Leinpfad

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Historie[Bearbeiten]

Unmittelbar entlang des Rheins befanden sich schon seit vielen Jahrhunderten Treidelpfade für Tiere oder Menschen, die rheinaufwärtsfahrende Schiffe zogen. Diese Wege waren zunächst weitgehend unbefestigt und mussten nach jedem Rheinhochwasser wieder instand gesetzt werden. Sie verliefen nicht überall auf beiden Seiten des Rheins, sodaß beim Treideln auch immer wieder der Rhein zu überqueren war. Auf der Länge des Rheinufers der Region Porz bestand ein durchgängiger Leinpfad, häufig aber war er in sehr schlechter Verfassung. Lange Jahrhunderte waren die anliegenden Dörfer und Gemeinden verpflichtet, den Leinpfad zu erhalten - was sie aber eher widerwillig und daher sehr nachlässig befolgten.

Sperrung in Westhoven[Bearbeiten]

1935 wurde der Leinpfad in der Westhovener Aue auf einer Länge von 1100 Metern unterbrochen. Ursächlich war der Bau einer Pionierkaserne, zunächst verschleiert als Errichtung einer bäuerlichen Werkschule und landwirtschaftlichen Versuchsanstalt des Reichsnährstands[1]. Weil nach dem 2. Weltkrieg die Belgier die Kasernenanlagen nutzten und ausbauten, dauerte die Unterbrechung bis in die 1970er Jahre weiter an. Bereits 1966 bis 1968 gab es ergebnislose Gespräche über eine mögliche Öffnung. Die Gespräche wurden zur Mite der 1970er Jahre erneut aufgenommen, im Gespräch war eine zumindest zeitweise Öffnung an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen.

(Ergänzung erwünscht)

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

Der Neue Tag v. 13.5.1936 - "Rheinufer von Porz bis Westhoven"

  1. vgl. Der Neue Tag v. 20.8.1935 (mit Bildern).