Heumarer Straße

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Historisches[Bearbeiten]

Diese früher einfach Eil-Heumarer Weg genannte Verbindung von Eil und Heumar führte einst die von Urbach kommende Straße von Frankfurt am Main nach Mülheim am Rhein fort. Sie ist entsprechend alt und verlor seine zentrale Bedeutung, die er auch für die Postlinien besaß, erst mit dem Bau der Neuen Chaussee auf Frankhfurt, die ab 1768 dann im nördlichen Eil über das Hochkreuz nach Buchheim und weiter in gerader Linie nach Mülheim am Rhein führte.

An diesem Weg nach Heumar lag der Sternenberger Hof, einer der vier größeren Höfe von Eil. Häufig war der Weg im Abschnitt zwischen Eil und Heumar in schlechter Verfassung, teilweise bereits bei leichtem Regenwetter zu Fuß kaum noch passierbar. Im 19. Jahrhundert erhielt der Weg zunächst eine Kiesdecke, die aber auch oft defekt war. Erst Anfang März 1904 wurde der Weg mit einer Basaltkleinschlagdecke[1] versehen. Er war zu dieser Zeit nicht nur für Personen relevant, die von Eil nach Heumar oder weiter nach Bergisch Gladbach wollten. Seit Januar 1904 verkehrte die Vorortbahn A der Kölner Straßenbahnen von der Brückenrampe am Kölner Dom über Deutz, Kalk, Vingst, Ostheim bis nach Heumar. Schon Ende August wurde sie bis zum Königsforst verlängert. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad war die Haltestelle Heumar auch für Eiler attraktiv. Den Namen "Heumarer Straße" trägt die Verbindung seit 1922.

Straßenabschnitte[Bearbeiten]

  1. ab Frankfurter Straße und Jägerstraße bis Kellereiweg; 3-41 (W) 12-62 (O)
  2. bis Wendekreis West; 45-51 (W) 66-70 (O)
  3. unterbrochen durch A59, Fußgängerbrücke über A59
  4. ab Wendekreis Ost bis Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/Hansestraße; 63-97 (W) 84-108 (O)
  5. (Hinter Torgebäude Nr. 108 Zufahrt zu Gebäuden 110-114 auf Schlossgelände Röttgen)

Veränderte Hausnummern, historische Abzweige[Bearbeiten]

Der Bau und die Fertigstellung der Autobahn A59 zunächst als Ersatzbundesstraße EB8 in den Jahren 1965 bis 1967 beendete die Funktion der Heumarer Straße als gerade Verbindung für den Fahrverkehr zwischen Eil und Heumar. Lediglich Fußgänger und Radfahrer können seitdem die mit dem Bau errichtete schmale Brücke über die Autobahn nutzen. Das südliche Teilstück verschwenkte zunächst an der Trasse nach Westen und wurde an die heutigen Kreuzung Rudolf-Diesel-Straße / Theodor-Heuss-Straße angebunden. Letztere entwickelte sich durch die Neubausiedlung des heutigen Finkenberg in eine neue leistungsstarke Straße, die den früheren Abschnitt der Heumarer Straße ab der heutigen Hansestraße bis zum Maarhäuser Weg aufnahm. Zur Verkehrsberuhgung wurde die Verschwenkung nach Westen gegen Ende der 1980er Jahre für den KFZ-Verkehr gesperrt. Heute ist die Heumarer Straße somit deutlich verkürzt.

Historische Bauwerke[Bearbeiten]

Trotz ihres Alters und einiger anliegendenalten Gebäude gibt es kein denkmalgeschütztes Haus in dieser Straße.

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. Eine Basaltkleinschlagdecke besteht aus kleinen gebrochenen Basaltsteinen, die ohne Bindemittel aufgetragen wurden. Ihre Festigkeit erhielt sie durch das Verkeilen der scharfkantigen Basaltstücke.