Am Krausbaum

Aus porzerleben.de/porz-wiki

Historisches[Bearbeiten]

Diese sehr alte Verbindung führte ursprünglich vom Dorf Lind nach Wahn und Oberzündorf. Nach Fertigstellung der Eisenbahntrasse verschwenkte die Verbindung über den heute noch vorhandenen Dammweg Richtung Wahner Bahnhof. In den 1930er Jahren wurde das Teilstück westlich der Frankfurter Straße eingezogen. Das Reststück von Lind bis zur Frankfurter Straße nannten die Einwohner traditionell den Leichweg, wurde er doch auch für die Begräbniszüge von Lind zum Wahner Kirchhof genutzt. Im Juli 1935 änderte der faschistische Gemeinderat der Gemeinde Porz die Bezeichnung in Erich-Hellwig-Straße[1]. Auch die Fortsetzung der Straße in Lind in weitem Bogen zur Frankfurter Straße zurück trug diesen Namen.

In den Jahren 1937 bis 1940 entstanden auf den Flurstücken 5 Nr. 962 insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser. Errichtet wurden sie von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft "Großgemeinde Porz eGmbH". In jedem Gebäude wurden Wohnungen für sechs Familien geschaffen. Die Gebäude standen bis zum Jahr 2016. Dann wurden sie abgebrochen, auf ihren Flächen stehen heute Einfamilienhäuser als Doppelhäuser.

Nach dem Ende der NS-Herrschaft benannte der Gemeinderat Porz die Straße 1945 in Friedrich-Ebert-Straße um. Durch den Bau der Autobahn A59 im Jahr 1970 wurde die Verbindung nach Lind unterbrochen und in eine Straße auf Wahner Grund und eine Straße auf Linder Grund getrennt. Im Mai 1973 benannte der Rat der Stadt Porz as Wahner Teilstück in Am Krausbau, das Linder Teilstück in Am Linder Kreuz um. Zu dieser Zeit gab es in der Straße Am Krausbaum im Norden bereits die Hausnummern 7 bis 17, im Süden die Hausnummern 4 bis 26.

Die Kleingärten entstanden erst nach Fertigstellung der A59.

Die Ulme um 1902, AK-Ausschnitt (Verlag Schneider, Wahn)

Namensgebend: Der Krausbaum[Bearbeiten]

Namensgebend für die Straße ist eine kleinblättrige Ulme (ulmus campestris), im Kölschen "Kruusboom" oder "Kruschbaum" genannt. Dieser Krausbaum stand an dieser Straße nahe der Frankfurter Straße in Wahn und hier direkt an der Friedhofsmauer. Es war nicht irgend eine Ulme, sondern ein mächtiger, Jahrhunderte alter Baum, der schon frühe Landkarten als weit sichtbare Landmarke nachweisen. Zu den Ausmaßen der Ulme finden sich verschiede Angaben. Am wahrscheinlichsten ist ein Stammunfang von 7,40 bis 8,0 Metern bei einer Höhe von 27 Metern. Vier Erwachsene konnten mit ausgebreiteten Arbeim den Baum nicht umschlingen. 1929 wurde der Baum weitgehend gekappt, im November 1938 dann der Stamm-Torso gesprengt und entfernt.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

  1. von Frankfurter Straße bis Winkelsmaar; 7-17 (N) 4-26 (S)
  2. bis Iltisweg; 21 (N) 28-28f (S)
  3. bis vor Autobahn A59; 30, 32, 32b, 34, 44 (S)
  4. als südliches Karee mit Anbindung an Winkelsmaar; 30a-30c (W) 34a-34c (O) 26-38a (S)

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

Zitate und Handlungen 1927/28: siehe Kreisarchiv RBK A348 ab S. 4

  1. Zu Erich Hellwig siehe Am Linder Kreuz.