St. Josef

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Vorgeschichte und Vorgängerbau[Bearbeiten]

Im Jahr 1766 scheiterten frühe Bemühungen um einen eigenen katholischen Gottesdienst im Dorf Porz: Zwar hatte der damalige Pfarrer von Urbach dies zugesagt, auch ein eigener Kapellenbau wurde schon vorbereit. Doch der Pfarrer wurde schon bald nach Lohmar versetzt und sein Nachfolger lehnte das Ansinnen der Porzer ab. Seit 1869 war dann zumindest auch ein Katholik aus Porz im Kirchenvorstand Urbach vertreten. Am 21.6.1896 beschloss eine Gemeindeversammlung in Porz die Gründung des St. Josephs-Kichenbauvereins. Der Porzer Gutsbesitzer Christian Keusch (+1913) schenkte am 23. 4.1899 den Gemeindemitgliedern ein Grundstück mitsamt Aufbauten, auf dem bislang die Dachziegelei Heinrichs & Cie tätig war.

So entstand an der damals neu geplanten Bahnhofstraße im Jahre 1901 durch den Umbau eines flachen, langgestreckten Falzziegelschuppen zunächst eine hölzerne Notkirche. Vom 7. November 1901 bis zum 15. Mai 1911 fanden hier die der heiligen Messen statt. Die Ausstattung bestand aus einem Hauptalter, zwei Nebenaltären und einer Kanzel. Durch die Pfarrerhebung im Sommer 1909 hatte die Gemeinde mit Pfarrer Scheben nun auch ihren eigenen Seelsorger. 1911 wurde dieses Gebäude an der Ecke zur Hauptstraße nierdergelegt, um an selber Stelle eine Pfarrkirche zu errichten.

Heutige Kirche[Bearbeiten]

AK 1912: Die neue kath. Kirche

Die heutige Kirche wurde als Pfarrkirche nach Entwürfen des Kölner Architekten Eduard Endler im neugotischen Stil errichtet.

Der Laienraum hat eine Grundfläche von rund 625 Quadratmeter. Die Längsachse mißt 50, die Achse des Querschiffs 25 Meter. Außer dem Hauptaltare befindet sich ein Seitenaltar links im Querschiff, einer rechts in einem kleinen Seitenchore. Diesem Chor entspricht auf der andern Seite die Sakristei mit Unterkellerung für eine Heizungsanlage und mit einem Obergeschoss, das kirchlichen Vereinen zu Versammlungszwecken dienen kann. Nach Westen befindet sich die Taufkapelle. Die Kirche wird in Ziegelsteinen ausgeführt. Die Außenseiten haben einen schlichten Wandverputz erhalten. Die Gliederungen sind in Sandstein und Eltringer Tuffsteinen, der Sockel in Bassaltlava ausgeführt. Die innneren Pfeiler sind in Sandstein, die Rippen aller Gewölbe in Tuffstein gemauert.[1] 

Die Grundsteinlegung fand am 3. Dezember 1911 statt, die Weihung am 8. September 1912. Der seitliche Turm entstand erst später im Jahr 1928. Bei einer Erweiterung nach Westen in den Jahren 1957/58 wurde das Türmchen auf dem Mittelschiff entfernt.

1979 wurde die Kirche als Station 3.24 des Kulturpfad Porz ausgewiesen.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Kirche hat keine Ausstattungselemente eines früheren Gotteshauses übernommen.

(Vertiefung erwünscht)

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

porzer-rheinkirchen.de

  1. Kölner Lokal-Anzeiger v. 1.8.1912