Friedrich-Ebert-Platz

Aus porzerleben.de/porz-wiki

Freifläche[Bearbeiten]

Jahrhunderte lang war diese Fläche mitten in Feldern, ab 1765 lag sie östlich an der damals gebauten Porzer Hauptstraße. Im späten 19. Jahrhundert kamen verzeinzelt Gebäude in die Nachbarschaft: Im Süden war es 1887 die Rheinische Dampfziegelei Heinrichs & Comp., aus deren Halle 1901 die erste katholische Kirche in Porz entstand. Im Norden ein Laden von Adolf Himmelreich und die Villa von Heinrich Seidel. Die freie Fläche war zu dieser Zeit im Besitz von Christian Keusch. Er vermietete sie im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts an vorüberziehende Schausteller, die hier gerne ihr Zelt aufschlugen. Besonders beliebt waren der "Theater-Kinemathograph" der Witwe Th. Beiam aus Bonn mit kurzen Filmen auch zu aktuellen Geschehen und Circus-Vorführungen.

Platz / Marktplatz[Bearbeiten]

Dieser Platz war zunächst ein 1971 geschaffener großer Marktplatz im Gebiet zwischen der Hauptstraße, der Bahnhofstraße, der Josefstraße und der Wilhelmstraße. Nahezu unter dem gesamten Platz befand sich eine zweistöckige Tiefgarage. Der Platz ging nördlich in die Wilhelmstraße über, war westlich durch zwei Geschäfts-Pavillons von der Hauptstraße getrennt, grenzte südlich an die Kirche St. Josef und einen Zwischenbau und schließlich östlich an ein großes Warenhausgebäude, das seit 1971 unter dem Namen Karstadt und von März 2007 bis August 2009 unter dem Namen Hertie betrieben wurde.

Viele Jahre war die gesamte Fläche jeden Samstag weitgehend mit Marktständen bedeckt. Seit der Schließung des Kaufhauses 2007 verödete der Platz jedoch zunehmend. Im März 2015 war eine Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des Areals einschließlich Kaufhaus fertiggestellt. Unter dem Namen "Neue Mitte" wurden die Pläne konkreter. Das Planungsunternehmen „moderne stadt GmbH“ erhielt im Juni 2016 von der Stadt Köln den Auftrag zur Revitalisierung des Platzes. Im Herbst 2017 begannnen die Abbrucharbeiten von Kaufhaus und Tiefgaragendecke - also des Friedrich-Ebert-Platzes, der damit auf Jahre hinter einem großen Bauzaun verschwand.

Straßenflucht[Bearbeiten]

Im Mai 2022 wurde das erste neue Haus fertiggestellt. Durch dieses Gebäude und zwei weitere neu errichtete Häuser ist der ursprüngliche Friedrich-Ebert-Platz heute weitgehend zu einer Straßenschlucht geschrumpft. Vergebene Hausnummern sind die Adressen 1-11, 13, 2-8 und 12-22.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]