Hochkreuz
Historie[Bearbeiten]
Bis heute ist den Porzern das Hochkreuz ein Begriff. Wenngleich sich die Bedeutung gründlich gewandelt hat. Heute verbindet man mit dem Namen eine unfallträchtige Kreuzung verkehrsreicher Straßen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte schon mehrfach durch Umbauten entschärft werden sollte, was aber nie geschah. Die Verortung ist somit die Stelle, an der sich Frankfurter Straße, Steinstraße und Maarhäuser Weg treffen.
Diesen Verkehrsknotenpunkt gab es aber noch im Jahr 1960 überhaupt nicht. Denn die Steinstraße mündete ursprünglich weiter nördlich in die Frankfurter Straße und wurde erst 1964/65 verlegt. Ein Überbleibsel dieser Trasse ist in Gremberghoven die Straße Am Hochkreuz.

Und dies ist die ursprüngliche Bedeutung: Direkt östlich der Einmündung der Steinstraße in die Frankfurter Straße stand schon im 18. Jahrhundert ein großes christliches Kreuz, genannt das Hohe Kreuz (auch: Hohe Kreutz). Es war in frühen Landkarten eingezeichnet, z.B. im Wiebeking-Plan von 1792 oder einer Zeichnung der Zündorfer Straße von 1813 (siehe rechts). Hier zeigt sich das Kreuz von vier Bäumen umgeben. Das Hohe Kreuz war zudem eine wichtige Station bei den großen Prozessionen der Pfarrei Urbach. Leider ist nicht einmal eine zeitgenössische Zeichnung oder Beschreibung überliefert. Eine Karte aus dem Jahr 1851 verzeichnet das Kreuz noch.