Runder Tisch zum Thema Verkehr im rrh. Kölner Süden

  • 14633001_637470716433758_898788382851622915_nDie vernetzten Bürgervereine Porz und Poll erörterten mit Vertretern aus Industrie, Wirtschaft, Politik und Verwaltung die bestehenden massiven Verkehrsprobleme im rrh. Köln und dem angrenzenden Rhein-Sieg-Kreis.

Am 17.11.2016 hat die vernetzte Gemeinschaft der Bürgervereine (Bürgervereine Libur, Porz-Mitte, Poll, Wahn-Wahnheide-Lind, Urbach, Zündorf, der Bürgervereinigung Ensen-Westhoven, der Grengeler Ortsgemeinschaft, der IG Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel und dem Förderkreis Rechtsrheinisches Köln) einen Runden Tisch zum Thema „Verkehrsentlastungskonzept mit drei Varianten für den Rechtsrheinischen Kölner Süden / Rhein-Sieg Kreis“ organisiert. Zu dieser geschlossenen Veranstaltung im Haus des Waldes auf Gut Leidenhausen waren zahlreiche Experten geladen.

Ziel der Veranstaltung war es, überregional und überparteilich die verschiedenen Interessenvertreter an einen gemeinsamen Runden Tisch zu bringen, um Lösungen zu den Verkehrsproblemen des rechtsrheinischen Kölner Südens sowie der angrenzenden Städte des Rhein-Sieg Kreises zu diskutieren und mögliche Lösungsansätze zu erarbeiten. Die o.g. Gemeinschaft hatte hierzu die Idee und hat sich dieser Herausforderung gestellt, um auf dringend erforderliche und zeitnah zu realisierende Verbesserungen der Verkehrssituation hinzuweisen, da innerhalb der letzten 40 Jahre seit der Eingemeindung der Stadt Porz im Bereich der Infrastruktur kaum Verbesserungen – nach der Einschätzung einiger Anwesender hat sich die Situation sogar verschlechtert – festzustellen sind.

Die Teilnehmer des runden Tisches waren:

  • Experten der Verwaltung, der Wirtschaft / Industrie sowie der Politik aus den Städten Köln, Niederkassel, Troisdorf, Bergisch Gladbach und dem Rhein-Sieg Kreis
  • Verkehrsexperten aus dem Bundestag, dem Landtag NRW und den Landesbetrieben Straßen NRW sowie Fachleute von NABU und BUND
  • Vertreter der vernetzten Gemeinschaft (in alphabetischer Reihenfolge): Ute Ahn (1.Vorsitzende Bürgerverein Poll), Hans Baedorf (1.Vorsitzender Bürgerverein Zündorf), Simin Fakhim (1.Vorsitzende Urbacher Bürgerverein), Jochen Humberg (1.Vorsitzender Bürgerverein Wahn-Wahnheide-Lind), Bernd Lob (1.Vorsitzender Förderkreis Rechtsrheinisches Köln), Helmut Marti (1.Vorsitzender Bürgerverein Libur), Gerd Matthiae (1.Vorsitzender der IG Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel) und Jürgen Piper (Bürgerverein Ensen-Westhoven)
  • Vorstandsmitglieder des Bürgervereins Troisdorf

 Insbesondere auch im Hinblick auf die zu erwartende verstärkte Auslastung des EVONIK-Geländes in Lülsdorf, unter anderem mit dem Neubau eines trimodalen Containerterminals der Duisburger Hafen AG, befürchten die Organisatoren eine deutliche Zunahme des Verkehrs, speziell des Schwerlastverkehrs im ohnehin schon überlasteten Verkehrsnetz in dieser Region. Im beschriebenen Bereich hat sich in diesem Zeitraum die Einwohnerzahl durch viele Neubaugebiete verdoppelt, ohne dass das ableitende überregionale Straßennetz ausgebaut wurde. Hieraus begründen sich die täglichen Staus vom Rhein-Sieg Kreis über den Bezirk 7 (Porz/Poll) hinaus bis in das Kölner Zentrum.

In einer eindrucksvoll animierten Präsentation, die die Mitorganisatoren der Veranstaltung – Simin Fakhim und Hans Baedorf – im Namen der vernetzten Gemeinschaft vorgestellt haben, wurden die derzeit in einer verkehrsgutachterlichen Bewertung befindlichen drei Varianten vorgestellt und diskutiert. Die Informationen wurden in vielen sondierenden Vorgesprächen mit den Fachleuten durch Baedorf/Fakhim zusammengetragen und in der für den Runden Tisch eigens angefertigten Präsentation eingearbeitet. Des Weiteren wurde die Querspange zwischen A59 und A553 des aktuellen BVWP 2030 erörtert sowie alternative Trassenführungen aus Sicht der Organisatoren aufgezeigt. Nach dem einstündigen Vortrag folgte eine ruhige, sachliche und sehr konstruktive Diskussion unter den Beteiligten, die von Herrn Prof. Dr. Andreas Vogel professionell moderiert wurde.

Einigkeit herrschte darüber, dass die möglichen Trassen der geplanten Autobahnverbindung des BVWP 2030 die dringend erforderlich und zeitnah auszuführenden Bundes- und Landstraßen zur Entlastung des beschriebenen Bereiches nicht blockieren dürfen. Unter anderem wurden auch mögliche Kombinationen aus den diskutierten Varianten der Entlastungsstraßen mit vorgezogenen Teilabschnitten der Querspange erörtert. Die vernetzte Gemeinschaft fordert neben den vorgestellten drei Varianten der Machbarkeitsstudie für den innerörtlichen Verkehr in Porz eine eigenständige Lösung. Die Problematik des öffentlichen Nahverkehrs in dieser Region sollte nach Ansicht der Organisatoren in einer weiteren Veranstaltung mit Experten beraten werden. Alle zu realisierenden Verkehrslösungen müssen nach Meinung der vernetzten Gemeinschaft unter Berücksichtigung des Umweltschutzes neben dem Nachweis der Machbarkeit insbesondere auch brauchbar und in den nächsten 5 Jahren umsetzbar sein.

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