Es hat ein paar Jahre gedauert – aber schneller als bei der Kölner Oper ging es trotzdem. Das Haus des Waldes (HDW) der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. (SDW) in Gut Leidenhausen hat nun den fertigen Um- und Anbau gefeiert. Entstanden sind drei größere Räume mit Nebenräumen. Zwei Räume im Erdgeschoss werden von der Waldschule genutzt, im Obergeschoss ist die Neukonzeption der Dauerausstellung zur Bedeutung des Großstadtwaldes auf ihrem guten Weg. Sie soll im Frühjahr 2026 neu eröffnet werden.
Gut Leidenhausen ist ein besonderer Ort. Im Besitz der Stadt Köln sind hier seit Jahren die unterschiedlichsten naturnahen Vereine tätig – von den Jägern über die Imker über weitere Akteure wie den Portalverein Wahner Heide oder die Greifvogelschutzstation bis zum Naturschutzverband Nabu. Kooperativ und gemeinsam engagieren sich in den Trägervereinen hiesige Politiker der demokratischen Parteien, Zugehörige der Verwaltung (Grünflächen/Forsten) und die Zivilgesellschaft beruflich und ehrenamtlich zugleich.

Engagiert (v.l.n.r.): Anna Katharina Coker – Waldschule, Jochen Ott – SPD-MdL, Vorsitz SDW, Melanie Ihlenfeld – Leiterin Grünflächenamt Köln, Dr. Joachim Bauer – Geschäftsführer SDW + HDW , Dr. Jürgen Hollstein – ehem. CDU-MdL, Vorsitz Freundeskreis HDW (Foto © porzerleben.de)
Rund 120 Ehrenamtliche bringen inzwischen Teile ihrer Freizeit in die Aktivitäten ein. Unterstützung erfährt das Engagement durch Spenden des Freundeskreises HDW, des Landschaftsverband Rheinland, der Porzer Bürgerstiftung, des rechtsrheinischen Lyons-Clubs, der Sparkasse, der Bundesstiftung Umwelt und weiteren institutionellen Förderern. Die verschiedenen Akteure werden so unter dem Dach eines Umweltbildungszentrums Gut Leidenhausen zusammengeführt.
Seit den 1980er Jahren gibt es hier die Waldschule. Sie freut sich über zwei neue Klassenzimmer. Das Konzept: Kölner Kindergartengruppen und Grundschulklassen erfahren in zweieinhalb Stunden spielerisch viel (und mitunter erstmals etwas) über den heimischen Wald, seine Tiere und Pflanzen, Waldgerüche und Waldfrüchte. Den Unterricht geben waldpädagogische Fachkräfte. Als Köln-weit aufsuchendes Angebot wird eine Rucksackschule angeboten; hierbei sind die Ressourcen allerdings begrenzt. Die Grundfinanzierung übernimmt die Stadt Köln – Fahrtkosten werden selber getragen. Hat Ihre Schule /Kita Interesse? Kontakt: waldschule@sdw.koeln
Auch für Firmen und Privatpersonen sind die neuen Räumlichkeiten interessant. Sie bieten Platz für 30 bis 80 Personen und können für Treffen, Weiterbildungsveranstaltungen oder auch für Kindergeburtstage gebucht werden. Kontakt: info@sdw.koeln

