Schlagwort: Historie

Wenig Historisches zu Porz im Internet

Der Versuch, unsere historische Tour zu Porz im Internet zu aktualisieren, führt zu deutlichen Kürzungen des ursprünglichen Artikels aus den Anfängen unserer Website im Jahr 2010. Leider sind einzelne Websites, aber auch Texte von Bürgervereinen, inzwischen offline. Wikipedia bietet damit inzwischen mehr Informationen über die Stadttteile als irgendwelche heimischen Sites.

Wir beginnen mit einer Übersicht von H. Felder und erfahren von frühesten menschlichen Spuren in Heumar, Grabhügeln im Königsforst, der fränkischen Besiedelung, den Grafen von Berg und dem Hauptgericht in Porz (1286).

porz

Porz – Ansichtskarte von 1905

Der Sprung in die Industrialisierung beginnt in Porz um 1850 durch die Ansiedlung der Seilerei Felten & Guilleaume.  Eisenbahnstrecken und Bahnhöfe entstehen. 1929 gründet sich die Großgemeinde Porz aus 15 Gemeinden. 1951 erfolgt die Ernennung zur Stadt, die mit der Eingemeindung nach Köln am 1.1.1975 endet. Der bisherige Kölner Stadtteil Poll wird nun dem Stadtbezirk Porz zugeordnet, Heumar hingegen ausgegliedert und mit Rath verbunden. 2007 bildet Finkenberg den 16. Porzer Stadtteil und ist zugleich der 86. Stadtteil Kölns.

Die Daten und Fakten von Eckehard Backhausen über Eil sind heute leider nicht mehr auf der Website des Ortsring Eil. Der Ortsteil lag früher auf einer „Rheininsel“, entlang der heutigen Frankfurter Straße mäanderte ein schmaler Seitenarm des Rheins. Die älteste schriftlich überlieferte  Erwähnung von Eil stammt aus dem Jahr 1268. Indutrieansiedlungen gibt es seit 1965 (KHD-Werk an der Humboldstr.). Das Autokino stammt von 1967. Der große Supermarkt, heute Real, wird 1968 als Plaza eröffnet. Ab 1970 trennt die heutige A59 Eil von Gut Leidenhausen, das seit 1961 im Besitz der Stadt Köln ist.

Porz früher – alte Ansichten im Internet

Reisen Sie online in die Vergangenheit von Porz. Alte Ansichten bietet Ihnen porzerleben.de zwar nicht online, obgleich wir Ansichtskarten von Porz und Köln sammeln. Aber wir zeigen Ihnen gerne, wo Sie welche finden:

Über diesen vorbereiteten Link zu bilderbuch-koeln.de kommen Sie direkt zu einer großen Auswahl an alten Porz-Bildern. Der Link funktioniert manchmal nicht. Dann versuchen sie bitte alternativ diesen Link.

Kennen Sie weitere Seiten mit alten Ansichten von Porz? Dann ergänzen Sie diese bitte durch Ihren Kommentar.

Foto Drathen hatte auf porzfoto.com alte Porzer Postkarten ins Internet gestellt. Da aber diese Seite vom Netz gegangen ist, wird Foto Drathen die Postkarten demnächst selber präsentieren. Den Link werden wir hier posten, sobald die Postkarten mit ansichten von Porz wieder online sind.

 

100 Jahre Porzer Rathaus – eine Ausstellung

Grundsteinlegung 1980 für die Erweiterung

Zum Jubiläum des Porzer Rathauses hat die Bezirksvertretung eine Ausstellung organisiert, die seit einigen Tagen auf dessen Galerie zu besichtigen ist. Da Unterlagen und Exponate seitens der Stadt durch die missliche Situation des Stadtarchivs nicht zur Verfügung standen, haben sehr viele Bürgerinnen und Bürger Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt. „Ich bedanke mich recht herzlich bei den Leihgebern“, erklärt Bezirksbürgermeister Willi Stadoll.

Wie zu vermuten war, ist auf diese Weise und noch dazu relativ kurzfristig eher ein Sammelsurium zusammengekommen als eine Ausstellung über die Geschichte von Porz und dem Rathaus.

Viele alte Ansichten sind offenbar nur noch über Postkarten zu erschließen, die für die Ausstellung auf Posterformat hochgezogen wurden. Leider gibt es dazu oft keine Datierungen und Erläuterungen. Wenige Gemälde und Zeichnungen des Rheinufers sind zu sehen, auch einige Kuriosa wie eine Einkaufstasche, die im Jubiläumsjahr 1990 mit einem Bild vom Rathaus geschmückt wurde. Wenn man einmal von einer Art bebilderter Stadtchronik absieht, die zwischen die Bilder und Fotografien gesetzt wurde, ist überhaupt wenig Textmaterial genutzt worden. Quellenangaben fehlen und auch ein „roter Faden“. Die Besucher erfahren, dass es in Langel einmal ein schönes Strandbad gab, in Zündorf einen malerischen Biergarten, dass die Bläck Föss ihren Ursprung in einer Porzer Band, den „Beat Stones“, hatten und dass das Scala-Filmtheater 1983 endgültig seine Pforten schloß. Das sind zwar interessante Elemente, die jedoch bruchstückhaft bleiben. Bleibt zu hoffen, dass die Geschichte von Porz und seinem Rathaus zu einem späteren Zeitpunkt einmal vollständiger gezeigt wird, sobald die nötigen Archivalien wieder zugänglich sind. Dann sollte man ein solches Projekt aber auch mit etwas mehr Sorgfalt und Aufwand umsetzen.

Bahnhof Porz: Was dem Einen sein Uhl…

…ist dem Anderen sein Nachtigall.

Der DB-Haltepunkt Porz ist seit einigen Monaten weitgehend fertiggstellt. Das ist bekannt. Früher hatte Porz mal einen richtigen Bahnhof mit Gebäude und Bahnsteig. Das ist auch bekannt. Und wir sind alle froh, dass der alte Schandfleck-Bahnsteig nicht mehr besteht. Da musste man sich ja vor seinen Geschäftskunden schämen, falls die dort ausgestiegen sind.

Stützen von 1874 (Foto: Eisenbahnfreunde Hahn)

Weniger bekannt ist aber, dass sich unter den Brettern und Graffitis des alten Bahnsteigs ein Kleinod im Rang eines Industriedenkmals verbarg. Die gusseiserne Schutzdachkonstruktion des Mittelbahnsteigs stammte noch aus dem Eröffnungsjahr des Bahnhofs Porz, also 1874. Es war der definitiv letzte täglich genutzte preußische Gusseisen-Bahnsteig. Vor dem Abbruch hat die  Denkmalbehörde noch eine Dokumentation anfertigen lassen.

In Details des Bahnsteig-Dachs haben sich nun andere Rheinländer verliebt. Die Stützen der Bahnsteigüberdachung wurden von der DB den Eisenbahnfreunden Hahn-Hochdahl bei Düsseldorf überlassen. Wozu der Verein diese Stützen nutzen wird, bleibt abzuwarten.