Kategorie: Umwelt

In Porz: Lebensqualität durch Umwelt- und Naturschutz. Nachrichten, Berichte und Meldungen zu den Themen Umwelt und Natur.

Sa, 30.4. 14-16 Uhr: Die Westhovener Aue – vom Truppenübungsplatz zum Landschaftsschutzgebiet

Naturkundliche Führung mit Holger Sticht (BUND-Landesvorsitzender, Bündnis Heideterrasse)

Die Porz-Poller Grünen laden ein zu dieser Exkursion in die Westhovener Aue am Samstag, 30.4.2022 von 14 bis 16 Uhr.

Bis 1995 noch Truppenübungsplatz, hat sich die Westhovener Aue zu einem wertvollen Landschaftsschutzgebiet entwickelt. Seltene Tier- und Pflanzenarten wie die Wechselkröte finden hier ihren Lebensraum. Gleichzeitig dient das Gebiet der Naherholung. Holger Sticht führt uns durch die Aue und zeigt uns die Besonderheiten wie den Lebensraum der Wechselkröte oder ein Projekt zum Fledermausschutz.

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung an info@grueneporz.de. Spontane Teilnahme ist aber auch möglich!

Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Kölner Straße (Linie 7), am Bahnsteig in Fahrtrichtung Porz.

Die Westhovener Aue – schon immer Überschwemmungsgebiet

Rheinaustraße 7: Anwohner 1920 im Nachen, englische Besatzungssoldaten. (Q: Porz in alten Ansichten Köln 1977, Bild 41)

Hochwasser, Geologie und Geografie

Hochwasser

„Einmol em Johr kütt d´r Rhing us em Bett…”  heißt ein bekanntes Lied der Bläck Föös. Dieses Ereignis lockt immer wieder unzählige Touristen in die Kölner Altstadt. Auch die Westhovener Aue könnte ein Lied davon singen. Seit 1920 ist sie insgesamt 23 Mal vom Hochwasser heimgesucht worden. Die Westhovener Aue war und ist ein für das Hochwasser ungeschütztes und offenes Gebiet. Die Überflutung beginnt bei einem Wasserstand von über 10 m KP.

Das extreme Hochwasser von 1784 überflutete die Aue bis zu 4 m. Zu jener Zeit gab es noch keine Hindernisse wie Autobahnen und Eisenbahndämme. Daher bestand damals die konkrete Gefahr, dass der Rhein sich einen ständigen neuen Verlauf sucht, die Stadt Köln wäre beinahe vom Rhein-Strom abgeschnitten worden. Denn die Wassermassen brachen bei Westhoven ins Inland durch, um sich östlich von Deutz ein neues Rheinbett zu suchen. Das Wasser erreichte zwar noch nicht die Niederterrassen von Westhoven und Poll mit ihren 50-53 m über NN, wohl aber die mit 45-47 m über NN liegenden Gebiete vom östlichen Poll (Im Wasserfeld), Gremberg, Buchforst und schließlich Mülheim.

Hochwassermarken

Die vielen Flutkatastrophen sind seit Jahrhunderten nicht nur in Erzählungen überliefert, sondern auch als bildliche Darstellung in Form von Hochwassermarken an Mauern, Brücken, und Türmen.

Myriameterstein in Ensen. Die Metallkugel zeigt das Hochwasser 1882 (Q: Archiv d. Bürgervereinigung Ensen Westhoven)

Auch in Westhoven befinden sich Hochwassermarken, z.B. über dem Eingang der Nikolauskapelle und an den Hochwasserschutzmauern. Eine besondere Marke ist am Myriameterstein Mr. 51 zu sehen. Dort ist die Höhenmarkierung des Hochwassers von 1882 durch einen Dorn mit einer Kugel in den Stein eingeschlagen.

Rheinhochwasser hat es in unregelmäßigen Abständen und unterschiedlichen Höhen und Wirkungen immer gegeben. Seit 1816 wird es am sog. Kölner Pegel (KP) gemessen, der bei Stromkilometer 688 und dessen Null-Punkt 35 m über NN liegt. Am 1. November 1979 wurde der KP um 1,00 m abgesenkt, da es bei Niedrigwasser zu negativen Messwerten gekommen war. Die Original-Pegeluhr des Kölner Pegel, die von 1951 bis 1979 im Einsatz war, befindet sich im Archiv der Bürgervereinigung Ensen-Westhoven e.V.

Köln bereitet neue Kleingartenordnung vor

Insgesamt fast 12.000 städtische Kleingärten sind integraler Bestandteil des Kölner Grünsystems, haben  für die Ökologie und das städtische Klima große Bedeutung, dienen aber vor allem den Kölner*innen zum Gärtnern und zur Erholung.

Ihre Bewirtschaftung in den Parzellen regelt die Kleingartenordnung in der jeweils vom Rat der Stadt Köln beschlossenen Fassung. In ihr werden die zugelassenen Aufbauten, die Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern sowie der Anbau von Obst und Gemüse geregelt und vorgegeben. Diese Vorgaben sind sinnvoll und erforderlich, um die Möglichkeiten zum Gärtnern in der Stadt nachhaltig zu sichern und zielgerichtet weiterzuentwickeln.

Nun sollen diese Vorgaben aktualisiert und vor dem Hintergrund des Klimawandels und der hohen Bedeutung des Artenschutzes und der Biodiversität überprüft und aktualisiert werden.

Eifelverein wandert wieder in größeren Gruppen

Nach den jüngsten politischen Corona-Beschlüssen ist beim Kölner Eifelverein (KEV) das Wandern in größeren Gruppen wieder möglich. Allerdings gilt beim Wandern weiterhin die 2G-Regel und auch an der Anmeldepflicht wird festgehalten. Jeder Wanderführer entscheidet selbst, mit wie vielen Wanderfreundinnen und Wanderfreunden er wandern will. Er bestimmt auch, ob er eine Einkehr anbietet. Impfpass oder Genesenenausweis und Personalausweis müssen wegen Fahrten im ÖPNV sowie evtl. für die Einkehr auch ein Negativ-Test mitgeführt werden.

Der Kölner Eifelverein bietet im März 55 Wanderungen in die schöne Kölner Umgebung an – in die Eifel, ins Bergische, an die Sieg, ins Siebengebirge, im Vorgebirge und in der Wahner Heide an – aber auch im Kölner Umland und sogar ins Ruhrgebiet. Gäste sind willkommen, sie können das Wandern mit dem KEV kostenlos ausprobieren, eine bestätigte Anmeldung beim Wanderführer ist aber Voraussetzung für die Teilnahme. Das KEV- Wanderprogramm ist abrufbar im Internet (www.koelner-eifelverein.de), es kann aber auch telefonisch angefordert werden unter 0221/627076.

Stunde der Wintervögel

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Foto: porzerleben.de

Zu einem gemütlichen Sonntag mit Vogelbeobachtung bei Kaffee und Kuchen lädt das Umweltbildungszentrum Heideportal Gut Leidenhausen gemeinsam mit dem NABU Köln am 13. Februar ein.

Bei der Veranstaltung werden viele Infos zur Lebensweise unserer heimischen Vögel vermittelt: Welche Vögel besuchen die Futterstellen in Kölner Gärten? Was sind die Ursachen für die Bestandsrückgänge vieler Vogelarten? Ist eine Fütterung sinnvoll und was ist dabei zu beachten? Parallel dazu führt der Ornithologe Dr. Albrecht Priebe vom NABU Köln die Teilnehmer in einer spannenden Vogelstimmenexkursion rund um das Gut. Mit dem Fernglas können die kleinen, flinken Vögel gut bei ihrer Mahlzeit an der Futterstelle beobachtet werden.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Anfänger in der Vogelbestimmung.
Datum: Sonntag, 13.02.2022, 14-16 Uhr.
Kosten: 8 €
Treffpunkt: Portalausstellung (Tenne) auf Gut Leidenhausen
Referent/-innen des UBZ
Anmeldung: info@gut-leidenhausen.de, Tel.:02203-357651

Oktober-Pflegetage beim Bürgerverein Porz-Langel e.V.



Nachdem wir auf Initiative von Herrn Bäuml, Ortsring Eil, vom Grünflächenamt Hyazinthen-, Krokus-, Osterglocken-, Schneeglöckchen- und Tulpenzwiebeln bekommen hatten, wurden diese an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen mittels Blumenerde zur Schaffung eines Pflanzbettes eingepflanzt und die Beete anschließend mit Pinienrinde abgedeckt.


Das Gras der Grünflächen um St. Clemens war durch die feuchte Witterung auch schon wieder gewachsen – so mußte zwischendurch nochmals ein letzter Rückschnitt vor dem Winter erfolgen. Insgesamt standen 46 prall gefüllte Müllsäcke für die AWB zur Abholung bereit.