Kategorie: Porz

Porz-Themen ohne gesonderte Rubrik: Zum Beispiel Bürgerschaftliches Engagement, Verkehr, Historie, sonstige Ereignisse

Jochen Ott besucht Wahner Heide Tag

 

Am 01. Mai ist Heidetag ! Die diesjährige Veranstaltung des Interkommunalen Arbeitskreises Wahner Heide trägt den Titel „Projekttag der Regionale 2010“ und begann pünktlich um 11 Uhr mit dem Gottesdienst auf dem Zentralplatz inmitten von Gut Leidenhausen …

Internationales Schulprojekt an der Grundschule Irisweg

Von Montag, dem 03. Mai 2010, bis Samstag, dem 08. Mai 2010, treffen sich in der Grundschule Irisweg 20 Lehrerinnen und Lehrer aus Polen, Italien, Finnland und der Türkei. Sie werden gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Grundschule Irisweg an einem multilateralen Schulprojekt arbeiten, das von der EU im Rahmen des Programms Life Long Learning gefördert wird. Unter dem Motto „Team up and teach“ beschäftigen sich die teilenehmenden Schulen und Lehrer mit der Problematik der Globalen Erderwärmung. Die Lehrer entwickeln Unterrichtsmaterialien, erproben diese in ihrem Unterricht und evaluieren auch die Lernprozesse. Die Inhalte und Arbeitsergebnisse werden in einem „Europäischen Portfolio zur Umweltbildung“ festgehalten.

In allen Ländern spielte der Müll eine große Rolle. Dabei wurden unterschiedlichste Ideen zur Müllvermeidung, Mülltrennung, Müllverwertung und Müllentsorgung benannt. Besonderes Interesse zeigten die Kinder bei einem Verrottungsversuch, bei welchem unterschiedliche Müllarten im Schulgarten eingegraben und nach 3 Monaten auf ihren Verwesungszustand hin untersucht wurden. Kreativität zeigten die Kinder auch bei der Wiederverwertung von Müll, z.B. beim Herstellen von Taschen aus alter Kleidung oder bei der Gestaltung von Kunstobjekten aus Müll. Ein weiterer Schwerpunkt war die Fragestellung, wie man Energie sparen kann. Vom Ausschalten des Stand-By Modus bis hin zu klimaangepasster Kleidung reichten die Fragen an die Kinder.

Wichtigste Erkenntnis aus all diesen Unterrichtseinheiten ist, dass die globale Erderwärmung ein Resultat verschiedenster Umweltbelastungen ist. Globale Erderwärmung ist nicht ein unabwendbares Schicksal, sondern jeder kann durch kleinste Verhaltensänderungen  in seinem Land diesen Prozess aufhalten.

Nicht zuletzt geht es aber auch darum, die nationalen Schulsysteme, Gewohnheiten und Traditionen gegenseitig kennenzulernen. Es sind durch das Projekt persönliche Beziehungen und  Freundschaften entstanden und es wird ein wichtiger Beitrag zu einem europäischen Gemeinschaftsgefühl geleistet.

Zwei Radtouren des ADFC

Der Frühling lädt zum Radfahren ein. Wer das lieber zusammen mit Gleichgesinnten unternehmen möchte, für den bietet der ADFC Köln am Sonntag, den 25. April eine Tour rund um Porz an. Diese Radtour führt durch die Freizeitanlage Gut Leidenhausen mit der Greifvogelschutzstation und dem Obstbaummuseum, durch viel Wald im Naturschutzgebiet Wahner Heide, durch hübsche Ortskerne, vorbei an der Burg Troisdorf mit ihrem Museum für Bilderbuchillustrationen und dem Lustschlösschen in Wahn. Eine Einkehr ist vorgesehen. Tourenleiter: Hans Josef Dewenter. Anmeldungen unter 02203 – 33928. Treffpunkt 10.00 Uhr am Schiffsanleger in Porz.

Am Sonntag, den 2. Mai startet ebenfalls in Porz eine Tour (Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben) und führt zum Allner See. Der See gerhört zur Stadt Hennef, befindet sich zwischen der Sieg und der A 560 und wird als Naherholungsgebiet der Stadt und des umliegenden Kreises genutzt. Die Tour ist vom Schwierigkeitsgrad her leicht und wird geleitet von Luise Steinbüchel. Anmeldungen unter 02208-8628.

Bei beiden Touren werden rund 50 km zurückgelegt. Nichtmitglieder zahlen jeweils 3 Euro.

Flughafen Köln: Die Bilanz des Vulkanausbruchs

Durch die Aschewolke nach dem Vulkanausbruch auf Island war der Flugverkehr am Köln Bonn Airport von  Freitag, den 16. April um 5 Uhr morgens bis Montag, 19. April, 20.40 Uhr  nahezu vollständig eingestellt. Nur Sportflieger und Helikopter, die in geringen Höhen fliegen, durften starten. Dies bescherte der Bevölkerung ein ruhiges Wochenende und Nachruhe bei offenen Fenstern. Die Deutsche Flugsicherung hatte den Luftraum über Deutschland gesperrt.

Von Montag abend bis in den Mittwoch starteten und landeten Flieger mit Ausnahmegenehmigungen, sofern sie auf Sicht fliegen konnten. Dieser eingeschränkte Flugbetrieb wurde ab Donnerstag aufgehoben. Insgesamt fielen in Köln rund 1.700 Flugbewegungen aus.

Bahnhof Porz: Was dem Einen sein Uhl…

…ist dem Anderen sein Nachtigall.

Der DB-Haltepunkt Porz ist seit einigen Monaten weitgehend fertiggstellt. Das ist bekannt. Früher hatte Porz mal einen richtigen Bahnhof mit Gebäude und Bahnsteig. Das ist auch bekannt. Und wir sind alle froh, dass der alte Schandfleck-Bahnsteig nicht mehr besteht. Da musste man sich ja vor seinen Geschäftskunden schämen, falls die dort ausgestiegen sind.

Stützen von 1874 (Foto: Eisenbahnfreunde Hahn)

Weniger bekannt ist aber, dass sich unter den Brettern und Graffitis des alten Bahnsteigs ein Kleinod im Rang eines Industriedenkmals verbarg. Die gusseiserne Schutzdachkonstruktion des Mittelbahnsteigs stammte noch aus dem Eröffnungsjahr des Bahnhofs Porz, also 1874. Es war der definitiv letzte täglich genutzte preußische Gusseisen-Bahnsteig. Vor dem Abbruch hat die  Denkmalbehörde noch eine Dokumentation anfertigen lassen.

In Details des Bahnsteig-Dachs haben sich nun andere Rheinländer verliebt. Die Stützen der Bahnsteigüberdachung wurden von der DB den Eisenbahnfreunden Hahn-Hochdahl bei Düsseldorf überlassen. Wozu der Verein diese Stützen nutzen wird, bleibt abzuwarten.

SPD für Linie 8 bis Porz

Bei der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung wird Fabian Karrenstein von der SPD den Antrag stellen, die Wiedereinführung der KVB-Linie 8 Richtung Porz prüfen zu lassen. Hintergrund: Im März hat die KVB aktuelle Fahrgastzahlen vorgelegt. Mit rund 266 Millionen Fahrgästen wurden über 4 Millionen mehr befördert als im Vorjahr, ein Zuwachs von 1,6 Prozent.

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Dreifach-Traktion: Um die Hälfte länger...

Auch die Auslastung auf den Linien 1 und 7 waren höher.  Weil aber die Stecken dieser Ost-West-Achse keine weitere Taktverdichtung mehr zulasse, will die KVB nun durch ein Gutachten klären lassen, ob auf diesen Strecken Züge mit drei Abteilen (Dreifach-Traktion) verkehren können. Solche Züge sind mit 81 Meter Länge länger als die in der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung bundesweit vorgesehenen 75 m für Züge, die am Straßenverkehr teilnehmen.

Die SPD schlägt nun hierzu eine Alternative vor. Laut SPD-Bezirksvertreter Fabian Karrenstein wird sie den Antrag stellen, die Wiedereinführung der Linie 8 Richtung Porz zu prüfen. Denn der bis vor wenigen Jahren bestehende 5-Minuten-Takt zu den Hauptverkehrszeiten bis Baumschulenweg, Porz-Markt oder Zündorf sei erst unter schwarz-gelber Mehrheit im Stadtrat abgeschafft worden, um Kosten zu sparen. Nun zeige sich, dass diese Einsparung ein Fehler gewesen sei. [/column] [column width=“45%“ padding=“0%“] Lutz Tempel, Geschäftsführer der Porzer SPD, ergänzt: „Die als Linie 9 von der Universität kommenden Züge sollten wieder hinter der Deutzer Brücke Richtung Porz gelenkt werden. So würde der Engpass auf der kritischen Strecke zwischen Deutz und Neumarkt nicht zusätzlich belastet. Auf teure Umbaumaßnahmen an den Haltstellen für längere Bahnen kann dadurch verzichtet werden. Sowohl in Poll als auch in Zündorf sind notwendige Wendeanlagen bereits vorhanden oder wurden vor einigen Jahren extra für die Linie 8 geschaffen. Sie kosten daher nichts.“

Finanzielle Mittel sollen statt in verlängerte Bahnsteige in die Verlängerung der Linie 7 investiert werden. SPD-Landtagskandidat Jochen Ott ist froh, dass diese nun wieder Thema wird. „CDU und FDP auf Landesebene haben die längst fällige Verlängerung der Linie 7 auf nach 2015 vertagt. Die örtliche CDU hat zugeschaut. Nun brauchen wir dafür auf allen Ebenen neuen Schwung, auch im Land.“ Jochen Ott bezeichnet es als Fehler, die Linie 8 zu streichen und die Verlängerung der Linie 7 auf längere Sicht zu verschieben: „Wir wollen die Fahrgastzahlen signifikant erhöhen, um den Umweltschutz zu verbessern und die Straßen zu entlasten. Dies fördert ein engerer Fahrplantakt.“ Er erinnert daran, dass in Abstimmung mit den Grünen bereits das Busangebot im Kölner Süden im Sinne einer Angebotsverbesserung verdichtet worden sei, auch wenn Ott in einigen Ortsteilen weiter Nachholbedarf sieht. „Die aktuell steigenden Fahrgastzahlen in den Bussen sind eine Abstimmung mit den Füssen gegen die von der CDU vorgeschlagene weitere Netzausdünnung.“

(Foto: © porzerleben.de) (basierend auf einer Pressemitteilung der SPD)
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