Dampf-Falz-Ziegelfabrik Heinrichs & Cie

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Historie[Bearbeiten]

AK-Ausschnitt um 1900, Verlag Hugo von Scheidt

Am 30. Juni 1887 wurde in das Handelsregister Köln die Rheinische Dampfziegelei Heinrichs & Comp. mit Sitz in Porz eingetragen. Gesellschafter waren die Kaufleute Peter Heinrichs und Joseph Lengsholz. Das Fabrikgelände befand sich an der nördlichen Ecke von Hauptstraße und Bahnhofstraße und trug zunächst die Adresse Porz Nr. 3, Hochkreuz-Zündorfer Chaussee. Solche Ziegeleien waren zu dieser Zeit weit verbreitet und wurden im Volksmund Panneschobben, also Pfannenschuppen genannt. Falzziegel ersetzten seit der Mitte des 19. Jahrhundert die traditionellen Dachziegel, die zumeist nur durch zwei Lagen ein dichtes Dach erbrachten. Sie sind in der Mitte gewellt, was Regenwasser besser ablaufen lässt. Zudem überlappen sie nur an ihren äußeren Rändern, so braucht man weniger Ziegel für die Dachdeckung. Es existiert eine frühe Aufnahme von 1891, damal lautete die Adresse Porz Nr. 72, Hochkreuz-Zündorfer Chaussee.

Ziegelei Lengsholz[Bearbeiten]

Im Januar 1895 übernahm Lengsholz die Firma alleine, nachdem er im selben Monat seine Firma J. Lengsholz zu Porz in das Mülheimer Firmenregister (Nr. 312) hat eintragen lassen. 1896 heiratete Lengsholz die Witwe Katharina Ommer, geb. Straßer.

1898: "Die Privatklage des Ziegelfabrikanten Franz Limbach in Porz gegen seinen Konkurrenten Joseph Lengsholz daselbst, die eine angeblich auf Geschäftsneid beruhende Beleidigung des ersteren durch den letzteren zum gegenstande hatte, fand dadurch ihre Erledigung, daß Beklagter die Beleidigung mit Bedauern zurücknahm und sich zur Zahlung der Prozeßkosten verpflichtete[1].

Um 1900 wird die Firma nach Norden an die Hauptstraße 182 verlagert. Die bisherige große Fabrikhalle wurde hingegen 1901 zur katholischen Notkirche umgebaut. 1913 war die Firma Lengsholz noch im Adressverzeichnis Porz eingetragen. Das Gelände wurde wohl später von der Dampfhobel- und Sägewerkfabrik Dülken übernommen.

Patente[Bearbeiten]

  • um 1898 Ch. und J. Lengsholz, Porz: Einrichtung an Blaudämpföfen zur schnellen Abkühlung derselben; L 11843.
  • 29.11.1905 Christian Lengsholz: Form zum Pressen gratfreier Falzziegel; Patent Nr. 184724, Klasse 80a, Gruppe 39.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. Volksblatt für Bergisch-Gladbach und Umgegend, 14.4.1898.