Jüdischer Friedhof

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Lage und Historie[Bearbeiten]

Das Bestreben der Jüdischen Gemeinde, ihre Toten nicht in Deutz oder gar linksrheinisch zu bestatten, führte um 1920 zum Wunsch nach einem eigenen Begräbnisplatz in Zündorf. Zur Mitte des Jahres 1923 bewilligte der Wahner Gemeinderat einen Friedhof in der Nähe der heutigen Poststraße unmittelbar neben den Kleinbahn-Gleisen. Hier fanden nur wenige Beerdigungen zwischen 1923 und 1938 statt. 1942 wurde nach der Zwangsauflösung aller Jüdischen Gemeinden verfügt, den Friedhof an die Gemeinde Porz zu verkaufen.

1950 ging der Friedhof auch faktisch wieder in jüdischen Besitz über, seit 1960 an die neu entstandene Jüdische Gemeinde Köln. Da es kein jüdischer Brauch ist, Friedhöfe zu pflegen, jedoch die dauerhafte Totenruhe zwingend gilt, wird der Friedhof von der Jüdischen Gemeinde nicht wie ein Garten bewahrt. Statt Blumen legen Besucher hier Steine auf die langsam verfallenden Gräber. Seit den 1950er Jahren gibt es jedoch Pflegeverträge mit der Stadt Köln, die sehr nachlässig erfüllt werden. Hinzu kommt Vandalismus, so wurdden im Jahr 1973 Grabsteine umgestoßen undd beschädigt. Auf dem Friedhof sind heute nur noch acht Gräber erkennbar, davon zwei Doppelgräber

Der Friedhof ist ein eingetragenes Baudenkmal. Er war mit der Nummer 4.1 Teil des Kulturpfades Porz.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]