Der Diözesancaritasverband für das Erzbistum Köln e.V. wurde für die Teilnahme an dem Modellprogramm „Mehr Männer in Kitas“ aus fast 80 Trägern aus 13 Bundesländern ausgewählt. Denn fehlende männliche Bezugspersonen wirken sich nach Auffassung von Fachleuten nachteilig auf das Bindungs-, Aggressions- und Gewaltverhalten sowie auf die Bildungschancen von Jungen aus. Männer in Kitas sollen Jungen (und Mädchen) in einer Zeit, in der sie ihre Geschlechtsidentität entwickeln, ein erweitertes Spektrum an gelebten Vorbildern bieten und damit auch einen möglichen Mangel an männlichen Bezugspersonen im familiären Bereich ausgleichen.
Die Kölner CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Paul und Ursula Heinen-Esser werden den Diözesancaritasverband im neuen Jahr besuchen, um sich vor Ort ein umfassendes Bild von der Umsetzung machen zu können.
Das Modellprogramm sieht vor, dass die ausgewählten Träger unterschiedliche Konzepte erproben, um den Anteil männlicher Erzieher in den Kindertagesstätten zu steigern. Info-Busse, Schüler-Praktika, Schnuppertage, Freiwilligendienste, Mentorenprogramme, die Einbindung von beruflichen Quereinsteigern, aktive Väterarbeit sowie Runde Tische sollen dazu beitragen, mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu gewinnen.
Ulla Heinen-Esser und Dr. Michael Paul: „Oft erleben Kinder erstmals an weiterführenden Schulen, dass sich auch Männer um die Bildung der Kinder kümmern. Es ist sicher nicht das Beste für die Kinder, wenn sie weder in der Kindertagesstätte noch in der Grundschule männliche Erzieher oder Lehrer kennen lernen. Das gilt gerade in einer Großstadt wie Köln mit vielen Alleinerziehenden. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass mit dem Diözesancaritasverband auch ein Kölner Träger als Teilnehmer am Modellprojekt „Mehr Männer in Kitas“ ausgewählt wurde. Wir freuen uns schon auf den Besuch vor Ort.“
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmfsfj.de; www.koordination-maennerinkitas.de; www.esf-regiestelle.eu.
