Ludwigstraße

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Karte
Von Eil über die Steinstraße nach Ensen: Heute als Ludwigstraße ein Torso (Ausschnitt Karte Algermissen 1884/85; Landesarchiv Rheinland RW Karten 5929)

Historisches[Bearbeiten]

Dieser sehr alte Weg in Eil war früher eine fast geradlinige Verbindung nach Ensen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die bereits im 16. Jahrhundert vorhandene und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nachweisbare "Wichelsgasse"[1]. Nach dem Bau der Eisenbahntrasse wurde er so verschwenkt, dass der Bahnübergang Steinstraße genutzt werden konnte. Ein Reststück dieser Verlegung ist der Abschnitt des heutigen Ensener Wegs direkt am Rangierbahnhof Gremberg. Heute endet diese frühere Verbindung mitten in Finkenberg - dieser erst ab 1967 errichtete neue Stadtteil hat die Strecke vollständig überbaut.

Auch eine alte Verzweigung nach Südwesten bestand schon im 19. Jahrhundert. Sie traf in Höhe der heutigen Johannesstraße wieder auf die Bergerstraße. Landkarten zwischen 1922 und 1930 zeigen diese Verbindung noch, doch 1940 ist sie vollständig verschwunden.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

  1. ab Frankfurter Straße erster Teil nur noch Fußweg
  2. bis Kreuzung Pfaffenpfädchen; 1, 5 (S)
  3. bis Besenbinderstraße; 9-27 (S) 2-14 (N)
  4. bis Neue Eiler Straße; 29-65 (S) 16-20 (N)
  5. der weitere Verlauf trägt heute andere Straßennamen

Veränderte Hausnummern[Bearbeiten]

Nach dem Abriss der Gebäude Nr. 2 - 4a in den 1970er Jahren erhielt das neu auf dieser Fläche errichtete Wohnhaus die Hausnummer Frankfurter Straße 657. Danach wurde der Beginn der Zählung gerader Hausnummern hinter das Pfaffenpfädchen verlagert. Auf der Südseite gab es keine Veränderungen in der Zählung der Hausnummern.

Historische Bauwerke[Bearbeiten]

Frühe Bewohner der Ludwigstraße
 3 - Heinrich Dumm, Schuster (1913; *1856, 1979 Heirat mit Margaretha Müller, 1929 Goldene Hochzeit, 
     Nr. 1 ab 1930 bis 1935).
     In den Jahren 1940/41 errichtete Mathias Wielpütz ein neues Wohnhaus mit Gartenhaus, in dem er 
     1951 noch wohnte[2].
 3a - In den Jahren 1929/30 errichtete der Maurer Engelbert Lommersum eine Wohnbaracke, in der er auch 
      1951 noch wohnte.
 5 - Wilhelm Piel, Fabrikarbeiter (1913).
 9 - Witwe Peter Schmitz (1931-1935)
11 - 1931 errichte Karl Schmitz diese Wohnhaus[3].
15 - Zwischen 1931 und 1936 baute Jakob Schmitz dieses Wohnhaus.[4]
Unmittelbar benachbart (Nr. 13? Nr. 17?) errichtete Theobald Schmidt ein Notwohnhaus in den Jahren 
     1931-1934.[5]
Mathias Wielpütz errichtete im Jahr 1931 ein weiteres Wohnhaus am damaligen Verlauf der Ludwigstraße. Es lag bereits im Flurstück 3, einsam und weit südwestlich von den anderen Häusern. [6]
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2 - Josef Köhlbach, Besenbinder (1913)
4 - Kaspar Sterck, Schlosser (hier 1913-1931); 1925 wird ein Stallanbau ergänzt. Im Jahr 1929 errichtet 
    Kaspar Sterck das Gebäude als Zweifamilienhaus neu[7]. 
    1951 wohnen in der Nr. 4 Kaspar Sterck, ohne Beruf, der Schlosser Peter Sterck und der Dreher 
    Wilhelm Sterck.
4a - Johann Ollig, Schlosser (ab 1932, im Adreßbuch tw. falsch als 41)

Wenngleich keines der Gebäude auf der Ludwigstraße denkmalgeschützt ist, finden sich auf der Südseite in den Abschnitten 2 und 3 noch Häuser, die vor 1945 errichtet wurden:

  • Abschnitt 2: Nr. 5
  • Abschnitt 3: Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15, Nr. 17
  • Leostraße 33: Dieses Haus ist das 1931 von Mathias Wielpütz erbaute Gebäude (s.o.). Nach vollständiger Überbauung der Flächen trägt es heute die Adresse Leostraße 33.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. vgl. Porz-Urbacher Volksblatt v. 16.6.1906, Anm. 9
  2. vgl. HAStK 9030B A2667 (Parzelle 17)
  3. HAStK 9030B A2672
  4. HAStK 9030B A2671 (Flur 2 Nr. 1097/332 und 1098/332)
  5. vgl. HAStK 9030B A2670 (Flur 2 Nr. 1096/332 und 1095/332)
  6. HAStK 9030B A2744, Bd. 8 (Flur 3 Nr. 124)
  7. vgl. HAStK 9030B A2663 und A2665, Bd.6 (Parzelle 688/180)