Kategorie: Umwelt

In Porz: Lebensqualität durch Umwelt- und Naturschutz. Nachrichten, Berichte und Meldungen zu den Themen Umwelt und Natur.

Gärtnern mit Pänz in Zündorf

BUND Köln erneuert Schulgarten der Offenen Ganztagsschule

Bereits 2016 war der Schulgarten in Zündorf angelegt worden und die Grundschulkinder lieben ihren Schulgarten. Allerdings sind die zwei AG-Stunden pro Woche immer viel zu schnell vorbei. Naïma Stoll, die die Garten-AG für die Offene Ganztagsschule in Zündorf betreut, hatte sich deshalb gewünscht, dass der Garten pflegeleichter wird. Im Rahmen des städtischen Projekts „Gärtnern mit Pänz“ hat ihnen nun die Kreisgruppe Köln des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) unter die Arme gegriffen.

Gartenidyll, HammerFoto

Eigentlich sollte es ein Buddel-Camp mit Grundschulkindern
werden. Doch wegen der Covid-19-Gefahr wurden die Umgestaltung nach dem Konzept von Gabriele Falk vom BUND wesentlich von
Erwachsenen geleistet: Sie haben den Garten neu in drei Abschnitte gegliedert und „Chaos“ gelichtet. Außerdem kann sich das Schul-Eichhörnchen  über ein Futterhaus freuen, Kaulquappen schwimmen jetzt in einem höher gelegten Mini-Teich.

Für die Kinder ist der Schulgarten gleichermaßen Lern- und Erlebnisraum, der einlädt zum Riechen, Schmecken, Chillen, Tiere beobachten. Damit dient er auch dem Anliegen, die Kinder frühzeitig an Themen wie Umweltschutz und nachhaltiges Leben heranzuführen.

Der Schulgarten ist mehr als nur gelebte Bildung für nachhaltige Entwicklung – er ist zugleich Refugium für bedrohte Arten in Köln. Auf knapp 200 Quadratmetern gedeihen über 300 verschiedene Arten von Wildpflanzen. Seltene Käfer und Wildbienen summen um die Blüten herum und Vögel nisten in den Obstgehölzen – ein kleines Paradies am Rand der Stadt.

Langel „putzt munter“

Es war mal wieder soweit – mit Rasenmäher, Laubbläser, Fächerrechen, Harke, Besen und Gartenschere wurde am 23. Mai 2020 wieder einmal Ordnung geschaffen. Die Wildkräuter hatten in der Zwischenzeit die Oberhand gewonnen, obwohl einzelne Mitglieder des Bürgervereines auch schon im März und April 2020 an unterschiedlichen Nachmittagen und an einem Samstagvormittag die Stauden zurückgeschnitten und das Abgeblühte entsorgt hatten. Die AWB mußte etliche Mülltüten abholen. Der nächste Pflegetag ist nun am 27. Juni 2020, wo helfende Hände benötigt werden.

Wie auch die anderen Langeler Vereine ihre Feste absagen mußten, entschloss sich ebenfalls der Vorstand des Bürgervereines Porz-Langel e.V. dazu, sowohl die Mitgliederversammlung als auch das Sommersonnenwendefest in den September 2020 zu verschieben.

Mehr kann man nachlesen auf der Homepage  http://buergerverein-porz-langel.de/in-2020/

KEINE neue Autobahn im Kölner Süden – NEIN zur Rheinspange 553

Im bereits mit Autobahnen überfüllten Ballungsraum Köln – Bonn wird eine weitere Autobahn geplant, die sog. Rheinspange. Damit sollen die beiden Autobahnen A 59 und A 555 vor Ihren jeweiligen Staupunkten miteinanderverbunden werden. Unmittelbar davon betroffen sind der Frischluftraum für Köln, ein FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat Schutzraum), ein Naherholungsgebiet sowie der Ackerbau in der Region. Die Umweltverträglichkeitsprüfung von Straßen.NRW selbst ermittelt einen sehr hohen Raumwiderstand.

Deshalb fordern wir

  • aufgrund der Umweltverträglichkeitsprüfung des von Straßen.NRW selbst ermittelten sehr hohen Raumwiderstandes den sofortigen Stopp aller weiteren Planungen und der Umsetzung der Rheinspange 553.
  • den Erhalt ausgewiesener FFH-Gebiete
  • den Schutz des Raumklimas
  • keine neue Versiegelung von Flächen in Kaltluftentstehungsgebieten
  • keine Zerstörung hochrangiger Wasserschutzzonen
  • den Erhalt des erst 2008 fertiggestellten Retentionsraumes für den Hochwasserschutz Kölns
  • keine weitere Zunahme der Luftverschmutzung
  • nicht noch mehr Verkehr in einem schon überlasteten Gebiet

 

Die Stadt Köln ruft den Klimanotstand aus und die Bundespolitik beschwört die Verkehrswende. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns nicht mit der neuen Autobahn Rheinspange 553 abfinden!

Wir sind FÜR eine verantwortungsvolle und nachhaltige Verkehrspolitik, die nicht einfach den seit Jahrzehnten überkommenen Leitbildern der autogerechten Entwicklung folgt, sondern Lösungen im Sinne eines zukunftsfähigen Menschen- Umwelt-, Natur- und Artenschutzes sucht.

Erhalt ausgewiesener FFH-Gebiete

Deutschlandweit wäre dies zurzeit eines der größten und umfangreichsten neuen Bauprojekte mit geplanter Fertigstellung im Jahr 2030 und ist eine unwiederbringliche Zerstörung der Umwelt, der Natur und des Artenschutzes!

Im Planungsraum der Rheinspange 553 liegen zwei Teilgebiete des FFH-Gebietes „Rhein-Fischschutzzone zwischen Emmerich und Bad Honnef“. Das FFH-Gebiet „Rhein-Fischschutzzone“ ist insgesamt 2.335 Hektar groß und erstreckt sich von Emmerich im Nordwesten bis nach Bad Honnef im Südosten Nordrhein-Westfalens. Als ein ausgewiesenes FFH-Gebiet fasst es schutzwürdige Abschnitte des Rheins zusammen. Besonders wertvoll ist das Gebiet als Laichplatz und Lebensraum für Jungfische. In diesem Gebiet gehören Lachs, Maifisch, Steinbeißer, Groppe, Meerneunauge und Flussneunauge zu den heimischen Arten.

Die Rheinspange 553 zerstört große Flächen des FFH-Lebensraumtyps „Weichholz- Auenwald“. Er ist rechtlich ein prioritär geschützter Lebensraumtyp. Das hat seine Begründung in der Seltenheit und in der schwierigen Wiederherstellbarkeit. In Nordrhein-Westfalen sind die Zukunftsprognosen für diesen Lebensraumtyp, der mit insgesamt etwa 1.400 ha Fläche vertreten ist, offiziell „ungünstig“. Das Land NRW steht also beim Schutz und der Entwicklung massiv in der Bringschuld gegenüber der Bundesrepublik Deutschland bzw. der EU. Das Entwicklungsgebot im FFH-Recht würde durch den geplanten Brückenbau gebrochen.[1]

Eingriffe in einen prioritären Lebensraumtyp sind nach § 34 (4) BNatSchG nur in speziellen Ausnahmen überhaupt möglich, etwa bei Problemen der nationalen Gesundheit, bei Seuchen, Notstand oder durch eine unmittelbare Freigabe durch die EU-Kommission.

Straßen.NRW beabsichtigt jetzt jedoch eine FFH-Verträglichkeitsprüfung, um die Freigabe für den Bau der Rheinspange 553 bei der EU-Kommission wahrscheinlich doch noch zu ermöglichen!

Weitere öffentliche Mülleimer in Urbach

Erfolg mit Hindernissen

Nach gut einem Jahr ist es endlich soweit. Auf Initiative des Urbacher Bürgervereins wurden im Bereich des Verbindungsweges zwischen Mühlenweg und Josef-Broicher-Straße im Gewerbegebiet Airport City Cologne drei neue Mülleimer installiert.

Die Aufstellung dieser drei Mülleimer war eine eher „schwere Geburt“ , so die erste Vorsitzende des Urbacher Bürgervereins Simin Fakhim. Die ersten Planungen zu diesem Projekt begannen bereits vor gut einem Jahr. Zunächst mussten die Eigentumsverhältnisse der dort vorhandenen Grundstücke und damit die Zuständigkeiten durch intensive Recherchen geklärt werden. Im Anschluss daran folgten unzählige Telefonate mit AWB und Stadtverwaltung sowie diverse Ortsbegehungen.

In den letzten Monaten erreichten uns wiederholt Anrufe aus der Bürgerschaft mit Hinweisen auf die starken Verschmutzungen in diesem Bereich. Wir konnten die besorgten Anrufer leider nur vertrösten und berichten, dass die Mülleimer seit langer Zeit bestellt sind. Oft wird verkannt, dass zwischen der Idee und der letztendlichen Umsetzung eines Projekts zumeist ein holpriger, langer Weg mit einigen Hindernissen liegt. Aber wir sind hartnäckig, ergänzen die beiden Vorsitzenden Simin Fakhim und Jochen Reichel.

Letztlich ist das Ziel erreicht, und der Urbacher Bürgerverein ist froh, dass ein weiteres Projekt im Kampf gegen die Vermüllung erfolgreich abgeschlossen werden konnte.