Kategorie: Familien

In unserer Rubrik Familien finden Sie auch die Themen Jugendliche, Kinder, Schulen und Kindergärten.

Elternbeiträge für Offenen Ganztag werden erstattet

Hauptausschuss: Keine Zahlungen für Juni und Juli 2020 

Der Hauptausschuss der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 13. Juli 2020 per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen, dass für Kinder, die am Offenen Ganztagsschulbetrieb teilnehmen, die Elternbeiträge für die Monate Juni und Juli 2020 erstattet werden. Zunächst war für diese beiden Monate bei anteiliger Landesbeteiligung eine Reduzierung um 50 Prozent vorgesehen. Der Rat hatte in seiner Sitzung am 18. Juni 2020 einer entsprechenden Regelung zugestimmt. Dann hatte das Land NRW am 23. Juni 2020 beschlossen, komplette 50 Prozent der anfallenden Elternbeiträge für die Offene Ganztagsschule zu übernehmen, wenn die Kommune die restlichen 50 Prozent trägt.

Diese Regelung wird mit der aktuellen Entscheidung des Hauptausschuss nun umgesetzt. Für die Eltern bedeutet dies, dass für sie für die Monate Juni und Juli 2020 keine Beiträge für die Offene Ganztagsschule anfallen. Von den üblicherweise für zwei Monate fälligen Elternbeiträgen in Höhe von 3,2 Millionen Euro erstattet das Land bei der hälftigen Regelung nun 1,6 Millionen Euro an die Stadt Köln. Für die Stadt führt die Entscheidung zu Weniger-Einnahmen von ebenfalls 1,6 Millionen Euro. Wegen der Schließung der Schulen war bereits eine vollständige Erstattung der Elternbeiträge für die Zeit vom 16. März 2020 bis Ende Mai 2020 beschlossen worden. Das Land NRW und die Kommunen tragen auch diese Einnahmeausfälle je zur Hälfte.

Gärtnern mit Pänz in Zündorf

BUND Köln erneuert Schulgarten der Offenen Ganztagsschule

Bereits 2016 war der Schulgarten in Zündorf angelegt worden und die Grundschulkinder lieben ihren Schulgarten. Allerdings sind die zwei AG-Stunden pro Woche immer viel zu schnell vorbei. Naïma Stoll, die die Garten-AG für die Offene Ganztagsschule in Zündorf betreut, hatte sich deshalb gewünscht, dass der Garten pflegeleichter wird. Im Rahmen des städtischen Projekts „Gärtnern mit Pänz“ hat ihnen nun die Kreisgruppe Köln des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) unter die Arme gegriffen.

Gartenidyll, HammerFoto

Eigentlich sollte es ein Buddel-Camp mit Grundschulkindern
werden. Doch wegen der Covid-19-Gefahr wurden die Umgestaltung nach dem Konzept von Gabriele Falk vom BUND wesentlich von
Erwachsenen geleistet: Sie haben den Garten neu in drei Abschnitte gegliedert und „Chaos“ gelichtet. Außerdem kann sich das Schul-Eichhörnchen  über ein Futterhaus freuen, Kaulquappen schwimmen jetzt in einem höher gelegten Mini-Teich.

Für die Kinder ist der Schulgarten gleichermaßen Lern- und Erlebnisraum, der einlädt zum Riechen, Schmecken, Chillen, Tiere beobachten. Damit dient er auch dem Anliegen, die Kinder frühzeitig an Themen wie Umweltschutz und nachhaltiges Leben heranzuführen.

Der Schulgarten ist mehr als nur gelebte Bildung für nachhaltige Entwicklung – er ist zugleich Refugium für bedrohte Arten in Köln. Auf knapp 200 Quadratmetern gedeihen über 300 verschiedene Arten von Wildpflanzen. Seltene Käfer und Wildbienen summen um die Blüten herum und Vögel nisten in den Obstgehölzen – ein kleines Paradies am Rand der Stadt.

Finkenberg: Trendsportanlage und Spielplatzerneuerung

In der Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 16. Juni fielen zwei positive Entscheidungen für Finkenberg. Der Spielplatz auf dem „Platz der Kulturen“ erhält ein neues Spielgerät und die Trendsportanlage ist endlich auf dem Weg.

Bezirksvertreter Andreas Weidner: „Ich freue mich, dass nicht nur die Spielplatzerneuerung durchgeführt wird, sondern vor allen Dingen auch, dass die Trendsportanlage auf dem etwa 9.000 qm große Grundstück zwischen Stresemann-, Stein- und Humboldtstraße in Köln-Finkenberg endlich umgesetzt wird. Den Antrag hierzu hatten wir schließlich bereits 2016 gestellt.“

In Finkenberg gibt es drei öffentliche Spielflächen, die jedoch über keine hochwertige Ausstattung verfügen. Auf dem Spielplatz „Platz der Kulturen“ in unmittelbarer Nähe der städtischen Kita muss das in die Jahre gekommene Spielgerät mit dem Schriftzug „Finkenberg“ abgebaut werden.
Als adäquater Ersatz wurde eine neue Spiel und Kletterkombination entwickelt. Sie trägt ebenfalls den Schriftzug „Finkenberg“, der seinerzeit gemäß dem Wunsch der Kinder und zur Identifikation angebracht wurde. Das neue Spielgerät wird weitere Spielfunktionen umfassen, zum Beispiel ein Sandspiel für die jüngeren Kinder sowie Kletterwand und Wackelhölzer. Neben einer niedrigeren Rutsche für jüngere Kinder bietet eine weitere zwei Meter hohe Rutsche auch Spielanreize für Kinder im Grundschulalter.

Ganz neu soll in Finkenberg eine für Kinder und Jugendliche nutzbare trendsportorien-tierte Anlage entstehen, bestehend aus einem Bolzplatz (ca. 900 qm) und einem Basketballspielfeld (ca. 440 qm). Ergänzend ist ein weiteres Spielfeld (ca. 335 qm) für unterschiedliche Spiel- und Bewegungsangebote vorgesehen. Dieses kann zum Vol-leyball spielen, als Hockeyspielfeld oder auch – von jüngeren Kindern – zum Bolzen genutzt werden. Die in einem Rechteck angelegten Spielfelder werden mit Kunststoffböden und schallgedämpften Ballfangzäunen ausgestattet.

Drei Schulen in Porz dürfen hoffen

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat eine Beschlussvorlage über 1,7 Milliarden-Euro-Programm für den Kölner Schulbau unterzeichnet. Über den schnelleren Weg der Beauftragung von General- oder Totalunternehmern sollen in diesem zweiten Paket 48 Einzelprojekte umgesetzt werden. Bis Ende 2027 sollen dabei im auch Stadtbezirk Porz drei Schulen profitieren:

  • Beim Schulzentrum Heerstraße ist der Neubau oder die Generalsanierung des Bestandsgebäudes geplant, ein Interimsbau wird zwischenzeitlich nötig.
  • Die Gemeinschaftsgrundschule Hohe Straße 77-79 soll einen Neubau oder die Generalsanierung des Bestandsgebäudes, der Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens erhalten, auch hier ist ein Interimsbau notwendig.
  • Für die Katholische Grundschule Kupfergasse 31 ist ein Erweiterungsbau für 100 zusätzliche Schüler vorgesehen.

Es ist vorgesehen, dass das zweite GU/TU-Sonderprogramm in der Sitzung des Rates am 18. Juni 2020 beraten wird.