Gremberghoven

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Der Name: Ursprung und Varianten[Bearbeiten]

Die entstehende Siedlung wurde in den ersten Jahren einfach "Kolonie" genannt. Der Gemeinderat Porz beschloss im Januar 1922 den Namen "Ensen-Ost", weil sämtliche Flurstücke die Gemarkungsbezeichnung Ensen führten. Doch bei den Neubürgern hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits der Name "Gremberghoven" durchgesetzt, als Zusammenziehung von "Gremberg" (Name des Verschiebebahnhofs, abgeleitet vom Gremberger Wäldchen nördlich) und eine Entlehnung von Westhoven, das westlich an den Rangierbahnhof grenzt. Der Kölner Regierungspräsident genehmigte einige Monate später diesen Namen.

Stadtteil- und Flurgrenzen[Bearbeiten]

So verlaufen die Stadtteilgrenzen: Im Norden bildet der südliche Rand der Autobahn A4 die Grenze. Im Osten nur kurz die Autobahn A59, dann westlich des Steinwegs bis zur Westseite der Bahntrassse zum Flughafen. Dieser folgend bis zur Südseite des Maarhäuser Wegs. Der Maarhäuser Weg und die Steinstraße bilden die südliche Grenze bis unter die Unterführung der Bahntrasse. Im Westen bildet der westliche Rand vom Gleiskörper des Verschiebebahnhofs die Grenze. Gemeinsame Grenzen hat der Stadtteil mit Ostheim, Rath/Heumar, Eil, Finkenberg, Ensen und Westhoven.

Keine Gemarkung trägt den Namen Gremberghoven - fast alle Gemarkungen lauten auf Ensen. Nur östlich der Straße Am Hochkreuz finden sich Grundstücke der Gemarkung Eil, denn Am Hochkreuz war früher Teil der Steinstraße.

Charakteristika des Stadtteils[Bearbeiten]

Vor der Bebauung durch Verschiebebahnhof und Wohnhäuser bestand das Terrain aus Ackerland sowie mehreren Sand- und Kiesgruben. Der Verschiebebahnhof und die Autobahn A4 sind harte Grenzen gegen Westen und Norden. Zusätzlich durchschneiden die Autobahnen A 559 und A 59 sowie die Bahntrasse zum Flughafen das Gebiet. Große Flächenanteile belegen heute das Industriegebiet Gremberghoven und der Airport Businesspark. Weitere große Flächenanteile sind Kiesgrubenseen, darunter der Albertisee. Die Wohnbebauung ist auf einen kleinen Teil der Fläche - zwischen Rather Straße, Frankfurter Straße und Steinstraße - begrenzt. Äcker und Wald sind nur noch als kleine Restfächen vorhanden.

Historischer Abriss[Bearbeiten]

Das ursprüngliche Kerngebiet von Gremberghoven wurde als Eisenbahnersiedlung nach dem Gartenstadt-Prinzip entworfen und in den Jahren 1919 bis 1924 erbaut. Die Anlage wurde im nördlichen Teil hufeisenförmig mit Rather Straße und Heilig Geist Straße im Zentrum, im südlichen Teil entlang der heutigen Hohenstaufenstraße angelegt. 1921 eröffnete der Haltpunkt an der Eisenbahntrasse, er bestand bis in das Jahr 2004. Bis heute zeugt hiervon die Straße Bahnhofsplatz.
Der nahe Rangierbahnhof war im Zweiten Weltkrieg Ziel vieler Luftangriffe. Die Bomben zerstörten Teile der Siedlung stark. Schließlich wurde sie im Januar 1945 evakuiert. Nach Kriegsende kehrten die ersten Bewohner zurück, doch der Wiederaufbau rund um die Straße Am Talweg begann erst 1949. In den Jahren 1955/57 wurde die katholische Kirche Heilig Geist errichtet, in den Jahren 1957/58 die evangelische Matthäuskirche.

- Vertiefung erwünscht! -

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

Fack, Hermann: Gremberghoven und der große Bahnhof. In: Unser Porz 13.1971, S. 28-40.
Grundriss von 1921 - Link (Bürgerverein Gremberghoven)
Geisler, Gunther: Gartensiedlung Gremberghoven. Manuskript, 2017 - Link (Bürgerverein Gremberghoven)
Reitz, Günther: Gremberghoven - ein Porzer Stadtteil im Zeichen des Flügelrades. Chronik als Manuskript, 1998.
Sander, Heinz: Geschichte des Stadtteils Porz-Gremberghoven. In: Unser Porz 13.1971, S. 41-65.
Stegmann, Knut und Phillipe von Glisczynski: Die Eisenbahnersiedlung Gremberghoven. In: Denkmalpflege im Rheinland 21(2004)4, S. 177-183.