Kategorie: Wirtschaft

Geschäftswelt, Wirtschaft, Beschäftigungslage

SPD: Genehmigung für Wettbüro zurückziehen!

Großer Unmut in der Porzer Mitte: In die Räume der ehemaligen Gaststätte Hotel Linden in der Bahnhofstraße ist ein Wettbüro eingezogen. Innerhalb kürzester Zeit erreichten die SPD Zuschriften auf unterschiedlichen Wegen, in denen sich Bürgerinnen und Bürger gegen die neue Nutzung aussprechen.
SPD-Fraktionsvize Lutz Tempel: „Dieses Wettbüro ist ein absolutes Unding. Seit Jahren kämpfen wir dafür, dass die Porzer Mitte aufgewertet wird. Ein Wettbüro ist dafür genau das Gegenteil von dem, was wir brauchen. Es steht in einer Reihe mit den drei Discountern, die seit Neuestem in der neuen Porzer Mitte geplant sind, und verfestigt den Eindruck, dass Porz langsam herunterkommt. Für uns ist das nicht hinnehmbar.“
Die SPD-Fraktion stellt daher zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung einen Dringlichkeitsantrag. Inhalt: Die Stadtverwaltung soll die Eröffnung weiterer Wettbüros verhindern – und nach Möglichkeit die Genehmigung für dieses Wettbüro zurückziehen.
SPD-Fraktionschef Simon Bujanowski ergänzt: „Es ist unfassbar. Wir müssten eigentlich von der Verwaltung erwarten, dass sie in der Porzer Mitte besonders genau hinschaut. Leider sieht es einmal mehr so als, als würde sie wegsehen. Niemand kümmert sich, niemand fühlt sich dafür verantwortlich, dass die gesamte Porzer Mitte aufgewertet wird. Porz hat mehr verdient! Die Verwaltung muss in der Bezirksvertretung Rede und Antwort stehen.“

P&R-Parkhaus Wahn in Betrieb

Die Benutzungsbedingungen

Am Freitag, den 11. Oktober nimmt die neue P&R-Anlage am Bahnhof Wahn ihren Betrieb auf. Sie bietet 298 Stellplätze für PKW bis 2m Höhe und einige Motorräder/-roller auf drei Ebenen. Porzerleben.de war bei der Eröffnung dabei. Doch vor dem Bericht gleich das Allerwichtigste:

Berechtigtes Parken bis zu 24 Stunden bei unmittelbarer Benutzung des VRS/OPNV ist kostenlos. Unberechtigtes Parken kostet hingegen pauschal 25 EUR pro 24 Stunden.

Das Parkhaus ist ausschließlich als P&R-Anlage konzipiert. Bei der Ausfahrt muss die vorherige Nutzung des VRS nachgewiesen werden – in den ersten drei Monaten ist dazu die Pförtnerloge an der Ausfahrtschranke 24 Stunden besetzt, danach wird durch automatische Scans kontrolliert. Der Nachweis geschieht also dauerhaft durch Vorzeigen des Fahrtickets. Für Nutzer gilt daher: Die genutzten Fahrausweise auf jeden Fall bis zur Auslösung des KFZ aufheben!

Der Ein- und Ausfahrt-Bereich (Foto: porzerleben.de)

Nun aber zum Bauwerk und zur Eröffnungsfeier: Geplant seit 2014, gebaut seit 2018, hat die KVB einen ästhetisch ansprechenden Bau errichtet. Der Entwurf von Architekt Schulte wurde von 16 Firmen termingerecht umgesetzt. Die Stahlverbundkonstruktion wirkt sehr licht und offen, die großzügige Bemessung der Parkflächen und Zufahrten werden die Nutzer schätzen lernen. Es gibt Sonderparkplätze für Behinderte, für Frauen und Familien. Die vorinstallierten Ladeplätze für Elektrofahrzeuge werden demnächst betriebsbereit sein – zunächst acht, später 18 und bei Bedarf noch mehr. Überhaupt kann die Parkpalette bei Bedarf um zwei Etagen mit 210 Stellplätzen erweitert werden, dann gibt es auch Aufzüge.

Von den 5,3 Mio. Euro Baukosten hat der Bund den größten Anteil finanziert. Die Stadt ist mit 900.000 Euro aus der Stellplatzabgabe beteiligt.

Bei der Eröffnung am Donnerstag vormittag waren neben den Vertretern der KVB und der bauausführenden Firmen auch Mitglieder aus der Bezirksvertretung und aus Porzer Bürgervereinen anwesend.

Karstadt/Kaufhof: Logistikstandort Porz wächst

Galeria Karstadt Kaufhof  passt seine Logistik an. Nach der Fusion Kaufhof/Karstadt und durch das Joint Venture Karstadt /Logistikdienstleister Fiege 2018 war es erforderlich, Standorte und Strukturen neu zu definieren. Galeria Karstadt Kaufhof verfügt zukünftig mit Unna, Vogelheim und Porz künftig in der Logistik über drei schlagkräftige Großstandorte mit idealer Verkehrsanbindung und modernster technischer Ausstattung.

Hingegen entfallen künftig die Logistikstandorte von Galeria Logistik in Frechen und Erfurt, sowie vier kleinere regionale Verteillager in Stuttgart, Würzburg, Hannover und Berlin. Die Kapazitäten in den Lagern in Dietzenbach und Neuss sowie das regionale Verteillager in München werden auf neue Anforderungen angepasst, der Standort Köln-Porz wird erheblich erweitert. Lagerprozesse, Transport, Servicelevel und Retouren werden im ganzen Unternehmen ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht.

 

Mit dem Elektroroller (E-Scooter) in Porz unterwegs – die Bestimmungen

Seit Mitte Juni sind E-Scooter im Straßenverkehr erlaubt. Doch es gibt einiges zu beachten, sonst stoppt die Polizei die Fahrt und es können bei einer Strafanzeige deutlich dreistellige Geldstrafen fällig werden!

Das sind die Voraussetzungen:

  • Bauartbedingt ist die Höchstgeschwindigkeit 20 km/h und die maximale Nenndauerleistung 500 Watt;
  • das Mindestalter liegt bei 14 Jahren, ein Führerschein ist nicht notwendig. Unter 14 Jahren darf auch ein Kinder-E-Scooter (max. 12 km/h) nicht im Straßenverkehr benutzt werden;
  • der E-Scooter hat eine Fahrzeug- Identifizierungsnummer mit Genehmigungsnummer der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) oder der Einzelbetriebserlaubnis;
  • diese Betriebserlaubnis setzt zwei separate Bremsen voraus, einen Scheinwerfer, eine Schlussleuchte, einen Rückstrahler, Seitenreflektoren an den Rädern, schließlich eine helltönende Glocke;
  • weitere Vorgaben: Lenkerbreite max. 70 cm, Lenkerhöhe max. 1,40 m, Scooterlänge max. 2 m, Gewicht maximal 55 kg;
  • der E-Scooter muss versichert sein und auf dem hinteren Schutzblech eine verklebte Versicherungsplakette angebracht haben – die Policen der Versicherer kosten zwischen 30 und 50 Euro im Jahr.
  • Blinker sind zulässig, aber nicht notwendig.

Fehlen Betriebserlaubnis oder Versicherungsschutz wird es teuer: Die Folge sind ein Bußgeld über 70 Euro und eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Die Strafanzeige wird zu Kosten zwischen 150 und 550 Euro führen – wen es hart trifft, der zahlt so insgesamt 620 Euro.

Wo gefahren werden darf

In Ortschaften verhält sich der E-Scooter-Fahrer wie ein Radfahrer und nutzt Radwege und Radfahrstreifen. Fehlen diese, dann fährt der Scooter auf der normalen Straße. Außerhalb von Ortschaften sind Radwege oder Seitenstreifen ebenfalls zu nutzen, soweit vorhanden. Das Fahren auf reinen Gehwegen ist immer verboten, selbst bei ausgeschaltetem Motor!

Beim Alkohol gelten die Bestimmungen normaler Kraftfahrzeuge, auch hinsichtlich der Sonderregeln für Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren!

Stadt plant höhere Parkgebühren

Nach sieben Jahren wird demnächst Parken auf Parkplätzen an Kölner Straßen teurer. Eine entsprechende Bschlussvorlage wird in den nächsten Wochen in den neun Bezirksvertretungen und in den Ratsausschüssen beraten. Es ist vorgesehen, dass sich der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 9. Juli 2019 mit dem Thema befasst.

Zukünftig darf man in Porz und nahezu allen anderen Stadtbezirken für 50 Cent nur noch bis zu 15 Minuten parken anstatt bisher 20 Minuten. In der Innenstadt kosten je angefangene 15 Minuten Parkdauer dann ein Euro. Beim Handyparken kosten jeweils drei Minuten Parkzeit 20 Cent in der Innenstadt und 10 Cent in den übrigen Stadtbezirken.

Für E-Fahrzeuge schlägt die Verwaltung entweder eine Stunde freies Parken an Ladesäulen während des Ladevorgangs oder alternativ eine Stunde freies Parken an allen Parkscheinautomaten im Stadtgebiet vor.

Begründet wird die Gebührenerhöhung mit Klimaschutzzielen: Gemäß dem Strategiepapier „Köln mobil 2025“ soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am innerstädtischen Gesamtverkehrsaufkommen auf ein Drittel gesenkt werden.

Energiesparfenster und Eisspeicher gegen den Klimawandel

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Klimaschutzsiedlung Porz (Quelle: EnergieAgentur NRW / © Klaus Voit)

Zu den großen Herausforderungen der nächsten Jahre gehört die Bekämpfung des Klimawandels durch Energiesparen. Die moderne Klimaschutzsiedlung am Urbacher Weg neben dem Porzer Krankenhaus macht vor, wie das Wohnen der Zukunft aussehen kann und soll als Blaupause für weitere Projekte dienen.

Das Wohngebiet bietet in vier Gebäuden insgesamt 112 barrierearme Wohnungen. Hier können verschiedene Generationen problemlos in einem Haus zusammenleben, die Wohnungsgrößen variieren von einem bis drei Zimmer.

Was das Bauprojekt so außergewöhnlich macht, ist sein ganzheitliches energetisches Konzept. Um den Wärmeverlust der Häuser so gering wie möglich zu halten, setzt der Bauträger auf ein Wärmedämmverbundsystem und eine moderne 3-fach-Verglasung der Fenster. Diese Fenstervariante reduziert das Auskühlen der Wohnung auf ein Minimum und schützt gleichzeitig vor störenden Umgebungsgeräuschen, zum Beispiel Straßenlärm.