Leidenhausener Straße
Historisches[Bearbeiten]
Die Leidenhausener Straße ist eine der ältesten Straßen Eils. Sie verband viele Jahrhunderte auf geradem Weg das Dorf Eil mit dem Gut Leidenhausen. Erst der Bau der Bundesautobahn 59 unterbrach diese Verbindung. Die Leidenhausener Straße wurde nun auf ihrem letzten Stück nach Norden verschwenkt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts standen in dieser Straße nur wenige Häuser. 1910 wurde die Straße verbreitert, 1919 die Straße vermessen und ein Fluchtlinienplan erstellt[1]. Eine rege Bautätigkeit begann erst ab 1930.
Gebäude bzw. Bewohner 1913 bzw. vor 1925 (damalige Nummern):
- Nr. 1 (1913) Christian Schmitz, Besenbinder
- Nr. 3 (1913) Christian Rath, Fabrikarbeiter
- Nr. 4 (1913) Witwe Werner Lehn, Landwirtin
- Nr. 6 (1913) Witwe Josef Sülzer
- Nr. 9 (1913) Johann Heppekausen, Agent und Maschinist
- Nr. 10 (1913) Christian Scharrenbroich, Küster und Witwe Johann Scharrenbroich, Ackerin
- Nr. 12 (1913) Theodor Gerhards, Ackerer und Johann Bernard, Schlosser
- Nr. 13 (1913) Mathias Büscher, Fabrikschmiede und Josef Löhe, Ackerer
- Nr. 13a (1913) Thomas Kromen, Schlosser
- Nr. 14 (1913) Heinrich Sülzer, Fabrikarbeiter
- Nr. 15 (1913) Theodor Thieves, Besenbinder
- Nr. 17 (1913) Karl Wenzel, Fabrikarbeiter und Musiker
- Nr. 18 (1909) Erweiterung Wohnhaus mit Gastwirtschaft, Besitzer Wilhelm Bröhl.
- Nr. 20 (1913) Peter Piel, Fabrikarbeiter
- Nr. 22 (1913) Theodor Frengler, Gutsbesitzer
- Flur 2 NR. 426/166 (1908) Neubau, Besitzer Thomas Kromer
- Flur 2 Nr. 860/175 (1912) Neubau auf altem Fundament, Besitzer Mathias B. Köhlbach
- Flur 2 Nr. 775/164 (1914) Neubau, Besitzer Matthias Reuscher
- Flur 5, Nr. 925/202 (1922) Neubau Wohnhaus mit Stall, Besitzer Anton Reiser
Straßenabschnitte[Bearbeiten]
- Von Frankfurter Straße - Schulstraße bis Kreuzung Schubertstraße / St.-Rochus-Straße; 5-27 (N) 4-30 (S)
- bis Am Bitzenhäuschen; 41-61 (N) 32a-46a (S)
- verschwenkt nach Norden bis Hirschgraben; 65-83 (N) 48-64 (S)
Veränderte Hausnummern, historische Abzweige[Bearbeiten]
Die Hausnummern wurden vermutlich mehrfach verändert, zuletzt zwischen 1951 und 1960. Einzelne Flurstücke der alten Straßenführung vor dem Bau der Autobahn 59 sind noch westlich (156) und östlich (302/303) ihrer Trasse vorhanden.
Denkmalgeschützte Bauwerke[Bearbeiten]
Unter Denkmalschutz steht seit 1992 im Abschnitt 3 das Wohnhaus Nr. 56.
Frühere, historische Bauwerke[Bearbeiten]
- Im Abschnitt 2 befand sich auf der Nordseite in Höhe der St.-Rochus-Straße der Dickenhof. Er wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts niedergelegt.
Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]
- ↑ vgl. HAStK 9330g, A 20 und 9401, P 208/33