Kategorie: Umwelt

In Porz: Lebensqualität durch Umwelt- und Naturschutz. Nachrichten, Berichte und Meldungen zu den Themen Umwelt und Natur.

Zwei Radtouren des ADFC

Der Frühling lädt zum Radfahren ein. Wer das lieber zusammen mit Gleichgesinnten unternehmen möchte, für den bietet der ADFC Köln am Sonntag, den 25. April eine Tour rund um Porz an. Diese Radtour führt durch die Freizeitanlage Gut Leidenhausen mit der Greifvogelschutzstation und dem Obstbaummuseum, durch viel Wald im Naturschutzgebiet Wahner Heide, durch hübsche Ortskerne, vorbei an der Burg Troisdorf mit ihrem Museum für Bilderbuchillustrationen und dem Lustschlösschen in Wahn. Eine Einkehr ist vorgesehen. Tourenleiter: Hans Josef Dewenter. Anmeldungen unter 02203 – 33928. Treffpunkt 10.00 Uhr am Schiffsanleger in Porz.

Am Sonntag, den 2. Mai startet ebenfalls in Porz eine Tour (Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben) und führt zum Allner See. Der See gerhört zur Stadt Hennef, befindet sich zwischen der Sieg und der A 560 und wird als Naherholungsgebiet der Stadt und des umliegenden Kreises genutzt. Die Tour ist vom Schwierigkeitsgrad her leicht und wird geleitet von Luise Steinbüchel. Anmeldungen unter 02208-8628.

Bei beiden Touren werden rund 50 km zurückgelegt. Nichtmitglieder zahlen jeweils 3 Euro.

WAHNER HEIDE TAG

Der Interkommunale Arbeitskreis Wahner Heide e.V. lädt am Samstag, dem 1.Mai 2010 um 11 Uhr auf Gut Leidenhausen zum traditionellen Umweltgottesdienst ein. Die Predigt hält Pfarrerin Kerstin Herrenbrück von der evangelischen Kirchengemeinde Porz; begleitet vom Posaunenchor der Gemeinde.

Anschließend stellen sich viele in der Heide tätige Vereine und Verbände vor und informieren über ihre Arbeit und das geplante Heideportal .
Um 13 Uhr bietet der Flughafen Köln / Bonn eine Fahrradwanderung zu den Pflegeflächen des Flughafens an. Die Führung wird ca. 2 ½ Stunden dauern, Treffpunkt ist Gut Leidenhausen. Die Imker werden u.a. ihren Insektengarten vorstellen.Um 15 Uhr wird im Haus des Waldes Heinz Kowalski vom NABU- NRW den Kormoran als „Vogel des Jahres“ vorstellen. In der anschließenden Podiumsdiskussion werden unter der Moderation von Jörg Pape, Dr. Klinger ( LANUV/ Landesfischereiverband NRW), Gerhard Thomas (Landesjagdverband NRW) und Siegfried Cunz (Kreisfischereiberater des Rhein-Sieg-Kreises) über das Thema: „Der Kormoran- faszinierende Vogelart oder schwarzgrüner Fischräuber“ diskutieren.

Die Greifvogelstation ist geöffnet und wird Führungen anbieten. Vielfältige Mitmachaktionen für die jungen Besucher werden die Arbeitskreise des NABU Köln anbieten.

Auch für das leibliche Wohl ist zu familienfreundlichen Preisen gesorgt. Um 16 Uhr endet die Veranstaltung, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind.

Es ist keine Zufahrt „ mit dem PKW“ über den Grengeler Mauspfad möglich. Bitte nutzen Sie die Parkmöglichkeiten am
Hirschgraben, 10 Min. Fußweg nach Gut Leidenhausen.

Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (CDU) besuchte Porz

Stationen waren neben dem Porzer Zentrum, der Jugendwerkstatt in Finkenberg und der Luftwaffenkaserne auch Gut Leidenhausen und eine Biogasanlage in Lind. Bürgermeister Bartsch wurde durch den CDU-Stadtbezirksvorsitzenden Jürgen Hollstein sowie örtliche Ratsleute und Bezirksvertreter begleitet.

Im Gut Leidenhausen (v.l.): Bouwmann, Bartsch, Götz, Henk-Hollstein, Resch, Marx

Station Gut Leidenhausen:

Auf Gut Leidenhausen stellte Markus Bouwman vom Forstamt der Stadt die im Rahmen der Regionalen 2010 vorgesehenen verschiedenen Maßnahmen für das Gut Leidenhausen vor. Heribert Resch von der Kölner Jägerschaft präsentierte die bereits hergerichteten Räume. Weiter geplant sind ein großer Saal in der ehemaligen Tenne sowie ein Café mit Außengastronomie.

Station Biogasanlage:

Für Bartsch als umweltpolitischen Sprecher der CDU-Ratsfraktion war der Besuch der Biogasanlage in Lind besonders interessant. Auf umweltfreundliche Art und Weise wird hier Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Die Betreiberfamilie Bulich vom Margarethenhof in Libur und Bernd Klocke von der von Eltz’schen Verwaltung führten die Besucher über die Anlage.

Der CDU-Stadtbezirksvorsitzende Jürgen Hollstein hatte Bartsch eingeladen, sich einen Eindruck von Porz, seinen Potentialen und Problemen zu verschaffen, damit er die Porzer Interessen als Bürgermeister der Stadt Köln bestmöglich vertreten kann (Foto: CDU Porz).

Infozentrum Wahner Heide wieder geöffnet

Das Infozentrum Wahner Heide in Troisdorf-Altenrath beendet am Karfreitag seine Winterpause. Die in Trägerschaft des Bündnis Heideterrasse befindliche Einrichtung ist dann wieder an jedem Sonn- und Feiertag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet.

Ausstellungen zur Wahner Heide und den Altenrather Kannenbäckern, Schriftensammlungen, Heidebiotope, Karten, Heideprodukte – dies und vieles mehr bietet das Infozentrum Wahner Heide seit seiner Eröffnung durch die damalige Landesumweltministerin Bärbel Höhn 1996. Das Ausstellungsgelände mit einem 1000 qm großen Schaugarten und einem Dokumentationshäuschen in traditioneller Fachwerkbauweise liegt im historischen Ortskern des Heidedorfs Altenrath.

An Ostersonntag startet um 14 Uhr am Infozentrum der schon traditionelle Heidespaziergang ins Zentrum des Naturschutzgebiets. Seit mittlerweile 20 Jahren findet diese kostenfreie naturkundlich-politische Exkursion an jedem ersten Sonntag statt.

Adresse: Flughafenstrasse 33, Troisdorf-Altenrath, Tel. und Fax: 0221-7392871

Stadt fällt Bäume im Langeler Auwald

Pappeln sind nicht mehr standsicher und drohen umzustürzen.

Die Untere Landschaftsbehörde im Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln lässt vom 22. März bis voraussichtlich 2. April 2010 im Porzer Naturschutzgebiet „Langeler Auwald“ entlang des Wegs nach Lülsdorf rund 130 Bäume fällen oder deren Kronen einkürzen. Kontrollen haben ergeben, dass die heimischen Laubbäume, überwiegend Pappeln, umzustürzen drohen oder die Gefahr besteht, dass Äste abbrechen. Bei der jüngsten Begutachtung hat sich herausgestellt, dass sich die Situation durch den Sturm am 28. Februar noch verschärft hat und sofortiges Handeln erfordert. Um Flora und Fauna in dem Naturschutzgebiet während der Brutzeit möglichst wenig zu beeinträchtigen, bleiben die gefällten Bäume soweit es geht an Ort und Stelle.

Weil die Pappeln an einem öffentlichen Fuß- und Radweg stehen, erfordert die Verkehrssicherungspflicht der Stadt Köln, sie zu fällen oder zu beschneiden. Um den dort vorhandenen Tieren, vor allem Fledermäuse und diverse Vogelarten, keinen Schaden zuzufügen, begleitet eine Biologin die Schnitt- und Fällaktion ökologisch vor Ort. Wegen der Gefahr ist der Weg bereits seit einiger Zeit gesperrt und bleibt dies auch während der Arbeiten. Das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz bittet die Bevölkerung, sich unbedingt an dieses Betretungsverbot zu halten, weil in diesem Bereich Lebensgefahr besteht. Die Stadt Köln bittet dafür um Verständnis.

Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stefan Palm

Porzer Ansichten: Auf “Gut Leidenhausen”

Wohin in Porz an schöneren Tagen ? Wer es ruhig und beschaulich mag und obendrein die freie Natur liebt, dem sei ein Besuch auf dem Gutshof Leidenhausen in Porz-Eil geraten.

Gut Leidenhausen

Das Gut Leidenhausen ist ein altes Rittergut, das erstmals 1329 erwähnt wurde. Hier findet man ein Wildgehege für Schwarz- und Rotwild, eine Greifvogelschutzstation, eine Waldschule, Liegewiesen, ein großer Sandspielplatz, diverse Grillplätze und ein großer Parkplatz. Auf etwa 12 km Wanderweg kann hier jeder Natur “live” nach Herzenslust erleben.

Die Greifvogelschutzstation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V., die in den 60er Jahren eingerichtet und der Öffentlichkeit im April 1972 zugänglich gemacht wurde, beherbergt zahlreiche Wildvögel, die hier bestens versorgt sind. 1994 übernahm die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. die Greifvogelstation und rettete sie dadurch vor der damals drohenden Auflösung.

Oder schauen Sie doch einmal im „Haus des Waldes“ hinein. 1982 wurde es in einem Gebäudetrakt des Hofgutes eröffnet. Schon vor dem Museum hat man ein Zeichen gesetzt, dass in der Natur leider längst nicht mehr alles im Lot ist. Der Stubben einer 300 Jahre alten Ulme, die im Vorort Weiler von Käfern vernichtet wurde, erinnert an das Ulmensterben und die Tatsache, dass Ulmen seit der Dürre von 1976 aus Kölns Stadtwäldern verschwunden sind. In einem kleinen Raum im Erdgeschoss und im rechten sowie linken Teil des Eingangsbereiches und in einem Obergeschosses wird durch Ausstellungsstücke und Bilder die Waldentwicklung über viele Millionen Jahre hinweg dokumentiert. Am eindrucksvollsten sind dabei auf den ersten Blick der 200 Millionen Jahre alte, versteinerte Stamm eines Baumes aus Arizona und die ebenfalls versteinerte Baumscheibe einer 60 bis 70 Millionen Jahre alten Eiche aus Washington, Oregon, die so blank poliert wurde, dass sie fast wie ein riesengroßer Edelstein wirkt.

Vielleicht verschafft Ihnen der Freizeitfilm über einen Besuch auf Gut Leidenhausen genügend Impressionen, die Lust auf einen Ausflug nach Porz-Eil machen.Viel Spaß …

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