Karlstraße

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Historisches[Bearbeiten]

Zunächst gab es 1902 eine Zuwegung auf dem Grundstück des Arnold Nießen zu seinem Neubau von vier Wohnhäusern[1]. Diese Gebäude waren reine Mehrfamilienhäuser zur Miete, wie sie als erster Wilhelm Borsbach im Jahr 1900 in der benachbarten Wilhelmstraße errichtet hatte. Bereits 1904 findet sich in Inseraten der Name Karlstraße. Ein Fluchtlinienplan für die Straße wurde im Juli 1906 festgelegt. Im September 1912 beschloss der Gemeinderat zu Porz auch offiziell, dass "dem für die Häuser von Nießen gegenüber der höheren Schule vorhandene Weg der Name Karlstraße beigelegt wird"[2] In der Folge entstanden in der Karlstraße weitere, zumeist einfache Mehrfamilienhäuser. Am 4. Februar 1930 beschloss der Porzer Gemeinderat erneut, "einen Teil der Hauptstraße, den die Bevölkerung seit jeher die Karlstraße nennt"[3], nun auch diesen Namen als amtliche Bezeichung zu geben. In den Jahren 1938/39 errichtete hier auch die GEWOG Gebäude mit 20 "Volkswohnungen".[4] Sämtlicher Gebäudebestand wurde im Rahmen der sogenannten "Innenstadtsanierung" in den 1960er Jahren abgerissen.

Heute führt die Karlstraße von der Hauptstraße bis zur Kreisverkehr Josefstraße / Phillip-Reis-Straße. Sie zeigt nur südlich seine Bebauung mit einem einzigen, langgezogenen Gebäuderiegel mit den Hausnummern 6 bis 32. Er wurde in den Jahren 1981/82 errichtet und zieht sich zwischen Karlstraße, Wilhelmstraße, Hauptstraße und Josefstraße hin. Im Erdgeschoss sind durchgängig eher kleinere Ladenlokale, in den weiteren Geschossen Eigentumswohnungen. Von den Wohnungen wurden bei ihrer Errichtung 65 öffentlich gefördert.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. vgl. HAStK Best. 9030B, A 1140, Nießen wurde 1906 als "Rentner aus Köln" bezeichnet
  2. vgl. Kölner Lokal-Anzeiger v. 16.9.1912; ob sich der Vorname auf einen konkreten Porzer Bürger bezieht, ist noch unklar.
  3. Rheinisch-Bergische Zeitung v. 8.2.1930
  4. vgl. HAStK Best. 9030B, A1127