Kategorie: Glauben

Neuigkeiten von Kirchen, Religions- und Glaubensgemeinschaften

Wahlen der katholischen Kirchengemeinden in Porz

Bei den Porzer Rheinkirchen finden im Zeitraum 1. bis 9. November Wahlen statt. Wer Briefwahl machen möchte, trägt sich in die Listen ein, die in den Kirchen ausliegen. Gewählt werden die Kirchenvorstände und der Rat der Pastoralen Einheit.

Die Kirchenvorstände bilden die rechtliche Grundlage einer Pfarrgemeinde. Sie verwalten die Finanzen – als Arbeitgeber für das Angestelltenpersonal und als Eigentümer und Vermieter der Immobilien einschließlich deren Pflege und Instandsetzung. Sollte ein Kirchenvorstand nicht zustande kommen oder gewählt werden, wird die Verwaltung kommissarisch an den Pfarrer und von ihm Berufene übergeben. Wahlberechtigt für den jeweiligen Kirchenvorstand sind alle Katholiken ab 16 Jahren.

Zudem haben sich in Porz die Gremienmitglieder aus den beiden Pfarrgemeinderäten (PGR St. Maximilian Kolbe und Christus König) bzw. dem Koordinierungsrat (Porzer Rheinkirchen) entschieden, schon jetzt den Rat der Pastoralen Einheit (RPE) wählen zu lassen. Dieses Gremium ist für die Pfarreiengemeinschaft vorgesehen, die im Rahmen des „Pastoralen Zukunftswegs“ ab 2027 in Porz gebildet wird.

Der Rat der pastoralen Einheit beschäftigt sich, zusammen mit dem Seelsorgeteam, mit den Rahmenbedingungen für das kirchliche, pastorale Leben der Kirchengemeinden im miteinander vernetzten Porz. Mitglieder werden in den Pfarreien St. Maximilian Kolbe, Christus König und in den Rheinkirchen gewählt. Wer möchte, dass die Rheinkirchen – wie bisher – paritätisch auch in diesem Gremium zusammenarbeiten, wählt aus jeder Einzelgemeinde jemanden. Wahlberechtigt für den Rat der Pastoralen Einheit sind alle Katholiken ab 14 Jahren.

Nutzen Sie Ihr Wahlrecht und beteiligen Sie sich an den Wahlen dieser wichtigen Laiengremien! Die Wahlorte und entsprechenden Termine finden sie hier.

Kundgebung am 29.8. Porz: Gemeinsam Demokratie leben!

Gemeinsam mit verschiedenen Parteien bekennt sich der Arbeitskreis der Porzer Religionen dazu, dass Demokratie eine Lebensform ist, in der jede und jeder das verbürgte Recht hat, in Freiheit das eigene Leben zu leben, und zugleich die Möglichkeit, das gemeinsame Leben in unserer Stadt und in unserem Land mitzugestalten.

Veranstaltung mit Prof. Dr. Rita Süßmuth und Guido Cantz in der Porzer Fußgängerzone vor der Kirche St. Josef. Mit Beiträgen des Arbeitskreises und Musik der Sixty8tyOne Big Band.

20 Jahre Jüdisches Begegnungszentrum Porz

Natalia Töpfer, Leiterin des Begegnungszentrums (Foto: © porzerleben.de)

Am Wochenende feierte die Synagogengemeinde Köln das 20-jährige Bestehen ihres Begegnungszentrums Porz mit rund 100 geladenen Gästen. Im Jahr 2004 hatte der Vorstand beschlossen, in Porz Räume für ihre vielen neuen Gemeindemitglieder anzumieten. Das Zentrum wurde im September 2004 eröffnet. Nach Porz-Finkenberg waren in den 1990er Jahren viele jüdische Familien aus den unterschiedlichsten GUS-Staaten, zumeist mit deutschen Wurzeln, zugewandert. Sie hatten ihre alten Heimaten auch wegen der antisemitischen Politik, die die Sowjetunion überdauerte, verlassen. Ihnen galt es nun, eine neue, sichere Heimat zu schaffen und ihnen auch – soweit erforderlich – jüdische Bräuche wieder nahezubringen.

Stella Shcherbatova, Gründungsmitglied (Foto: © porzerleben.de)

Für die Synagogengemeinde Köln (SGK) war der Aufbau des Begnungszentrums Porz eine große Herausforderung. Im damaligen Vorstand sprach nur Stella Shcherbatova russisch. Selber mit ihrer Familie 1998 nach Köln zugewandert, widmete sie sich engagiert 14 Jahre dem Aufbau und Betrieb der Porzer Begegnungsstätte. Ihr Ziel: „Einen lebendigen Ort der Begegnung zu schaffen, der Bücken baut und an dem Menschen zusammen kommen, um voneinander zu lernen“. Ihren Wunsch, „dass Juden in Deutschland frei jüdisch leben und ihre Feste feiern können“, sieht Shcherbatova heute durch Antisemitismus bedroht. Selbst junge Eltern würden heute eher vermeiden, dass ihre Kinder als Juden erkennbar sind.