Kategorie:Kleindenkmal
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellten im Porzer Raum katholische Kirchengemeinden und Stifter Fußfallstationen, Wegekreuze und Bildstöcke an zahlreichen Straße auf. Im Bezirk Porz bestehen 46 solche Flurzeugnisse. Sie werden auch als Kleindenkmäler bezeichnet, denn ab ca. 1980 hat sie die Stadt Köln unter Denkmalschutz gestellt. Während Gebäude Denkmalschutz nur erhalten, wenn sie zwischenzeitlich nicht bereits in mehreren Elementen überformt wurden, stellt sich dies bei den Kleindenkmälen anders da. Sie stehen zudem gerade ohne jeden Schutz unbewacht an ihren Standorten. Ihre Elemente (Kreuze, Gitter, Figuren) sind nicht nur mitunter fragil, sondern zugleich als Rohmaterial oder Antiquität von gewissem Wert. Dies führt dazu, dass die Objekte immer schon durch Vandalismus und heute auch durch skrupellose Metalldiebe bedroht sind. Ihre Ursprünglicheit - eigentlich ein klassisches Merkmal von Denkmälern - haben daher viele dieser Objekte heute verloren: sie sind überformt durch neue Kreuze, neue Figuren, neue Farbigkeit und ihre Standorte sind durch Straßen- und Gebäudebau selten ursprünglich. So sind es heute eher Andachts- oder Erinnerungsmale denn wirkliche Denkmäler.
In den Jahren 1979/80 erweiterte Christa Zingsheims eine entsprechende Liste des Kölner Stadtkonservators um die Kleindenkmäler im Stadtbezirk Porz. Ihrer Nummerierung folgt diese Liste:
- in Eil: Fußfall (5-Frankfurter Str.), Fußfall (6-Frankfurter Str. 543), Fußfall (7-Mozartstr. 5), Bildstock (4-Gut Leidenhausen)
- in Elsdorf: Wegekreuz (8-Gilsonstr. 67), Heiligenhäuschen (9-Gilsonstr.)
- in Ensen: Amerikakreuz (11-Marktplatz), Wegekreuz (10-Gilgaustraße)
- in Langel: Wegekreuz (17-Hintergasse), Wegekreuz (12-Lülsdorfer Str.), Wegekreuz (13-In der Aue), Wegekreuz (14-Lülsdorfer Str. 109), Wegekreuz (15-Schrogenweg), Wegekreuz (16-Langeler Berg)
- in Libur: Urbanuskreuz (18-Urbanusstr.), Stompeler Kreuz (19-Liburer Landstraße), Bildstock (24-am Margarethenhof), Bildstock (23-Kuxgasse 9), Bröhls Keuz (22-Stockumer Weg), Margarethenkreuz (20-Pastor-Huthmacher-Str.), Hölser Kreuz (21-Stockumer Weg), sowie: Heiligenhäuschen (Pastor-Huthmacher-Str.)
- in Lind: Linder Kreuz (25-Frankfurter Str.)
- in Poll: Dorfkreuz (1-Kirchplatz), Wegekreuz (2-Rolshover Str. 564), Bildstock (3-Poll-Vingster-Str.), zudem: Pumpe (Poller Hauptstr.), Milchmännchen (Efeuplatz)
- in Porz: Wegekreuz (26-Nähe Lindenhof), Schöffenkreuz (27-Steinstraße)
- in Urbach: Tambourskreuz (28-Am Tambourskreuz)
- in Wahn: Missionskreuz (31-Feldstraße), Wegekreuz (29-Poststraße), Wegekreuz Trompetter (30-Dammweg)
- in Westhoven: Bildstock (32-Oberstr. 42)
- in Zündorf: Nepomuk-Standbild (33-Am Markt), Wegekreuz (39-Börschhof), Olefskreuz (37-Olefsgasse), Bildstock (38-Hauptstr. 62), Wegekreuz (35-an St. Mariä Geburt), Wegekreuz (36-Hauptstr. 155), Mellerkreuz (41-Houdainer Str.), Stumpfes Kreuz (42-neben Houdaner Str. 64), Schwazzes Krüzzje (40-Rheindamm km 674,8), Gedenkkreuz (34-an St. Michael), Wegekreuz (45-Elsdorfer Gasse), Wegekreuz (44-Schmittgasse 47), Bildstock (43-Schmittgasse 73 vis), Hofkreuz (46-Hauptstraße 181, Verbleib?)
Es ist davon auszugehen, dass viele Wegekreuze und Bildstöcke heute nicht mehr bestehen. Dies bezieht sich auch auf solche Objekte, die als Wegemarken ihre Spuren in Flurnamen und Straßenbezeichnungen hinterlassen haben. Das markanteste Beispiel hierfür ist das ehemalige Hochkreuz an der Frankfurter Straße nahe Gremberghoven.
Literatur[Bearbeiten]
Zingsheim, Christa: Wegekreuze und Bildstöcke in Köln. Köln 1981.
unklar: HAStK Best. 9080A, A50002 (1961-1971) Natur- und Denkmalschutz
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