch bereits seit der Fusion von 1922 braute das Unternehmen nur noch in Müngersdorf, die Zündorfer Produktionsstätte war hingegen bereits um 1914 stillgelegt worden. Die Produktionsgebäude sowie der Schornstein der Brauerei, jahrzehnte lang ein Wahrzeichen Zündorfs, wurden im August 1933 abgebrochen[3]. An sie erinnern nur noch die Straße Am Alten Brauhaus und ein tradtionelles, bereits um 1880 errichtetes Gasthaus in der Hauptstraße 155, das heute unter dem Namen "Hubertusklause" geführt wird.

Quellen, Literatur, Links[Bearbeiten]

Boley, Karl H.: 1000 Jahre Zündorf am Rhein. Köln 2008.
Unternehmensgeschichte der Brauerei Jacob Immendorf (Link)

  1. Heute erinnert an dieser Stelle die Straße Am Alten Brauhaus an das Unternehmen.
  2. vgl. Kölnische Zeitung v. 16.5.1905
  3. vgl. General-Anzeiger v. 5.8.1933.