Hauptstraße 251-253
An der Hauptstraße 251-253 in Zündorf finden sich heute hinter abweisenden Mauern zwei klotzige Wohn- und Bürogebäude neueren Datums. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden hier hingegen durstige Porzer ein Lokal mit Rheinblick. Um 1913 wurde es von Wilhelm Gasper und seiner Ehefrau unter der Adresse Zündorf 234 geführt[1]. Gasper war Kutscher und betrieb in Zündorf ab etwa 1898 einen Transportbetrieb mit Flaschen-Bierwagen[2]. Nach dem Tod des Wirtes Anfang der 1920er Jahre führte seine Witwe das Lokal bis 1935 allein weiter. Zeitweise hatte ihr Sohn Wilhelm Gasper in dem Gebäude seit mindestens 1929 eine Mineralwasserfabrik.
Im Jahr 1937 lautet die Adressse nun Rosenhügel 22, die Mineralwasserfabrik gibt es noch, das Gasthaus zunächst jedoch nicht mehr. Peter Schmitz ist nun Eigentümer und baut das Wohn- und Gasthaus um[3]. Im März 1941 kauft die "Wirtin Ehefrau Peter Schmitz" von den Erben Immendorf das benachbarte Haus Rosenhügel 24.
Im Jahr 1943 führt nun Heinz Breil die Gastwirtschaft, weiterhin unter der Adresse Rosenhügel 22 und baut 1948 einen Gesellschaftsraum an[4].
1960 ist aus dem früheren Gasthaus unter der Adresse Hauptstraße 251-253 das Café-Restaurant Rosenhügel mit Rheinterrasse geworden. Noch im Adressbuch 1971 wird Heinz Breil als Inhaber des Restaurants genannt.
1926 entstand schräg gegenüber an der Kreuzung Rosenhügel / Hauptstraße ein Fußballplatz, der vom Verein FC Germania Zündorf bespielt wurde. Der Platz wurde im 2. Weltkrieg für den Gemüseanbau stillgelegt und erstand ab Ostern 1946 erneut und wurde bis zur Saison 1980/81 für Ligaspiele genutzt. Dann diente er bis zur Bebauung 1991 als Trainingsgelände. Während der Bebauung wurde die Kreuzung des Rosenhügels mit der Hauptstraße nach Süden verschwenkt.
(Vertiefung erwünscht)