Kategorie: Porz

Porz-Themen ohne gesonderte Rubrik: Zum Beispiel Bürgerschaftliches Engagement, Verkehr, Historie, sonstige Ereignisse

Wochenende 09./10. September: Tag des offenen Denkmals 2023

Der seit 1993 alljährlich stattfindende „Tag des offenen Denkmals“ findet dieses Jahr unter dem Motto „Talent Monument“ bundesweit am 09. und 10. September statt. Auch im Bezirk Porz gibt es hierzu verschiedene Veranstaltungen und Besichtigungsmöglichkeiten, wobei für einige der Veranstaltungen eine Anmeldung erforderlich ist.

Samstag

  • Alexianer-Fachkrankenhaus, Kölner Str. 64: 11:00 Uhr – Vortrag mit Führung „Von der Anstalt zum psychiatrischen Fachkrankenhaus“
  • Gremberghoven, Treffpunkt Bahnhoifsplatz 2a, 10 Uhr: Die Sonnenuhr. Ein Rundgang. Dauer: 2 Stunden.
  • Myrameterstein Leinpfad Nr. 51: 10-12 Uhr zur vollen Stunde: Vortrag Bürgerverein Ensen-Westhoven „Der Myriameterstein als Vermessungsmarkierung“ (Dauer: 20 Minuten)
  • Nikolauskapelle, Ensen: 10-12 Uhr – stündliche Führungen durch den Bürgerverein Ensen-Westhoven (Dauer: 45 Minuten)
  • Rodenkirchener Autobahnbrücke: 11 und 14 Uhr – Besichtigung mit der Autobahn GmbH, keine Minderjährigen, 50m Aufstieg über Leiteranlage, enge Räume, Teilnehmerbegrenzung, Anmeldung bis Mo. 31.8 unter bruecke.denkmal@stadt-koeln.de.

Sonntag

  • Alexianer-Fachkrankenhaus, Kölner Str. 64: 10 und 11:30 Uhr – Vortrag mit Führung „Von der Anstalt zum psychiatrischen Fachkrankenhaus“,
  • Eil: Kulturpfad Eil, Treffpunkt Ecke Hirschgraben/Frankfurter Straße: 12 Uhr Führung (Dauer 120 Minuten). Anmeldung erforderlich unter porzeil@yahoo.de
  • Lukaskirche, Mühlenstraße 2: 12 Uhr Vortrag „Drei Talente, drei Botschaften im modernen Kirchenraum“; 13 – 18 Uhr Kirchen- und Turmbesichtigung
  • Myrameterstein Leinpfad NR. 51: 10-12 Uhr zur Vollen Stunde: Vortrag Bürgerverein Ensen-Westhoven „Der Myriameterstein als Vermessungsmarkierung (Dauer: 20 Minuten)
  • Nikolauskapelle, Ensen: 10-12 Uhr – stündliche Führungen durch den Bürgerverein Ensen-Westhoven (Dauer: 45 Minuten)

Die Broschüre mit allen Veranstaltungen in Köln finden Sie als PDF hier.

Deutzer Drehbrücke unter der Woche für KFZ freigegeben

Die denkmalgeschützte Drehbrücke (Foto: Stadt Köln)

Nach Fertigstellung der Generalsanierung ist die denkmalgeschützte Deutzer Drehbrücke ab Montag, 28. August 2023, für den motorisierten Individualverkehr wieder freigegeben. An Feiertagen, an Wochenenden und während der Ferienzeiten ist die Drehbrücke lediglich für den Fuß- und Radverkehr nutzbar.

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit kann die Drehbrücke wieder durch Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen befahren werden. Die Durchfahrtshöhe beschränkt sich auf 2,50 Meter. Die große Herausforderung lag in der Besonderheit des denkmalgeschützten Bauwerkes. In Abstimmung mit dem Stadtkonservator musste die mehr als 100 Jahre alte Drehbrücke mit den Erfordernissen des aktuellen Standes der Technik in Einklang gebracht werden. Zudem konnten viele zusätzliche Schäden in den Stahlbauteilen erst nach Freilegung der Bauteile entdeckt werden. Es wurde erforderlich, das Maschinenhaus neu zu bauen. Schäden in der historischen Antriebstechnik waren vor Baubeginn noch nicht erkennbar. Auch die Inbetriebnahme-Phase gestaltete sich als sehr kompliziert und langwierig.

SPD gegen Verbreiterung der Rodenkirchener Autobahnbrücke

Gegen eine Verbreiterung der Rodenkirchener Autobahnbrücke spricht sich die SPD-Fraktion in Porz aus. Für die kommende BV-Sitzung am 31. August legt sie eine Resolution gegen die aktuelle Planung der Autobahn GmbH vor.

SPD-Fraktionsvorsitzender Simon Bujanowski hält eine bauliche Verbreiterung und vor allem die aktuell vorgeschlagene Verschiebung der Brücke nach Norden für unverantwortbar: „Die Autobahn GmbH agiert und plant am Bürger vorbei. Die denkmalgeschützte Brücke muss an Ort und Stelle erhalten bleiben. Eine bauliche Verbreiterung ist aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß. Selbst wenn es in späteren Jahren einmal notwendig sein sollte, das Bauwerk instand zu setzen, können Verkehrsflüsse umgeleitet werden, ohne dass teure und belastende Provisorien entstehen. (…) Ich bin mir bewusst, dass wir das Thema nicht in Porz entscheiden. Das Projekt wurde schließlich im Bundesverkehrswegplan in Berlin festgelegt. Ich wünsche mir aber trotzdem, dass wir im Sinne der betroffenen Bürger:innen ein entsprechendes Signal nach Köln, Düsseldorf und Berlin senden.“

Der örtliche Stadtverordnete Lukas Lorenz, der auch verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion ist, befürchtet vor allem den Verlust an Grünflächen: „Eine bauliche Erweiterung der A4 zerstört wichtige Grünflächen im Stadtbezirk Porz (Gremberger Wäldchen, Westhovener Aue), gefährdet die Trinkwasserversorgung im links- und rechtsrheinischen (Wasserwerk Westhoven, Hochkirchen) und belastet die an der Autobahn wohnenden Menschen mit noch mehr Lärm- und Schadstoffemissionen. Der im Bundesverkehrswegeplan in 2016 festgeschriebene Ausbau der Rodenkirchener Autobahnbrücke gehört erneut „auf den Prüfstand“ und es ist abzuwägen, ob ein Ausbau in rund. 15 Jahren überhaupt noch einen Sinn ergibt.“

Die SPD fordert die Kölner Bundestagsabgeordneten auf, auf ihre Fraktionen in Berlin dahingehend einzuwirken, dass der Bundestag als Entscheidungsträger der Bundesverkehrswegplan 2030 neu diskutiert, aktualisiert und das Projekt „A4 plus“ streicht.

Bürgervereine und Initiativen in Porz

In Porz gibt es in nahezu jedem Stadtteil Bürgervereine und Initiativen, die sich um die Entwicklung des Stadtteils kümmern. Porzerleben hat diese Aktivitäten an dieser Stelle als Überblick, sortiert nach Stadtteilen, für Sie zusammengetragen:

Porz-Zentrum

bvm-wappenBürgerverein Porz-Mitte e.V.

„Hinnehmen war gestern – Einmischen ist heute“

„Wir möchten erreichen, dass durch die Bündelung der Bürgerinteressen, die Kooperation mit den Lokalpolitikern und kommunalen Behörden, Polizei, Ordnungsamt, Drogenhilfe und Streetworkern im Laufe der Zeit die Lebensqualität in Porz-Mitte wieder verbessert wird und die Attraktivität von Porz-Mitte wieder steigt. Wir bitten die Porzer um Mithilfe, dass die Vermüllung reduziert wird und die Verweilplätze von allen Nutzern sauber hinterlassen werden.

Zur Zukunft des ehemaligen Praktiker Baumarkts in Eil

Luftbild-Ausschnitt (Quelle: Kurzexpose KölnBusiness)

Gegenüber dem Autokino in Porz-Eil steht ein fünfstöckiges Bürogebäude. Es beherbergte auch den ehemaligen Baumarkt Praktiker mit dem dazu gehörenden erdgeschossigen Gartencenter sowie den entsprechenden Kundenparkplätzen. Die Stadt Köln kaufte die Liegenschaft im Jahr 2015 und nutzte sie als Flüchtlingsunterbringung. Künftig ist dort wieder eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Das Grundstück umfasst rund 12.500 m² mit einer Nutzfläche von rund 10.000 m². Es liegt in einem gewerblichen Umfeld mit sehr guter Verkehrsanbindung in unmittelbarer Nähe zum Kölner Autobahnnetz. Der Kaufpreis beträgt 2,4 Millionen Euro. Ausgeschlossen sind laut Bebauungsplan Hotels und Einzelhandelsgeschäfte.

Projektentwickler und andere Interessierte können sich bis zum 1. September 2023 für den Kauf und die Entwicklung einer städtischen Liegenschaft im Kölner Stadtbezirk Porz bewerben. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung wurde mit der Durchführung des Bewerbungsverfahrens beauftragt. KölnBusiness bewertet die Vorschläge unter anderem nach der Anzahl der Arbeitsplätze, die dort geschaffen werden und wie nachhaltig ein etwaiger Umbau oder Neubau und der zugehörige Betrieb gestaltet werden sollen. Im Anschluss geht die Vorauswahl von KölnBusiness an eine interdisziplinär besetzte Bewertungskommission, die dem Rat der Stadt Köln Empfehlungen zu potenziellen Käufern final zur Entscheidung vorlegt.

Für Bewerber hat KölnBusiness eine Webseite eingerichtet. Diese bündelt relevante Informationen zur Liegenschaft und zum Bewerbungsverfahren. Einreichungen sind bis zum 1. September 2023 möglich.

(Auf der Basis einer Pressemitteilung)

Kompakte Geschichte der Region Porz im Rheinischen Städteatlas

Im Jahr 2022 ist ein sehr empfehlenswertes Werk zur Historie des Raums Porz erschienen: Die Lieferung XXII Nr. 105 des Rheinischen Städteatlas. Umsichtig und sachkundig hat Dr. Christian Hillen den Text in diesem großformatigen Werk verfasst und hierzu vielfältige Publikationen und Quellen zur Porzer Geschichte im Original eingesehen und angeführt. Gegliedert ist das Werk in die fünf Hauptkapitel Siedlung; Topographie; Herrschaft und Gemeinde; Kirche, Schule, Kultur und Gesundheitswesen sowie Wirtschafts- und Sozialstruktur, Statistik.

Das Werk ist ein reichhaltiger, kompakter Fundus mit vielfältigen Daten und Fakten, die sowohl tabellarisch chronologisch als auch im Fließtext aufbereitet werden. Es ist erstaunlich, welcher Wissensumfang auf 20 Seiten im Format 40×28 cm zweispaltig Platz findet. Der Text räumt auch mit einzelnen Mythen auf, die dem Dorf Porz (im Gegensatz zur Gerichtsstätte Porz als Hauptgericht) mehr Bedeutung zuweisen, als es früher je hatte.

Ergänzt wird das Werk von 7 Tafeln: (1) Grundriss Ort Porz (ganzseitig je 1825 und 2020); (2) Region Porz (ganzseitig je 1807/08 und 1844/45); (3) Region Porz (ganzseitig  je 1893 und 2017); (4) Bürgermeisterei Heumar (doppelseitig 1826); (5) Rheinstromkarte 1776; (6) Kreiskarte Mülheim um 1850; (7) 3 Fotografien, 1970, 1974, 2008.

Die Atlasmappe, ISBN: 978-3-412-51901-8, ist im Böhlau-Verlag für 25 EUR erschienen.