Der Urbacher Bürgerverein e.V. geht bei der Gestaltung des Stadtteils neue Wege und trotzt der aktuellen Hitze mit vollem Körpereinsatz. Der Verein hat offiziell die Patenschaft für sämtliche von ihm betreuten Grünflächen in Urbach übernommen. Diese Oasen wurden in den vergangenen zehn Jahren vom Verein nicht nur selbst angelegt, sondern werden auch kontinuierlich gepflegt. Angesichts der anhaltenden, extremen Trockenphase steht nun die intensive Bewässerung im Fokus. Dieser Dauereinsatz ist extrem zeitaufwendig: Mehrfach pro Woche rücken die ehrenamtlichen Helfer aus und investieren pro Gießeinsatz jeweils zwei bis drei Stunden ihrer Freizeit.
Der Verein nimmt diesen enormen Aufwand jedoch sehr gerne auf sich. Denn das regelmäßige Wässern und der konsequente Erhalt von Grünflächen im innerstädtischen Bereich sind heute wichtiger denn je: „Nur intakte, vitale Grünflächen fungieren als natürliche Klimaanlagen und sind das wirksamste Mittel, um eine weitere, gefährliche Aufheizung im Ortsteil aktiv zu verhindern und die Temperaturen zu reduzieren“, so Simin Fakhim, Vorsitzende des Bürgervereins.
Um diese professionelle Mammutaufgabe überhaupt stemmen zu können, nutzt der Verein eine wichtige Kooperation: In den Sommermonaten leiht er sich Standrohre von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (StEB Köln) aus, um Wasser direkt aus den örtlichen Hydranten zu beziehen. Zudem hat der Bürgerverein über die Jahre hinweg massiv in die eigene Ausrüstung investiert. „Dank komplett selbst angeschaffter Bewässerungssysteme, hunderter Meter Schläuche und professioneller Absperrungen kann das Team die großflächige Bewässerung im Straßenraum sicher, schnell und effektiv durchführen“, betont Jochen Reichel, zweiter Vorsitzender
Genau aus diesem Grund setzt der Bürgerverein auch auf ein konsequentes Umdenken bei der Pflanzenauswahl. Da ursprüngliche, heimische Baumarten den veränderten Wetterbedingungen oft nicht mehr standhalten, achtet der Verein bereits seit einigen Jahren beim Setzen neuer Pflanzen strikt auf mediterrane, hitzeresistente Arten. Diese zukunftsweisende Arbeit und die teure Ausrüstung werden komplett eigenständig über Sponsoring und regionale Spenden finanziert.
