Real-Markt: Forderungen nach Erhalt der Arbeitsverträge

Der Real-Markt in Porz wird zum 30. Juni 2022 geschlossen. Ein geplanter direkter Übergang zu Kaufland scheitert am baulichen Zustand des Gebäudes, Kaufland plant einen umfangreichen Umbau. Dies führt nach dem bisherigen Stand zur Entlassung aller Beschäftigten durch Real. Inzwischen fordern Politik und Gewerkschaften eine andere Lösung.

„Die Beschäftigten in Porz haben über Jahrzehnte dazu beigetragen, dass der Standort mit zu den umsatzstärksten Real-Filialen gehört. Jetzt stehen sie vor den Trümmern ihrer beruflichen Existenz, weil nicht rechtzeitig in Umbau und Sanierung investiert wurde“, so Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB in Köln.

Florian Braun, Landtagsabgeordneter für Porz erklärte nach einem Treffen mit dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung des Porzer real-Markts: „Für uns als CDU ist klar: Wir wollen den Markt halten. Gerne helfen wir, eine Sanierung oder auch einen Neubau schnellstmöglich zu realisieren – oberste Priorität muss aber die fortgeführte Beschäftigung der aktuellen Belegschaft sein. Deshalb habe ich für ein Treffen mit der Kaufland-Geschäftsleitung verabredet, um Antworten zu erhalten und Lösungswege auszuloten.“

Aus Sicht des Kölner DGB ist es noch nicht zu spät. „Wir brauchen kurzfristig einen Runden Tisch, um die knapp 100 Arbeitsverträge zu sichern“, so Roßmann. „Neben der jeweiligen Ge­schäfts­führung von Real und Kaufland sowie dem Real-Betriebsrat und uns müssen auch die Agentur für Arbeit, die Stadtspitze sowie die Wirtschaftsförderung zusammen an einer Lösung für die Beschäftigten arbeiten. Real und Kaufland müssen dabei die zeitnahe Übernahme mit lang­fristigem Erhalt der Arbeitsplätze verbindlich erklären; Die Stadt muss zusichern, einen ein­gehenden Bauantrag umgehend zu bearbeiten; Die Agentur für Arbeit muss über Kurzarbeitergeld die Arbeitsverträge der Real-Beschäftigten während der Bauphase sichern.“

Witich Roßmann weiter: „Wir sehen die Wirtschaftsförderungs-GmbH in der Pflicht, schnell alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und eine Koalition der Willigen zu schmieden. Jetzt kann die Wirtschaftsförderung beweisen, dass die GmbH-Gründung zu den von Politik und Verwaltungs­spitze erhofften wirtschaftspolitischen Impulsen führt und ein erfolgreiches Krisenmanagement betreibt. Imagefilme sind schön und wichtig – bei Real in Porz kann die Wirtschaftsförderung aber konkret tätig werden, Arbeitsplätze sichern und Impulsgeber für eine zukunftsgerichtete Entwicklung des Standortes sein.“

Auf der Basis von Pressemitteilungen.

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