Wilhelmstraße

Diese Straße in Porz wurde um 1900 als Privatstraße durch den Maurer und Bauunternehmer Wilhelm Borsbach (1867-1934) angelegt. Er errichtete hier die ersten Gebäude in Porz, die als reine Mietshäuser für Arbeiter konzipiert waren. Zunächst wurde dieser Weg Borsbachgasse genannt. Offiziell wurde dann 1912 der Vorname des Maurermeisters namensbildend für die Straße. Das Eckhaus mit der damaligen Adresse Hauptstraße 102 bewohnte Borsbach selber. Die Straße bestand zwischen Hauptstraße und Josefstraße mit einer beidseitig geschlossenen, in Massivbauweise ausgeführten zweistöckigen Wohnbebauung bis in das Jahr 1971[1].
Dann wurde der Straßenzug im Zuge der Porzer Großstadtplanungen vollständig abgebrochen. Schon ab Mitte der 1960er Jahre verhinderte eine durch die Stadt Porz erlassene Veränderungssperre jegliche baulichen Maßnahmen. Die Tieferlegung der Hauptstraße unterbrach die Einmündung, durch die Neugestaltung der Josefstraße wurde die Wilhelmstraße in den 1970er Jahren vollständig zum Bestandteil der Fußgängerzone. Die in der ersten Hälfte der 1970er Jahre errichtete vollständige Neubebauung führte zur Hausnummernzählung nördlich von 2 - 28. Die Bebauung der "Neuen Mitte" ergibt heute eine Berührung mit dem Friedrich-Ebert-Platz und eine Hausnummern-Zählung südlich mit 1, 1a, 3, 7, 11, 17 und 23.
- ↑ Eine Fotografie des Straßenzugs zeigt der KStA Porz v. 31.12.1971.