Waldstraße

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Historisches[Bearbeiten]

Diese Straße ist eine sehr alte Verbindung vom Dorf Urbach in die Wahner Heide. Sie diente wesentlich dem Viehtrieb, weshalb sie Jahrhunderte lang von den Urbachern als Viehgasse bezeichnet wurde, bevor sie im Januar 1906 den Namen Waldstraße erhielt. Weil der Weg früher in unmittelbarer Verlängerung über die Alte Kölner Straße durch die Wahner Heide weiter nach Altenrath führte, galt er schon früh auch als Fernverbindungsweg. Bauern aus dem Bergischen nutzten diese Route auch, um über den Porzer Weg (heute Kaiserstaße) zunächst nach Porz und von dort weiter mit Nachen zu den Kölner Märkten zu gelangen. An der Unterführung der Straße unter die Autobahn A59 verläuft heute die Grenze zwischen den Stadtteilen Urbach und Grengel. Bis in das 19. Jahrhundert hinein stand hier ein Grengel, also ein Gatter als Durchlass durch den Wildzaun, der sich von Gut Leidenhausen bis Lind zog und das Wild aus der Wahnher Heide von den Äckern der Bauern in Eil, Urbach, Elsdorf, Wahn und Lind fernhalten sollte.

1908 beschließt der Gemeinderat Heumar

"nach Verlesung einer Eingabe der Bewohner der oberen Waldstraße in Urbach und derjenigen von Grengel daselbst betr. Versorgung dieser Straßen mit Gas und Wasser (...) bei der Rhein. Wasserwerks-Gesellschaft im Sinne der Eingabe zu wirken."[1]

Erst durch den Flughafenbau nach 1956 wurde die Alte Kölner Straße nach Norden verlegt. Die Waldstraße führt zunächst durch den Stadtteil Urbach, aber nach der Autobahnunterführung ist es der Stadtteil Grengel.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

- Urbach

  1. ab Kreuzung mit Frankfurter Straße und Kaiserstraße bis Kreuzung Gronaustraße / Leuschhofgasse; 1-33 (N) 2-22 (S)
  2. bis Kreuzung Mühlenweg; 35-65 (N) 24-36 (S)
  3. bis Einmündung Bartholomäusstraße; 69-89 (N) 46-68 (S)
  4. bis Einmündung Antoniusstraße; 91-115 (N) 70-86 (S)
  5. bis Unterführung A59; 119-139 (N) 104 (S)

- Grengel

  1. bis Einmündungen Graf-Zeppelin-Straße / Akazienweg; 153-157 (N) 122-142 (S)
  2. bis Kreuzung Vorm Wald / Wiesenweg; 175-209 (N) 150-178 (S)
  3. bis Einmündung Himbeerweg; 211-229 (N) 182-208 (S)
  4. bis Kreuzung Grengeler Mauspfad; 231-243 (N) 210-216 (S)
  5. bis Flughafengelände und Übergang Heinrich-Steinmann-Straße; 247-255 (N) 216a-228a (S)

Umbenennungen, veränderte Hausnummern, historische Abzweige[Bearbeiten]

Bereits um 1913 war die Waldstraße auf ihrer gesamten Länge dicht bebaut, zumeist mit kleinen, einfachen Häusern von Arbeitern und Tagelöhnern. Etliche dieser Häuschen stehen noch heute. Die höchsten zu dieser Zeit vergebenen Hausnummern waren die Nummern 128 (heute das Haus Nr. 216) und 130 (direkt jenseits des Grengeler Mauspfads).

In der NS-Zeit wurde die Straße im August 1940 in Von-Kluge-Straße umbenannt, daraufhin sandte Generalfeldmarschall Günther von Kluge ein Dankschreiben[2]. Ab Kriegsende war es dann wieder die Waldstraße.

Historische Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmalgeschützte Bauwerke gibt es auf der Waldstraße nicht. Aber eine Reihe von alten historischen, zumeist kleinen Wohnhäusern. Bemerkenswert sind folgende Bauten:

  • Abschnitt 4: Nr. 216 - Gasthaus

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. Rheinischer Merkur v.4.8.1908.
  2. HAStK Best. 9100, A44. Von Kluge fiel Mitte 1944 in Ungnade und nahm sich im August 1944 das Leben.