Kategorie: Porz

Porz-Themen ohne gesonderte Rubrik: Zum Beispiel Bürgerschaftliches Engagement, Verkehr, Historie, sonstige Ereignisse

Wochenende 11.+12. September: Tag des offenen Denkmals

Der seit 1993 alljährlich stattfindende „Tag des offenen Denkmals“ findet dieses Jahr unter dem Motto „Sein & Schein“ bundesweit am 11. und 12. September statt. Aus Anlass des Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gibt es in Köln zahlreiche Denkmäler, die verdeutlichen, dass die Stadtgeschichte vielfältig von jüdischen Bürger*innen mitgestaltet wurde und wird. Auch im Bezirk Porz gibt es hierzu verschiedene Veranstaltungen und Besichtigungsmöglichkeiten, wobei für einige der Veranstaltungen eine frühzeitige Anmeldung erforderlich ist.

Samstag

  • Alexianer-Fachkrankenhaus, Kölner Str. 64: 14 und 15:30 Uhr – Vortrag „Von der Anstalt zum psychiatrischen Fachkrankenhaus“, Teilnehmerbegrenzung, Anmeldung bis 7.9. unter denkmal.koeln@alexianer.de.
  • Fort IX, Festung in Westhoven, Porzer Ringstr. 50: 11 und 15 Uhr Führung durch Fortis Colonia e.V. Teilnahmebeschränkung, Taschenlampe, Anmeldung bis So. 5.9. unter fort-ix-koeln@web.de.
  • Lukaskirche, Mühlenstraße 2: 14-18 Uhr Kirchenbesichtigung, 16 Uhr – Vortrag „Jüdisches Leben in Porz?!“
  • Myrameterstein Leinpfad Strom-km 679,5: 10-13 Uhr stündlich: Vortrag Bürgerverein Ensen-Westhoven „Der Myriameterstein als Vermessungsmarkierung“
  • Nikolauskapelle, Ensen: 10-13 Uhr – stündliche Führungen durch den Bürgerverein Ensen-Westhoven
  • Rodenkirchener Autobahnbrücke: 10 und 12:30 Uhr – Besichtigung mit der Autobahn GmbH, keine Kinder, 50m Aufstieg über Leiteranlage, enge Räume, Teilnehmerbegrenzung, Anmeldung bis Mo. 6.9. unter bruecke.denkmal@stadt-koeln.de.

Sonntag

  • Alexianer-Fachkrankenhaus, Kölner Str. 64: 10 und 11:30 Uhr – Vortrag „Von der Anstalt zum psychiatrischen Fachkrankenhaus“, Teilnehmerbegrenzung, Anmeldung bis 7.9. unter denkmal.koeln@alexianer.de.
  • Fort IX, Festung in Westhoven, Porzer Ringstr. 50: 11 und 15 Uhr Führung durch Fortis Colonia e.V. Teilnahmebeschränkung, Taschenlampe, Anmeldung bis So. 5.9. unter fort-ix-koeln@web.de.
  • Lukaskirche, Mühlenstraße 2: 14-18 Uhr – Kirchen- und Turmbesichtigung;  12:15 Uhr Führung „Der jüdische Jesus im Lukas-Bilder-Zyklus“; 13 Uhr Vortrag „„Was hat die berühmteste Schauspielerin Israels, Orna Porat, mit der Lukaskirche zu tun?“
  • Myrameterstein Leinpfad Strom-km 679,5: 10-12 Uhr stündlich: Vortrag Bürgerverein Ensen-Westhoven „Der Myriameterstein als Vermessungsmarkierung
  • Nikolauskapelle, Ensen: 10-12 Uhr – stündliche Führungen durch den Bürgerverein Ensen-Westhoven
  • Zündorf: 16:30 Uhr – Führung/Spaziergang des Amt für Denkmalschutz, Köln „Jüdische Spuren“. Teilnehmerbegrenzung, auf Friedhof Kopfbedeckung bei männlichen Personen, Anmeldung bis Di. 7.9. unter zuendorf.denkmal@stadt-koeln.de,

Die Broschüre mit allen Veranstaltungen in Köln finden Sie als PDF hier.

Weltkriegsbombe in Gremberghoven gefunden

– aktualisiert –

Weltkriegsbonmbe

Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland mit den beiden Bomben (Foto: Stadt Köln)

Im Bereich Hohenstaufenstraße/ Cimbernstraße in Gremberghoven sind am Mittwoch, den 25.08. vormittags zwei Fünf-Zentner-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Sie wurden noch am selben Tag gegen 20 Uhr entschärft, fast 3.000 Personen waren betroffen. Der Evakuierungsradius betrug 300 Meter. Eine Anlaufstelle für evakuierte Anwohnerinnen und Anwohner war in der GGS Konrad-Adenauer eingerichtet, sie wurde von 130 Personen genutzt.

Der Evakuierungsradius rund um die Bombenfunde. Bild: Stadt Köln

Betroffen von der Sperrung waren auch die KVB-Buslinien 151, 152 154. Zudem war die S-Bahn-Linie 12 betroffen, an der Steinstraße fand kein Fahrgastwechsel mehr statt. Der Luftraum wurde kurzfristig für den Entschärfungszeitraum unterbrochen beziehungsweise gesperrt.
(auf der Basis von Pressemitteilungen der Stadt Köln)

Lavendel-Ernte in Urbach

Nachdem der Verkauf von Lavendelsäckchen zu Gunsten des Urbacher Hospizes im vergangenen Dezember trotz Corona Pandemie ein voller Erfolg war, fertigt der Urbacher Bürgerverein auch in diesem Jahr wieder kleine selbst genähte Baumwollsäckchen an, die mit Urbacher Lavendel aus eigener Ernte gefüllt sind.

So wurde trotz wechselhaftem Wetter am vergangenem Sonntag eigener wohlduftender Lavendel in den Urbacher Günflächen geerntet. Für diese Grünflächen hat der Urbacher Bürgerverein vor fünf Jahren die Patenschaften übernommen. Der Verein kümmert sich mit viel ehrenamtlichen Engagement um die Instandhaltung, Pflege und Bewässerung dieser Flächen.

Der Lavendel wurde in Bündel zusammen gefasst und muss zunächst über mehrere Wochen trocknen. Dann werden die Blüten händisch von den Stielen getrennt und in Baumwollsäckchen aus eigener Herstellung gefüllt. Die Baumwollsäckchen werden von Gertrud Kratsios (Vorstandsmitglied) genäht.

Es ist geplant, dass die Lavendelsäckchen auf dem Weihnachtsmarkt in Urbach, der zu Gunsten des Hospizes stattfindet, verkauft werden. Sollte der Weihnachtsmarkt aufgrund der Corona Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden, so werden die Lavendelsäckchen wieder im Änderungs-Atelier Kratisos verkauft.

„Wir freuen uns, dass wir eine so wichtige Institution wie das Urbacher Hospiz finanziell unterstützen können. Die Lavendelsäckchen konnten wir im letzten Jahr zu einem fairen Preis verkaufen. Sie gingen weg wie warme Semmel“, freut sich Simin Fakhim 1. Vorsitzende des UBV.

Insgesamt waren viele Vereinsmitglieder am Sonntag bei der Ernte aktiv und es konnte mit viel Freude eine ausreichende Menge Lavendel geerntet werden.

Historisches: Porzer Straßen zur NS-Zeit

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Porz zahlreiche Straßen umbenannt. Die meisten Änderungen wurden nach 1945 schnell wieder rückgängig gemacht, aber längst nicht alle. Haben Sie Ergänzungen zu unserer Liste? Weitere Angaben zur Historie in Porz finden Sie übrigens in unserem historisch ausgerichteten Porz-Wiki.

Die Kaiserstraße in Urbach, so 1906 benannt nach dem Besuch des Kaisers Wilhelm II., wurde nach 1939 in Hermann-Göring-Straße umbenannt. Die Waldstraße wurde nach 1939 in von Klugestraße – dem damaligen „erfolgreichen“ Generalfeldmarschall – umbenannt. 1945 erfolgten die Rückbenennungen.

Die Weststraße in Wahnheide (Kasernengelände) hieß ebenfalls Hermann-Göring-Straße.

Die Heidestraße in Wahnheide, bis 1934 als Schießplatzstraße bezeichnet, hieß  Adolf Hitler-Straße.

Das heutige Friedrich-Ebert-Ufer in Porz-Mitte hieß Adolf-Hitler-Ufer.

Die heutige Zollturmstraße in Zündorf hieß Schlageterstraße.

Bis in die Gegenwart blieb die 1941 erfolgte Änderung der Meirowskystraße in Georg-Ohm-Straße (heute: Ohmstraße).

Jürgen Schumann verstorben

Porz verliert einen seiner engagiertesten Söhne

von Pascal Pütz, Stadtbezirksvorsitzender Porz/Poll

Am Wochenende ist Jürgen Schumann im Alter von 84 Jahren friedlich entschlafen. Unser Freund und Genosse, der den Aufbau der Porzer Sozialdemokratie in den 60er und 70er Jahren maßgeblich prägte, setzte sich bis zuletzt zum Wohl von Porz und Köln nachhaltig ein. Dies tat Jürgen aus den unterschiedlichsten Rollen heraus. Neben vielen Pateiämtern wirkte er über Jahrzehnte vor allem in den kommunalen Vertretungen der Städte Porz und Köln mit, zuletzt 25 Jahre im Rat der Stadt Köln. Unvergessen bleiben seine zahlreichen Bürgersprechstunden und sein direkter Kontakt in die Wahlkreise. Bürgernähe war immer seine Mission.

In der Porzer Bevölkerung waren vor allem seine filmischen Dokumentationen über die Entwicklung der Stadt Porz und ihrer Stadtteile geschätzt. Seine Filme und Vorträge füllten regelmäßig die Säle in Porz und waren beliebte Heimatgeschenke. Ganz besonders lagen ihm dabei schon früh ökologische Aspekte sehr am Herzen. Zuletzt arbeitete er gemeinsam mit dem Forstamt der Stadt Köln an einer Dokumentation über den Kölner Wald. Als gelernter Journalist hat Jürgen Schumann aber auch auf der Gesamtkölner Ebene bleibende Spuren hinterlassen. Unzählige Male hat er seine filmischen Dokumentationen der Kölner Städtepartnerschaften in der Piazetta des Historischen Rathauses einem stets begeisterten Publikum vorgestellt. Damit ist er über viele Jahre einer der wichtigsten Dokumentatoren dieser kommunalen „Außenpolitik“ geworden. Gerne erinnern wir uns aber auch an die langen und ausgiebigen Wanderungen mit Jürgen durch die Wahner Heide. Bei jeder Wanderung lernte man stets neue Details über dieses besondere Naturschutzgebiet sowie dessen Flora und Fauna.

Bürgerbeteiligung zu Park-Fläche zwischen Linie 7 und Hochhäusern

Aus den Gestaltungsplänen für die Umgestaltung der Parkplatz-Fläche an der Linie 7 zu einem Park in Porz Mitte ist ein erster Vorentwurf entstanden. Ihn präsentiert das Planungsteam des Amtes für Landschaftspflege und Grünflachen in einer digitalen Veranstaltung am Dienstag, 1. Juni 2021, ab 18 Uhr.

Interessierte können über das städtische Beteiligungsportal www.meinungfuer.koeln die Veranstaltung verfolgen und dabei im Chat Fragen stellen oder Statements abgeben, die dann in der Veranstaltung aufgegriffen werden. Wortbeiträge, die gegebenenfalls aus zeitlichen Gründen nicht live beantwortet werden können, werden im Nachgang schriftlich erläutert.

Bis zum 17. Juni 2021 können weitere Anregungen in einen Briefkasten im Planungsgebiet eingeworfen werden oder Sie senden einfach eine Mail an 67-parkporzmitte@stadt-koeln.de. Zwischen der Siedlung an der Glashüttenstraße und der Stadtbahntrasse der KVB stehen – sehr großzügig gerechnet – 2,5 Hektar zur Verfügung. Die Federführung für das Projekt hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln, in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung.