Schulstraße

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Historisches[Bearbeiten]

Am Eingang dieser Straße in Eil stand zwar seit 1656 eine kleine Kapelle, später ein kleines Kirchlein. Doch die ursprüngliche Bezeichnung dieser Straße als Kirchgaß oder Kirchenpfad ist viel älter. Sie findet sich bereits in Aufzeichnungen aus dem Jahr 1594[1]. Somit verweist diese ursprüngliche Bezeichnung auf den Weg, den die Eiler für ihren Kirchgang bis nach Urbach nutzten. Noch Anfang 1907 wurde vom Gemeinderat der Ausbau der "Kirchgasse" bewilligt.

Eingangs des 19. Jahrhunderts erhielt Eil eine Schule - das in dieser Gasse errichtete Gebäude trug später die Hausnummer 12. Aus dieser katholischen Volksschule ist heute ein städtische Gemeinschaftsgrundschule (Nr. 23) geworden. Nach dem Neubau der katholischen Kirche an der Frankfurter Straße benannte die Gemeinde Heumar die bisherige Kirchgasse in Schulstraße um.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

Die Schulstraße hat keine Straßenabschnitte. Sie beginnt an der Leidenhausener Straße mit der Nummer 1 östlich bis zur Nr. 29 an der Einmündung Mozartstraße. Westlich finden sich die Hausnummern 4 bis 28. Zwischen Nr. 23 (GGS Unter Birken) und 25 verläuft eine Stichstraße (25c-25g). Zwischen Nr. 10 und 14 ist die Einfahrt zum Parkplatz Pfarrer-Oermann-Platz.

Veränderte Hausnummern, veränderte Wegführung[Bearbeiten]

In früheren Zeiten verlief die Kirchgasse völlig gradlinig weiter nach Süden, bis sie wieder auf die Straße nach Frankfurth traf (in Höhe der heutigen Hausnummer 588). Dies zeigen sowohl die Preußische Uraufnahme als auch eine Landkarte aus dem Jahr 1880. Der unbebaute südliche Abschnitt wurde bereits vor 1945 durch die Errichtung neuer Häuser an der Frankfurter Straße unterbrochen. Die Schulstraße hatte daher bereits 1945 nur noch ihre heutige Länge. Die spätere Richard-Wagner-Straße entstand zu dieser Zeit als Feldweg, der die Gärten der Häuser auf der Frankfurter Straße gegen die landwirtschaftlichen Ackerfläche im Osten abgrenzte.

Denkmalgeschützte Bauwerke[Bearbeiten]

Unter Denkmalschutz steht in der Schulstraße nur ein Fußfall als Kleindenkmal. Er befindet sich ganz am Ende auf der westlichen Straßenseite.

Weitere historische Bauwerke[Bearbeiten]

In der Schulstraße stehen etliche Häuser, unter deren modernem Putz sich alte Gebäude, teilweise vom Anfang des 20. Jahrhunderts verbergen. Der Bürgersteig ist an diesen Häusern häufig eingeengt. Aber das Gebäude Nr. 28 ist äußerlich weitgehend authentisch geblieben.

Bewohner der Schulstraße im Jahr 1913:
3  - Peter Moll, Eisenbahn-Nachtwächter
7  - Wilhelm Gaßner, Verwaltungssekretär; Wilhelm Gaßner Witwe, Rentnerin; Christian Höck, Schlosser
11 - Geschwister Theodor und ? Lohmar, Ackerer
13 - Johann Broicher, Landwirt
17 - Johann Schöneborn, Bahnarbeiter
19 - Johann Schmitz, Fabrikarbeiter
25 - Heinrich Klein, Bahnarbeiter
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10 - Johann Ensen, Lademeister
18 - Gerhard Neu, Ackerer
20 - Peter Josef Hovenbitzer, Hauplehrer
24 - Jakob Graf, Fabrikarbeiter

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. Diese ältesten Kirchenbuch-Aufzeichnungen zum Dorf Eil sind nicht erhalten. Sie wurden im Jahr 1623 vom damaligen Orbacher Pfarrer in sein neues Kirchenbuch übertragen. Vgl. Porz-Urbacher Volksblatt v. 16.6.1906