Gilgaustraße

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Historisches[Bearbeiten]

Diese Straße war in früheren Zeiten eine lokal bedeutende und sehr gradlinig verlaufende Verbindung von Ensen und Westhoven zum Gut Neuenhof und als Neuenhofstraße weiter bis auf den Alten Deutzer Postweg bei Heumar. Sie hieß bis 1907 Auf / An / In der Gilgau und begann an der Grenze von Westhoven und Ensen (heute: Oberstraße). 1908 wurde sie verbreitert und umbenannt[1]. In Ensen ist die Gilgaustraße in ihren Abschnitten 2 bis 4 bis heute die wichtigste Einkaufsstraße.

Ab dem 20. Jahrhundert gab es immer mehr Einschränkungen. Sie wurde zunächst 1859 durch die damals neue Eisenbahntrasse mit einer Schranke versehen, hier stand auch ein Bahnwärterhäuschen. In der ersten Häfte des Zwanzigsten Jahrhunderts erfolgte dann eine streckenweise Überbauung durch den Rangierahnhof Gremberg. Im Ergebnis war ein Teil der Straße ein sehr langer und recht finsterer Tunnel, der noch anfangs der 1980er Jahre befahrbar war. Inzwischen führte die Kiesbaggerei zur immer weiteren Verschwenkung der Straße hinter den Eisenbahngleisen nach Südosten, dieser Abschnitt trägt heute den Namen Schwarzer Weg. Nachdem auch noch 1965 die Ersatzbundesstraße EB8 (heute A59) den Weg zerschnitt, errichtete man zwar zunächst extra für den Erhalt der Gilgaustraße eine Brücke - sie steht heute noch nun weitgehend nutzlos. Aber schließlich endete die Straße ab den 1980er Jahren auf der Ensener Seite vor der zugemauerten Tunneleinfahrt.

Auf der Seite des Schwarzen Wegs verschlossen Holztore den Tunnel. Er wurde von der Deutschen Bahn an Karnevalsgesellschaften zur Unterstellung ihrer Festwagen vermietet. Im Mai 2021 gerieten mehrere Karnevalswagen in Brand. Daraufhin kündigte die Bahn aus Sicherheitsgründen - zum Schutz der darüber liegenden Gleisanlagen - die Mietverträge.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

  1. ab Rhein im Übergang von der Oberstraße bis Kreuzung mit Gartenstraße / Hohe Straße; 11-13 (W) 6 (O)
  2. bis Elsterweg; Marktplatz (W) 16-22 (O)
  3. bis Siegstraße; 31-37 (W) 24-34 (O)
  4. bis Kreuzung Kölner Straße; 39-47 (W) 36-42 (O)
  5. bis In den Ensener Gärten / Beatenweg; 51-55 (N) 50-64 (S)
  6. bis Kreuzung Elisenstraße; 59-63 (N) 66-68 (S)
  7. bis Kreuzung Mathildenstraße; 69-77 (N) 72-80a (S)
  8. über Knick bei Evastraße bis Bahnunterführung; 79-89 (W) 84 (O)

Denkmalgeschützte Bauwerke[Bearbeiten]

Unter Denkmalschutz stehen:

  • Abschnitt 2: Amerikakreuz am Marktplatz
  • Abschnitt 5: Wegekreuz Ecke Kölner Straße
  1. Der Name Gilgau oder Gillgau bezeichnete um 800 eine Gaugrafschaft westlich von Köln in der Region Bergheim beiderseits des Gillbaches, der in die Erft mündet. Der Bezug zu Ensen ist unklar, vermutlich war "Gilgau" aber in Ensen zunächst eine Flurbezeichnung.