Rheinterrasse Ensen

Franz Jakobs wohnte seit 1909 im Wohnhaus Hohe Straße 106 in Ensen. In den Jahren 1910 bis 1917 suchte er wiederholt für seine Bäckerei und Konditorei einen Lehrling[1]. Am 6. Dezember 1919 eröffneten er und seine Frau Katharina zunächst eine Schenk- und Gastwirtschaft. Das Gebäude war im Besitz des Ehepaars und befand sich unter der Adresse Hohe Straße 45 unmittelbar am Rhein. Im Mai 1920 wurde daraus das Café-Restaurant 'Central'[2], fünf Jahre später heißt es Rheinterrasse Ensen. Dieser "schönste Aufenthalt am Rhein" (laut Ansichtskarte 1926) bot einen großen Tanzsaal, eine moderne Kegelbahn und eine Anlegestelle für Ruderboote. 1930 nahmen sogar die Motorboote von Ferdinand Linden das Gasthaus in ihren Fahrplan ab der Kölner Hängebrücke auf. Im Jahr 1937 baut Jacobs zwei Bootsstände um. 1951 findet sich seine Witwe Katharina Jakobs als Wirtin im Adressbuch für Ensen.
Die letzten Jahre betrieb die Familie Beckhausen das Lokal, vermutlich war sie verwandtschaftlich verbunden. Die Rheinterasse diente auch dem örtlichen Spielmannszug als Vereinslokal. Im Jahr 1965 setzten sich die Betreiber zur Ruhe, das Gasthaus schloss dauerhaft. Noch heute besteht das Gebäude, allerdings überformt und zum Mehrfamilienhaus umgebaut.
Besitzer[Bearbeiten]
- 12.1919 - nach 1943 Franz und Katharina Jakobs
- vor 1951 - nach 1960 Katharina Jakobs
- bis 1965: Familie Beckhausen