Waldstraße 216

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Historie[Bearbeiten]

AK um 1907, Verlag A. Arbeiter

Jakob Diegel sen. (+1914) war bereits zur Jahrhundertwende in Urbach als Gastwirt im Gasthaus Jägersruh tätig[1]. Er errichtete in den Jahren 1906/07 ein neues Gebäude an der damaligen Waldstraße 128 nahe der Kreuzung zum Mauspfad und eröffnete es am 18. Mai 1907 als Gastwirtschaft zur Jägersruhe. Bald erweiterte er das Gasthaus um einen überdachten Außenbereich und benannte es in Restauration zur Erholung um. Im Januar 1909 meldete das Porz-Urbacher Volksblatt den Diebstahl des Phonografen der Wirtschaft "mit sämtlichen Platten"[2]. Die Gastwirtschaft wurde zum ersten Vereinslokal des 1912 gegründeten RSV Urbach bis zum Tod des Wirtes im Herbst 1914.

Der Sohn Jakob Diegel jun. übernahm nach seiner Rückkehr aus dem Kriegsdienst die Gaststätte. Er erweiterte die Gastwirtschaft zudem 1925 um einen Anbau und wählte den neuen Namen Restauration zum Schießplatz. 1926 gründete sich hier die St. Hubertus Schützenbruderschaft Urbach, das Gasthaus blieb bis 1934 ihr Vereinslokal. Ab 1931 wird Jakob Diegel jun. zugleich als Kolonialwarenhändler geführt. Ab 1939 wurde zudem sein Sohn (?) Leo Diegel als Serviermeister unter dieser Adresse geführt.[3]. 1951 ist dann Leo Diegel als Gastwirt im Adressverzeichnis Porz eingetragen, zudem wird unter gleicher Adresse Heinz Diegel ebenfalls als Gastwirt genannt. Jakob Diegel ist nun "ohne Beruf".

(Fortsetzung/Vertiefung erwünscht)

Heute - Mitte des Jahres 2023 - steht das Haus seit einigen Jahren leer - die übliche Strategie, um einen Abriss dieses historischen Gebäudes durch Investoren vorzubereiten.

Besitzer/Pächter[Bearbeiten]

  • 1907-1914: Jakob Diegel sen.
  • 1914-1919: Witwe Jakob Diegel
  • 1919- nach 1940: Jakob Diegel jun.
  • um 1951 - nach 1960 Leo Diegel

...
Hotel Im Kupferhut

  • um 1970: Karl Strempel

um 1983: Familie Pjanic, Gaststätte mit Balkankarte

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

Ein Foto aus der Nachkriegszeit findet sich im Werk "Porz in alten Ansichten", Nr. 69.

  1. Ein Nachweis in Urbach ohne Straßenangabe findet sich im Adressbuch von 1903, am 16.5. 1903 erschien eine entsprechende Anzeige im Porz-Urbacher Volksblattt.
  2. Porz-Urbacher Volksblatt v. 14.1.1909
  3. Flur 3 Nr. 233/17, vgl. HAStK Best. 9020B A 2770. Im Adressverzeichnis erscheint die Adresse Waldstraße 128 und zugleich Jakob Diegel als Gastwirt merkwürdigerweise erst 1930.