Kategorie: Kulturschaffen

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PVP: 50 Jahre internationale Begegnungen

Alle Bilder: © porzerleben.de

Der Partnerschaftsverein e.V. Köln-Porz feierte sein Jubiläum

Schülerfahrten, Konzerte, Theateraufführungen, Bürgerfahrten, Sportturniere, Karneval u.v.m. – im Laufe von 50 Jahren hat der Partnerschaftsverein e.V. Köln-Porz viele Austauschprojekte und Begegnungen mit den Partnerstädten – Dunstable in England und Hazebrouck in Frankreich – organisiert und begleitet.

Am 20. Juni feierte der Verein im Zündorfer Kanuclub Zugvogel sein Jubiläum mit einem Festakt. Gäste aus den beiden Partnerstädten, Vertreter/-innen aus Politik, Kirche, Kultur und Sport und Vereinsmitglieder kamen zusammen, um auf gemeinsame Aktivitäten zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu besprechen.

Bernard Dentener (stellv. Bürgermeister Hazebrouck) und Lutz Tempel (Bezirksbürgermeister Porz)

Das Blasorchester der Carl-Stamitz-Musikschule unter der Leitung von Sebastian Oetker sorgte mit internationaler Filmmusik für einen schwungvollen Auftakt der Veranstaltung. Die Vorsitzende Susanne Ristic-Samii betonte in ihrer Festrede die Bedeutung persönlicher internationaler Begegnungen als Grundlage für Verständnis, Respekt und ein friedliches Miteinander. Bezirksbürgermeister Lutz Tempel hob die Bedeutung der Fortführung dieser speziellen Porzer Verbindungen nach England und Frankreich hervor. Peter Hollick sprach als Vetreter der Dunstable International Twinning Association von den lang bestehenden freundschaftlichen Banden zu Porz. Bernard Dentener möchte als Vertreter des Bürgermeisters von Hazebrouck den Austausch weiter intensivieren.

Empfang im Rathaus – mit Markus Lüsgen (stellv. Bezirksbürgermeister, 5. v.r.) und Susanne Ristiic-Samii (1. Vors. PVP, 5.v.l.)

Die Delegationen aus Dunstable und Hazebrouck wurden bereits vor dem Festakt gesondert im Bezirksrathaus vom stellvertretenden Bezirksbürgermeister Markus Lüsgen begrüßt. Auch er hob hervor, dass die langjährigen gelebten Beziehungen wertvoll sind und die europäische Idee trotz aller politischen Veränderungen konkret werden lassen: „Selbst wenn man nicht jedes Wort versteht – die Stimmung, das Lachen und die Herzlichkeit versteht man sofort.“

Vor dem Schloss Brühl

Für die Gäste hatte der PVP über die offiziellen Termine hinaus noch ein Ausflugsprogramm organisiert: Dazu gehörte eine Führung in Schloss Augustusburg, ein Besucht der Flora und eine Panoramafahrt auf dem Rhein. Unsere Region präsentierte sich dabei mit bestem Wetter.

Hintergrund: Nachdem 1975 die bislang eigenständige Stadt Porz nach Köln eingemeindet wurde, gründete sich der Partnerschaftsverein, um die Beziehungen zu den Partnerstädten weiter zu pflegen; dies hatte die Stadt Köln vertraglich zugesichert. Beide Städtepartnerschaften bestehen seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. In der Nachkriegszeit sollten diese kommunalen Verbindungen zur Völkerverständigung und zur Einigung Europas beitragen. Die Mitglieder des Vereins verfolgen diese Ziele bis heute weiter. Mehr Informationen.

Poller „Theater Das Spielbrett“ gibt „Onkel Wanja“

Probe zu „Onkel Wanja“ (© Theater Das Spielbrett)

Ulrich Marx inszeniert Anton Tschechows „Onkel Wanja“ – die Träume der Akteure, ihr heiteres und auch tragisches Ringen um einen Aufbruch. Die Handlung eskaliert:

Wanja bewirtschaftet mit seiner Nichte Sonja und seiner Mutter ein Landgut. Seinem Schwager, Sonjas Vater, gehört das Gut, er lebt als Professor in der Stadt, ist aber ein Blender und Hypochonder. Doch davon weiß Wanja noch nichts. DAnn quartiert sich der Schwager mit seiner hübschen Ehefrau Helena bei ihnen ein. Sie weckt die Liebe gleich zweier Herren, der Schwager beginnt derweil zu trinken und arbeitet nichts mehr. Eine eigentümliche Lethargie breitet sich aus. Wanja realisiert die Wahrheit, als der Professor das Gut verkaufen möchte, um wieder in der Stadt leben zu können.

Das Ensemble: Ludwig Eichinger, Michael Harkämper, Aylin Hartmann, Christiane Hartmann, Verena Jütte, Christian Knull, Stella Schürholz, Robert Schumacher, Lia Tsironi-Hanisch.
Die Aufführungen finden statt im Theatersaal des Bürgeramts Kalk, Kalker Hauptstraße 273.

Premiere ist bereits am Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr. Nach Beginn der Vorstellung ist kein Einlass möglich. Der Eintritt kostet 18, ermäßigt 12 Euro. Kartenbestellungen und Vorverkauf unter info@theater-das-spielbrett.net sowie telefonisch unter 0221 – 830 13 93. Die Abendkasse öffnet 30 Minuten vor der Vorstellung. Dauer: ca. 90 Minuten.

Die weiteren Aufführungstermine sind alle im Mai: 9./ 10. / 22./ 23./ 24. / 29./ 30./ 31. Mai, wobei die Vorstellungen freitags und samstags um 19.30 Uhr beginnen, sonntags bereits um 18.00 Uhr.

„Gute Reise“ – Theater „Das Spielbrett“ in Poll

Der Pfarrsaal – volle Reihen (Foto © porzerleben.de)

Zum dritten Mal erlebte der Poller Pfarrsaal von St. Josef am letzten Freitag ein Gastspiel des Theaters „Das Spielbrett“. Kein  Eintritt, keine Gagen – erbeten waren hingegen Spenden für die Arbeit der katholischen Bibliothek „Lesezeichen“. Die öffentliche Bibliothek wird ehrenamtlich geführt und organisiert neben drei Ausleihzeiten je Woche auch eine Büchermeile, Spielabende und einen Literaturkreis.

Das Ensemble „Das Spielbrett“ hat sich 1997 in Poll gegründet und hatte hier auch bis in das Jahr 2015 eine kleine Bühne. Die Spielstätte ist nicht mehr verfügbar und weil es in Poll keinen Ersatz findet, emigriert das Ensemble seitdem für seine Aufführungen zumeist ins Theater am Bürgerzentrum Kalk. Neben Theaterstücken und der jährlichen „Schrägen Weihnacht“ führt die Truppe auch literarisch-musikalische Themenabende auf.

Christoph Bel besucht die Tropfsteinhöhle in Wiehl… (Foto © porzerleben.de)

Diesmal stand im ausgebuchten Saal das Thema „Urlaub und Reisen“ auf dem Programm. Willi Feldgen moderierte eine kurzweilig Abfolge von Geschichten und Liedern in locker-scherzhaftem Austausch mit seinen Mitspielern und Mitspielerinnen. Die Textauswahl reichte von Marc-Uwe Kling, Kurt Tucholsky und Elke Heidenreich bis zu Karl Valentin, Robert Gernhard, Horst Evers und Kurt Kister. Es ging um Mißgeschicke, Glücksfälle, Stereotypen, Enttäuschungen, Geduldsproben – alles, was das Reisen so mit sich bringt, zuweilen in nachdenklicher Form, zumeist jedoch heiter-satirisch. Hervorzuheben sind die eigenen, sprachlich ausgefeilten Texte des Ensemblemitglieds Christian Knull zu Erlebnissen in Indien und Vietnam. Gelesen haben zudem Ella Sebastian-Strube, Ludwig Eichinger, Christoph Bel und Willi Feldgen.

Chansons von Hildegard Knef – gesungen von Almut Rau – Welthits von Lilian Harvey und Udo Jürgens – gesungen von Michael Harkämper – begeisterten die Zuhörer. Bei Urians Reise von Matthias Claudius – vorgetragen von Manfred Ohlig, der alle musikalischen Beiträge auch am E-Piano begleitete – bis zum Seemannslied von Just Scheu „Wir lagen vor Madagaskar“ – gesungen von Christoph Bel – durfte dann auch offiziell miteingestimmt werden.

v.l. Michael, Manfred, Ludwig, Christian, Christoph, Willi, Ella, Almut (Foto © porzerleben.de)

Es war ein vergnüglicher Abend und sicherlich nicht der letzte des Ensembles zugunsten der Poller Gemeindebibliothek.

Das Theater „Das Spiebrett“ bereitet derzeit die Aufführung des Vierakters „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow vor. Dieses Theaterstück schwankt zwischen Drama und Komödie – auf einem russischen Landgut treffen Erstarrung, unerfüllte Sehnsüchte, Enttäuschung und Leidenschaft krisenhaft aufeinander. Die Premiere ist am 8. Mai im Theater des Bürgeramts Kalk, Kalker Haustraße. Tickets gibt es hier.

Rückschau: Blanca Núñez Trio in der Zündorfer Klosterkapelle

Porz ist nicht gerade für ein breites Kulturangebot bekannt. Umso schöner und wichtiger, dass der Kulturverein Klosterkapelle e.V. regelmäßig ein hochkarätiges Musikprogramm mit internationalem Spektrum veranstaltet.

Foto © porzerleben.de

Letzten Sonntag war Blanca Núñez mit ihrem Trio dort zu Gast und hat das neugotische Gewölbe der Klosterkapelle mit spanischem Gesang und einer sehr eigenwilligen Mischung aus Jazz, Folk und lateinamerikanischen Rhythmen erfüllt. Blanca Núñez lebt seit 2003 in Deutschland und hat ihre ersten Songs bereits als Jugendliche geschrieben. Dieser Herkunft aus dem Singer-Songwriter-Milieu ist sie bis heute mit elaborierten Texten treu geblieben, in denen Gefühle und Seelenzustände zum Ausdruck kommen und kleine Geschichten erzählt werden. Auf den nicht einfachen Start als Straßenmusikerin in Berlin folgte für Blanca Núñez ein Jazz-Studium an der Musikhochschule Köln, mit dem sie ihr gesangliches und musikalisches Repertoire stark erweitert hat.

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Zusammen mit Norman Peplow (Klavier, Synthesizer und Komposition) und Lukas Meile (Perkussion) präsentierte die Musikerin in Zündorf eine Vielfalt von Stilen und Rhythmen, von lyrischen und dynamischen Passagen, von freudigen und schmerzvollen Emotionen. In den überleitenden Moderationen erzählt Blanca Núñez dabei aus ihrer Biografie, ihrem künstlerischen Selbstverständnis und auch von alltäglichen Konflikten als Musikerin und Mutter. Dieser sehr persönliche, variantenreiche und lebensfrohe Auftritt des Blanca Núñez Trio hallt lange nach.

Foto © porzerleben.de

Dazu trägt aber auch die besondere Räumlichkeit der Klosterkapelle bei und die gute Bewirtung zu freundlichen Preisen durch den Kulturverein.

Die kommenden Termine:

  • Sonntag, 12. Oktober, 19 Uhr: Duo Isolani (populäre und klassische neapolitanische Musik)
  • Sonntag, 30. November, 19. Uhr: Osimun Quartett (Saxophon)

Porz 1975 live im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Stadtbezirk Porz“

Die Band Schmitz & Niebuhr, v.l.n.r.: Alex Tschersich, Bernd Wilberg, Thomas Widdig, Dierk Düchting, Marco Trovatello. Bild: A, Tschersich.

Die Band Schmitz & Niebuhr, v.l.n.r.: Alex Tschersich, Bernd Wilberg, Thomas Widdig, Dierk Düchting, Marco Trovatello. Bild: A, Tschersich.

Am 21. Mai 2025 wird die Köln-Porzer Band Schmitz & Niebuhr im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Stadtbezirk Porz – 50 Jahre Eingemeindung“ einige Stücke ihres Albums PORZ 1975 live spielen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. Mai 2025, 19 Uhr, im Bezirksrathaus Porz, Rathaussaal, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, Köln-Porz, statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per Klick auf diesen Link wird gebeten.Informationen zu Adresse bzw. Anreise finden Sie hier: https://rathaussaal-porz.de/

Der Porzer Journalist und Moderator Frank Überall präsentiert gemeinsam mit dem Bürgeramt Porz eine Talk- und Diskussionsveranstaltung im Rathaussaal Porz. Gäste des Podiums sind Zeitzeugen der Eingemeindung wie u.a. Beatrix Lampe, Redakteurin der bis 2022 in Porz ansässigen Lokalredaktion Porz des Kölner Stadt-Anzeigers, Entertainer Guido Cantz sowie Stadtrevue-Politikredakteur Bernd Wilberg und Schmitz & Niebuhr-Gitarrist.

Für das Jahr hat die Band weitere Live-Konzerte geplant. Neben dem vermutlich aufwändigsten Konzert im Bürgerzentrum Engelshof am 29. November wird es weitere Termine in und um Köln geben. Mehr dazu in Kürze.

Soundtrack zur Eingemeindung: Musikalbum Porz 1975 ab heute erhältlich

Am 1. Januar 2025 jährte sich zum fünfzigsten Mal die Eingemeindung der eigenständigen Stadt Porz nach Köln. Dem ging eine lange, teils erbitterte Debatte um die Folgen jener Kommunalen Gebietsreform voran, in deren Zuge es in NRW zu einer Vielzahl solcher Zusammenlegungen kam. Kritische Stimmen befürchteten den Verlust von BürgerInnennähe und sahen die Identität der Stadt und kleinerer Gemeinden bedroht. Im Kölner Raum war die Stadt Porz, die damals schon  mehr als 80.000 Einwohnerinnen und Einwohner hatte, besonders betroffen. 

Doppel-LP Porz 1975

Doppel-LP Porz 1975

Kann man ein derart komplexes kommunalpolitisches Thema musikalisch im Rahmen eines Progressive Rock Konzeptalbums mit Stilmitteln der 70er Jahre abbilden? Auf jeden Fall, dachte sich die Köln-Porzer Formation Schmitz & Niebuhr, im Kern bestehend aus Bernd Wilberg, Marco Trovatello und Dierk Düchting. Sie schrieben und entwarfen ein Konzept, das die stimmberechtigten Mitglieder des Kölner Kulturausschusses und zuvor das Referat für Popkultur des Kölner Kulturamts von einer Förderung überzeugte. So konnte die aufwändige Produktion zumindest teilweise finanziert werden. 

Schmitz & Niebuhr nahmen also ein wahnwitziges Progressive Rock trifft Art Pop Doppel-Konzeptalbum mit dem Titel Porz 1975 auf. Es erscheint heute.