Bahnhofstraße 51

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AK-Ausschnitt 1905, Verlag Fritz Schmidt
AK-Ausschnitt 1943

Historie[Bearbeiten]

Dieses Gebäude an der Bahnhofstraße 51 in Porz wurde um 1897 vom "nach Urbach verzogenen Herrn Werkmeister"[1] Robert Gies [2] errichtet. Gies hatte offensichtlich gut verdient. Denn er baute um 1901 zudem ein Privathaus unter der späteren Adresse Kaiserstraße 141 direkt östlich der Bahntrasse. Zunächst führte Gies nach seiner Penisionierung in der Bahnhofstraße ein Hotel-Restaurant. Im Herbst 1903 übernahm er jedoch die Porzer Bahnhofsgaststätte.

Als nächster Pächter betrieb der Wirt Heuer das Gasthaus in der Bahnhofstraße, das sich nach ihm Heuer'sche Wirtschaft nannte. Ab dem 4 August 1906 wurde die Gaststätte dann durch den Fuhrunternehmer Bernhard Ewald weitergeführt, das Gasthaus hieß nun Zum Jägerhof. Lange Jahre führte dann Joseph Schmitz das Gasthaus, zunächst übernimmt er den Namen, wechselt ihn aber zu einem noch unbekannten Zeitpunkt. Ein Ansichtskarte von 1943 wirbt mit Bundeskegelbahn und Gesellschaftszimmer, die Außenbeschriftung lautet nun Gaststätte zum Grenzhaus von Joseph Schmitz. Er spielte damit auf die "Grenze" zwischen dem alten Dorf Porz und dem neuen, durch die Industrialisierung entstandenen Porzer Ortsteil "Porz-Urbach" an[3]. Dieser begann genau an der Gaststätte. Nach seinem Tod führt dessen Witwe Ida Schmitz das Gasthaus weiter, danach wurde Hans Schäfer der Wirt. Das Adressbuch von 1971 nennt Josef Glaub als Betreiber der Taverne.

Im Erdgeschoss des Gebäudes gab es später verschiedene Pächter, darunter das Romios und das Cafe Dostlar.
(Vertiefung erwünscht)

Gastleute[Bearbeiten]

Hotel-Restaurant Gies

  • um 1897 - 1903: Robert und Antonia Gies

Heuer'sche Wirtschaft

  • 1903-1906: Heuer

Zum Jägerhof

  • 1906 - nach 1915: Bernhard Ewald
  • 1927- nach 1951: Josef (Joseph) und Ida Schmitz
  • danach: Ida Schmitz
  • um 1960: Hans Schäfer

Taverne

  • 1970er Jahre: Josef Glaub

Quellen, Literatur und Links[Bearbeiten]

  1. Bonner Volkszeitung v. 22.7.1897
  2. Robert Gies wurde 1839 geboren. Ab 1867 im Dienst der Eisenbahn, war er bis Ende 1876 Lokomotivführer in Paderborn. Dann wurde er nach Münster versetzt und dort als Eisenbahnbetriebs-Werkmeister tätig. Er heiratete im Juli 1885 Antonia Westhoff und beging 1892 in Friedrich-Wilhelm-Hütte bei Troisdorf als Werkmeister sein 25-jähriges Dienstjubiläum. 1902 lautete seine Berufsbezeichnung "Eisenbahnwerkstätten-Vorsteher".
  3. Auch der Bahnhof hieß damals "Porz-Urbach". Damit war aber nicht der Ort Urbach gemeint, der erst deutlich östlich des Bahnhofs begann, sondern dieser neue Ortsteil von Porz in einem Radius von rund 300 Meter rund um den Bahnhof