Alfred-Nobel-Straße

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Historisches[Bearbeiten]

Die Alfred-Nobel-Straße war früher ein Abschnitt des sehr alten Mühlenwegs zwischen Eil und der Porzer Windmühle. 1859 unterbrach die Eisenbahntrasse diese Verbindung, ein beschrankter Bahnübergang führte ebenerdig über sie hinweg. In der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts wurde an der Straße der Porzer Friedhof angelegt. Damit führten Beerdigungszüge vom Dorf Porz und der Urbacher katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus hierher. Ganz im Osten mündete die Straße schließlich in die Bergerstraße. Noch 1909 genehmigte der Gemeinderat "die Aufstellung von vier Laternen am Mühlenwege zwischen Eisenbahn und Eilerstraße am Porzer Kirchhof vorbei"[1]. Dann aber zerschnitten Industrie und Wohnungsbau den Verlauf. 1916 beschloss der Gemeinderat, den nördlichen Mühlenweg in Friedrichstraße umzubenennen. Ihre Zählung begann an der Bahnhofstraße und endete an der heutigen Bergerstraße. Dies blieb bis in die 1960er Jahre so. Luftbilder zeigen eine lange baumbestandene Straße, östlich der heutigen Ohmstraße standen bis 1960 nur drei Häuser auf weitem Feld. 1965 wurde der Bahnübergang durch eine Fußgängerbrücke ersetzt. Zugleich hatte der Verkehr auf der Kreuzung Bergestraße/Humboldstraße stark zugenommen, daher wurde die bisherige Friedrichstraße durch einen Wendehammer abgebunden. So entstand aus einer wichtigen Straße Verbindungsstraße eine Anliegerstraße. Sie erhielt den Namen Alfred-Nobel-Straße.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

  1. Ab Wendehammer nahe Bergerstraße bis Einmündung Hagener Straße; 1-23 (S) 2-16 (N)
  2. bis Kreuzung Ohmstraße; 27-49 (S) 18-34 (N)
  3. bis Einmündung Röntgenstraße; 53-57 (N) Friedhof (S)
  4. bis Knick Im Porzer Feld; Friedhof (S)

Veränderte Hausnummern, historische Abzweige[Bearbeiten]

Durch die Umbenennung von Friedrichstraße in Alfred-Nobel-Straße war die neue Straße nicht nur kürzer, sie wurde auch umgedreht. Die Zählung beginnt seitdem auf der Seite der Bergerstraße und die ungeraden Nummern wurden an die Häuser auf der Südseite vergeben.

  1. Kölner Lokal-Anzeiger v. 6.8.1909.