Kategorie:Gasthaus

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1855 - Gastwirte in der Bürgermeisterei Heumar
Kölner Lokal-Anzeiger v. 16.5.1914

Ehemalige und noch bestehende traditionelle Gasthäuser im Stadtbezirk Porz[Bearbeiten]

Gasthäuser waren und sind Treffpunkte der Geselligkeit und der Kommunikation, daher ist ihre Bedeutung für die dörfliche Gesellschaft schon immer sehr zentral gewesen. Für die früher durchweg katholischen Familien war der Besuch der Kirche Sonntags ein Pflichtbesuch, die Männer trafen sich (danach) in den Gasthäusern. Auch zu den Feiertagen und großen Familienereignissen waren Gasthäuser Orte des Zusammentreffens. Ein angebauter Saal förderte auch das Vereinswesen im Dorf - vom Gesangsverein über den Junggesellenverein bis zum Sportverein. Reisende fanden in Gasthäusern eine Herberge.

Die Wirtsleute waren selten nur Gastwirte. Zumeist hatten sie auch eine kleine Landwirtschaft oder einen Handel, zum Beispiel mit Kohlen oder Spezereien. Einige Wirte waren auch Destillatoren und Branntweinbrenner. In Gasthäusern wurden auch Geschäfte abgewickelt. Die Zeitungen des 19. Jahrhunderts sind voll von Kleinanzeigen, in denen die Versteigerung von Immobilien, Mobiliar oder Pachten "in der Wohnung des Wirthes ...." angekündigt wurden. So kann die historische Forschung die Existenz von Wirtsleuten zu den jeweiligen Zeiten belegen. Eine frühe Auflistung von Gastwirten im Raum Porz findet sich im Mülheim-Siegener Kreisblatt vom 7. Oktober 1855. Sie zeigt Gewerbetreibende in der Bürgermeisterei Heumar (siehe rechte Spalte).