Theater „Das Spielbrett“ mit neuen Stücken im Herbst

Probenfoto "Ich, Feuerbach", Foto: Christian Knull

Für Liebhaber anspruchsvollen Theaters gibt es im näheren Umkreis bald wieder interessante Möglichkeiten: Zwei neue Stücke für die kommende Herbstsaison werden derzeit im freien Theater „Das Spielbrett“ in Poll einstudiert.

Unter der Regie der Gründerin und Inhaberin Gisela Olroth-Hackenbroch hat am 8. Oktober „Ich Feuerbach“ Premiere – ein eindringliches Künstlerdrama von Tankred Dorst, das dem Publikum Einblicke in die Eitel- und Verletzlichkeiten der Theaterwelt verschafft. Ein gealterter, einst erfolgsverwöhnter Schauspieler müht sich um ein Engagement, das ihn nach langer Pause in das Berufsleben zurückführen soll. Er erscheint mit sicherem und routiniertem Auftreten zu dem Vorsprechtermin, aber es ist nur ein junger Regieassistent anwesend. Der Intendant lässt auf sich warten. Er kennt den Schauspieler von früher, müsste sich an ihn erinnern – aber wo bleibt er? Der Schauspieler sucht das Gespräch mit dem Assistenten, findet aber nicht den richtigen Ton. Er muss erfahren, dass der Assistent noch nie von ihm gehört hat und lässt sich schließlich auch den fatalen Grund seiner beruflichen Zwangspause entlocken…

Am 18. November ist im „Spielbrett“ dann die Premiere von Ibsens Klassiker „Nora oder ein Puppenheim“.  Das jetzt 132 Jahre alte Drama über die Selbstbefreiung einer Frau hat seine Kraft und Wirkung erhalten. Dass Nora nicht nur ihren Mann Thorvald, sondern auch ihre drei kleinen Kinder verlässt, ist auch heute der sensibelste Teil des Stückes. Es wurde – 1879 in Kopenhagen uraufgeführt –  in Deutschland anfänglich in einer Fassung gespielt, in der die Titelheldin wegen der Kinder vor dem Ausbruch aus der Ehe zurückschreckt.  Auch hier führt Gisela Olroth-Hackenbroch Regie und strebt eine zeitgemäße Inszenierung an.

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