SPD: Stillstand bei Linie 7-Verlängerung

Auch in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Porz kann die Stadtverwaltung nichts Neues zur Verlängerung der Linie 7 berichten. Dies hat sie den Fraktionen mitgeteilt. In ihrer Sitzung am 4. März hatte die Bezirksvertretung auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig einen Sachstandsbericht gefordert. Zuvor hatte die Bezirksvertretung den Druck erhöht und bereits am 07. Mai 2020 ebenfalls auf Initiative der SPD beschlossen, den Rat der Stadt Köln zu bitten, die Planung für die Verlängerung an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG zu übertragen.

Dazu erklärt Dr. Simon Bujanowski, SPD-Fraktionsvorsitzender in der BV Porz: „Seit dem Beschluss ist schon wieder fast ein Jahr ins Land gezogen. Es ist unerklärlich, dass sich die Verwaltung nicht in der Lage sieht, einen aktuellen Projektstand mitzuteilen. Das kann doch nur bedeuten, dass sie ihre Hausaufgaben nicht erledigt und die KVB immer noch nicht beauftragt hat.“

Lutz Tempel, erster stellv. Bezirksbürgermeister, ergänzt: „Wir möchten wissen, welchen Umfang der Planungsauftrag hat und wie der Stand zur Linienführung beider Bahntrassen ist. Es ist unbefriedigend, dass man uns diesen nicht mitteilt. So können wir auch nicht eingreifen, wenn es Probleme geben sollte. Denn diese erfahren wir so ja nicht.“

Zum Hintergrund: Seit Jahrzehnten kämpft die Porzer Politik geschlossen für die längst fällige Verlängerung der Linie 7 bis in den Rhein-Sieg-Kreis, perspektivisch bis Bonn. Lange Zeit bewegte sich in Köln dazu fast nichts, dann beschloss der Kreis den Bau einer Stadtbahn von Niederkassel an Langel vorbei über den Rhein mit Anschluss in Sürth an das linksrheinische Stadtbahnnetz. In der Folge handelt die Bezirksvertretung im Mai 2020 und forderte die Übertragung der Planung an die KVB. Auch diesem Beschluss ging ein Antrag der SPD voraus, da sich die Verwaltung dazu personell nicht in der Lage sah. Der Kölner Rat ist dem am 01. September 2020 endlich gefolgt und hat die Verwaltung gebeten, einen Vertrag zur Planungsübernahme einer Verlängerung bis zur Verknüpfung der beiden Stadtbahnlinien in Lülsdorf durch die KVB zu schließen.

Da es seitdem keinerlei Informationen mehr gegeben hatte, beantragte die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz einen Sachstandsbericht der Verwaltung und der KVB. Auch dieser wurde am 04. März 2021 einstimmig beschlossen. Nun teilte die Verwaltung mit, dass die einen solchen Bericht nicht abgeben kann. Zunächst müsse sie sich mit der KVB und dem Rhein-Sieg-Kreis abstimmen. Die SPD hofft nun auf einen Bericht in der nächsten Sitzung Mitte Juni. Dann ist der BV-Beschluss zur Planungsübergabe schon wieder 13 Monate vorbei.

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